Mein Partner ist manisch-depressiv!

von | 31. März 2015

Für manisch depressive Menschen ist es nicht einfach, eine Partnerschaft zu führen. Tipps für Paare, bei denen einer unter der bipolaren Störung leidet.

bipolare StörungMenschen, die manisch-depressiv erkrankt sind, leiden unter einer bipolaren Störung. In der depressiven Phase kommen sie kaum aus dem Bett, in der manischen Phase ist ihr Tatendrang nicht zu stoppen. Der Wechsel von einem Extrem ins andere und die damit verbundenen Probleme sind für den Partner ziemlich belastend. Kann eine Beziehung diese Erkrankung überhaupt aushalten?

Symptome einer bipolaren Erkrankung

Wenn jemand unter einer bipolaren Störung leidet, schwankt seine Stimmung immer wieder zwischen tiefster Niedergeschlagenheit und absoluter Hochstimmung. Dazwischen kann der Erkrankte ausgeglichen sein. In der manischen Phase ist der Erkrankte sehr aktiv, nahezu ruhelos. Er redet viel und seine Gedanken scheinen zu rasen, denn er entwickelt ständig neue Ideen. Dabei ist er leicht ablenkbar, kann Risiken nicht mehr einschätzen, wird leichtsinnig und rücksichtslos. Manchmal wird das Geld regelrecht zum Fenster rausgeschmissen. In der manischen Phase verspüren die Erkrankten kaum ein Schlafbedürfnis. Ein weiteres Symptom ist die gesteigerte Libido, verbunden mit dem Verlust sozialer Hemmungen. Die depressive Phase ist bestimmt von Antriebsmangel, Selbstvorwürfen und Schuldgefühlen. Der Erkrankte weint viel und verliert sämtliche Interessen, er leidet unter Appetitlosigkeit und Schlafstörungen. In der Depression können auch Suizidgedanken auftreten.

Manisch-depressiver Partner: Belastungsprobe für die Liebe

Das Leben mit einem Partner, der an einer bipolaren Störung leidet, ist wahrlich nicht einfach. Es ist sehr schwer, eine stabile Liebesbeziehung zu führen, da die Krankheit das gesamte (Beziehungs-)Leben durcheinanderbringt. Es ist nahezu unerträglich zu sehen, wie alles Aufmuntern und gutes Zureden in der depressiven Phase nichts bringt. Der gesunde Partner macht sich ständig Sorgen und ist vielleicht sogar damit beschäftigt, den Erkrankten von seinen Suizidabsichten abzuhalten. Dann kommt die manische Phase und auf einmal ist alles ganz anders: Der Partner wirkt hyperaktiv, er redet die ganze Zeit und redet sich dabei nicht selten in Rage. Beleidigungen fallen. Die gesteigerte Libido gepaart mit dem Verlust sozialer Hemmungen in der manischen Phase führen nicht selten zum Fremdgehen. Wie soll der Partner dies alles als Krankheitssymptome betrachten und nicht auf sich beziehen? Kann man so viel Verständnis aufbringen? Und wo bleiben Liebe und Vertrauen?
Das Leben des gesunden Partners ist ja nicht nur von der Erkrankung bestimmt: So ganz nebenbei muss der gesunde Partner womöglich einem Beruf nachgehen, den Haushalt erledigen, den Kindern ein guter Elternteil sein und überhaupt das ganze Leben am Weiterlaufen halten. Das kann einem echt die ganze Energie rauben…

Bipolare Störung: Tipps für Paare

Zunächst ist es gut, möglichst viel über die bipolare Störung zu wissen. Die Erkrankten und die Angehörigen können Symptome besser bewerten und sich schneller professionelle Hilfe holen. Heutzutage ist es möglich, eine weitgehende Symptomfreiheit zu erreichen – vorausgesetzt, es findet sich die geeignete Medikation und die passende Therapie. Trotz der manisch-depressiven Erkrankung ist der Betroffene immer noch ein Mensch, der Verantwortung für sich selbst übernehmen sollte. Dazu gehört auch, sich in Behandlung zu begeben. Mithilfe eines Therapeuten können Partner lernen, Krankheitssymptome von Charakterzügen zu unterscheiden. Der Angehörige kann unterstützend wirken, sollte dem Erkrankten aber auch Selbstbestimmung zugestehen. Die Selbstbestimmung hört allerdings auf, wenn der Erkrankte vor einer Selbst- oder Fremdgefährdung geschützt werden muss (Zwangseinweisung). Für viele ist es ein Problem, den erkrankten Partner als gleichwertigen Partner zu betrachten. Das Paar hat Schwierigkeiten, auf Augenhöhe zu sein. Dann hilft es, die extremen Phasen als absolute Ausnahmesituationen zu betrachten. Der Erkrankte kann nichts für seine Störung, aber er kann etwas dagegen tun, damit beide besser mit der Situation umgehen können und die Partnerschaft eine Chance hat.

Hier finden Sie Tipps für Paare bei Borderline-Störung

Foto: © aleutie – Fotolia.com

73 Kommentare

Sarah

16. Mai 2017 um 13:44

Hallo liebe Leute, danke für Eure Offenheit. Ich bin gerade im “Realisierungs- und Annahmeprozess” wo ich da reingesteuert bin. Meine Partnerin ist bi polar. Ich bin seit knapp einem Jahr mit ihr verheiratet, wir kenn uns seit 1,5 Jahren. Eine bi-nationale bi-polare homo-bi-Beziehung. (oh witzig. Schön, dass der Humor noch halbswegs in Takt ist). Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Will eigentlich gerade nicht alles niederschreiben, was mir so widerfahren ist. Ich will wieder Raum für anderes im Kopf haben. Ich bin ein sehr positiver Mensch, der immer wieder auch den Sinn und gute Seiten in allem sieht- gerade um auch aus Scheiß-Erlebnissen und Situationen wieder Kraft und Sinn zu schöpfen. Daher meine Frage: wo seht ihr das “Gute” in der Erfahrung? Irgendetwas, was mich in Sträke aus diesem Dilemma wieder auferstehen lässt? Das einzige was mir einfällt, ist die Erkenntnis, dass ich die co-Abhängigkeit kenne. Von meiner Familie, meiner Mutter. Jetzt stehe ich also wie ein Ochs oder eher Kuh vor dem Berg meiner “Bezeihung / Ehe” und dahinter erscheint noch ein Berg- oder eher der Mount Everest. Meine Mutter. Na bravo.
Ich würde so gerne wieder schlafen können ohne dass meine Gedanken facebook mässig runter rattern, ich Gespräche in Gedanken vor mir im Halbschlaf rede. Ich möchte wieder Spass am Leben haben, lachen und unbeschwert sein.
Status zu meiner Beziehung ist im übrigen, dass ich seit 3 Monaten wieder in D und sie in Südamerika ist. Ich habe mich vor ca. 2 Wochen getrennt. Habe dann nach ein paar Tagen “freundschaftlichen” Kontakt angeboten. Sie hat sich immer über den totalen Kontaktabbruch der Ex-Partner beschwert. Und ich bin nicht so ein Arsch und auch im Prinzip ein sehr loyaler Mensch. Ich will sie auch nicht im Stich lassen. Eigentlich. Sie hat gerade, könnt ihr Euch sicher vorstellen, einen Riesenkack: Keine Wohnung, kein Geld, kein Job, am durchdrehen in allen Phasen, was weiß ich. Allerdings ist sie sich ihrer Krankheit bewusst und fing bereits eine Therapie an und wird sich gerade auch bzgl. einer Behandung mit Medikameneten beraten lassen. Wisst Ihr, ich hätte nichts lieber als mit dieser Frau ein glückliches Leben. Aber wenn ich dann das Eheleben meiner Eltern sehe… (ich bin gerade auf Heimatbesuch) – ich leide und litt immer sehr unter den Verletzungen und dem niveaulosen üblen Umgang, den die beiden miteinander hatten und immer noch haben (abgeschwächt). Niemals möchte ich sowas haben und doch sehe ich so krasse Parallen zu meiner Ehe jetzt. Ein Spiegel. Horror! Aber gleichzetig befinde ich mich in einem Annahmeprozeß auch hier, mit Dankbarkeit auf die Leistungen meiner Eltern zu blicken, was sie für mich getan haben – um meinen Frieden mit dieser Geschichte zu erhalten. Auch wenn ich mir immer gewünscht habe, dass meine Eltern sich doch trennen sollten, sehe ich sie jetzt im Alter und ich bin froh, dass sie sich haben. Meine Mutter hätte wahrscheinlich ohne die “Ehe” nicht überlebt. So: seht ihr meine Kreisel im Kopf? Ich werd noch bekloppt.
Ich weiß dass ich auf einem guten Weg bin. Und wohl oder übel das Gebirge meiner Emotionen und Seele übersteigen muss und dass es dahinter hoffe ich dann gut ist. Ich hätte nur gerne mehr Kraft und eine unerschütterlich Einsicht und Sinn warum das alles?! So funktioniere ich halt;-)
Danke!

Antworten auf Sarah

    Sören

    16. Mai 2017 um 22:23

    Hallo Sarah,
    Viele Fragen, viele Gefühle und ein paar Antworten die du dir selbst gibst.
    Die Frage nach dem positiven kann ich dir nicht beantworten. Aber, alles im Leben hat einen Sinn. Warum du…..warum wir alles da reingeschlittert sind….. wer weiß. Aber eins kann ich sagen, ich hab mir die selben Fragen gestellt.
    Hab Nächte lang wach gelegen und im Monolog die gleichen Dialoge geführt. Im Bett, beim Autofahren auf der Autobahn unter der Dusche …. wieder und wieder.
    Weiter unten im Chat steht ein Thomas. Ihm hab ich geraten was mir geholfen hat. Nämlich lesen. Lesen in Foren im Internet. Ich gebe nichts auf solche Foren, wo man eine Frage stellt und ganz schnell das Thema abtrifftet und man schnell aufhört zu lesen.
    Beim Thema bipolar ist das anders. Es fesselt und du teilst ganz schnell dein Leid. Du wirst staunen wieviele Parallelen es gibt. Geht schon bei der Länge der Beziehungen los. Meistens ein reichliches Jahr. Bei mir auch……
    Ich habe dabei im Nachhinein sehr viele Dinge erst richtig erkannte und gedeutet. Für mich hab ich festgestellt das auch ich co-abhängig war. Aber zu 100%. Ich war mit Vollgas in der Sackgasse. Ohne eigenes Leben. Nur noch auf sie fokussiert und das es ihr gut geht. Ich hab nicht mehr gelacht.
    Das war das schlimmste. Wer mich kennt weiß das. Denn ich kann Menschen zum Lachen bringen.
    Du baust dir ein Bild auf, eine Vorstellung. Das ist nicht real. Diese Menschen können dies nicht erfüllen. Jeden Tag, Monat, Jahr….es geht immer so weiter. Es gibt keine Heilung.
    Sarah, deine Medizin ist die Zeit. Glaub es. Es geht. Es wird wieder besser.
    Ich bin die ersten Wochen mit offenen Augen durch die Stadt gegangen. Dachte es gibt nur noch unattraktive Frauen… (sorry) keine Ahnung warum das so ist.
    Nein, sie sind wieder da, diejenigen denen man mal hinterher schaut….
    Will nur sagen geh nach vorn. Du kommst da raus. Versuch das mal mit dem lesen. Mir hat es wirklich gut getan.
    Die Antwort auf deine Frage ….was war gut…. bekommst du vielleicht erst viel später wenn du genug Abstand hast. Kopf hoch Mädchen

    Antworten auf Sören

Sören

22. Januar 2017 um 14:30

Ach Jungs….ihr seid echt Kumpels und was ich hier von Peter und Sebastian lese hilft mir. Es ist einerseits genau das was ich auch denke und baut aber andererseits wieder auf wenn ich lese das es euch nicht anders ergangen ist. Nein, ich hab keinen Kontakt mehr. Hab auch alles vom Handy gelöscht inclusive ihrer Nummer.
Sicher (bin ja ehrlich) gibt’s immer wieder Möglichkeiten es wieder einzuspeichern aber es gibt doch jedesmal diesen Schlag in die Magengrube wenn ihr auf dem Handy oder im Auto durch das Telefonbuch geht und “Peng” steht da der Name….also weg damit.
Schlafen ist nach wie vor schwierig. Der Gedanke ihrer Freundin zu schreiben ist bei mir auch da. Aber bis jetzt bin ich standhaft. Ob es zu einem gemeinsamen Essen im Februar kommt kann ich mir momentan nicht vorstellen. Ich werde es nicht versuchen sie zu erreichen. Kann es mir umgedreht auch nicht vorstellen.
Sollte wiedererwartend eine “Einladung” kommen dann sag ich zu…. lässt mich erklären….. werde ihr sagen der Tisch ist bestellt und die Uhrzeit zum Treffen vorschlagen.
Erscheinen werde ich nicht. Definitiv. Wenn es dazu kommt lass ich sie sitzen. Aber wie gesagt, ich glaube nicht mehr dran.
Zeit wird die Wunden heilen.

Antworten auf Sören

    Sebastian

    22. Januar 2017 um 18:57

    OK Sören, du willst es ihr heimzahlen, verstehe. Kenne diesen Gedankengang zu gut…
    Lass es.
    Letztendlich sprechen wir hier von kranken Menschen. Sie haben eine psychische Störung. Und ja, sie tun uns sehr weh. Machen aus uns seelische Wracks. Sie leben im Hier und Jetzt.
    Begib dich nicht auf das Niveau.
    Rede mit der Freundin, aber nur, wenn du dir sicher sein kannst, dass sie das für sich behält. Es wäre zumindest eine Chance zu erfahren, welche “Version” sie Anderen erzählt. Natürlich müsstest du dir auch im Klaren darüber sein, dass dich das unter Umständen belastet.
    Eins möchte ich noch ergänzen: Sollte sie sich positiv geäußert haben, dann mache dir bitte keine Hoffnung auf Besserung. Ich weiß, dass man sich in solchen Situationen an jeden Strohhalm klammert und den stiefmütterlich verteidigt. Es macht keinen Sinn. Irgendein Hammer würde sehr bald kommen.
    Die einzige Sache, die dir gerade helfen kann ist: raus, sich mit anderen Frauen unterhalten. Einfach merken, dass es “Normale” gibt. Das Gespräch reicht aus.
    Wenn du fies zu ihr sein willst, schicke ihr sowas: “Ich habe eine Frau kennengelernt. Sie beeindruckt mich mit ihrer Empathiefähigkeit und wir haben großen Spaß zusammen. Kann mir gerade kaum vorstellen, dass dein neuer Freund das gut finden würde und ich gerade auch nicht.”
    Das zieht viel mehr, als dann einfach nicht zu erscheinen. Du zeigst ihr damit, dass es dir nicht schlecht geht (auch wenn es nicht der Wahrheit entspricht) und sie müsste sich von ihrem Bild (zumindest vorerst) verabschieden, dass sie dich “in der Tasche hat”.

    Antworten auf Sebastian

      Sören

      22. Januar 2017 um 20:13

      Sebastian, du hast Recht. Hab ich mich zu sehr reinmanövriert.
      Wie gesagt rechne ich nicht mehr mit einem Kontakt und gleich gar nicht mit dem Essen. Dein Vorschlag klingt gut und ich tausche das mal in meinem Kopf aus. Die Nachricht werd mal senden. Nicht heute oder morgen aber in paar Wochen denk ich da nochmal drüber nach. Bis dato arbeite ich dran das es dann doch der Wahrheit entspricht. Warum muss man sowas überhaupt erleben? Aber müßig jetzt diese Frage im Kopf zu haben.
      Ich halte euch auf dem laufenden und drücke euch ganz doll die Daumen für den neuen Weg. Danke Sebastian, ist lieb von dir.

    Sebastian

    22. Januar 2017 um 22:28

    Sören, deine Reaktionen sind vollkommen normal. Lass sie zu, setze sie nur nicht um. Man muss hier umdenken.
    Habe hier auf der Seite den Ratgeber natürlich auch gelesen. Finde, dass man Vieles davon getrost in die Tonne werfen kann, weil es nicht lebbar ist. Aber eine Sache stimmt definitiv. Man sollte immer halbwegs freundlich bleiben. Damit macht man sich weniger angreifbar. Vor allem Gleichgültigkeit ist etwas, was nicht gut ankommt. Wenn zumindest der Eindruck entsteht, dass die ausgelösten Reaktionen keine Wirkung zeigen. Als ob das Schlangengift nicht wirken würde.

    Jetzt was zu meinem Fall: Nächste Woche soll ein Treffen zwischen der gemeinsamen Freundin und “ihr” stattfinden. Falls das Treffen zustande kommen soll, werde ich dann ein Update berichten können. Da möchte die gemeinsame Freundin ihr mal ein paar Takte zu den Umgangsweisen von Frau zu Frau sagen. Ich bin auf den Bericht sehr gespannt.
    Das letzte Treffen wurde von “ihr” übrigens kurzfristig abgesagt (eine Stunde vorher). Dass mich das nicht verwundert, brauche ich wohl nicht zu erwähnen. War zumindest dahingehend erleichtert, dass sie das offensichtlich allgemein so macht. Die Ausrede war auch “zum Schießen”:
    “Sie wurde von ihrem Chef kurzerhand dazu angewiesen, mit nach Holland zu fahren, um Sachen für den Laden abzuholen.” Ja nee, ist klar!

    Antworten auf Sebastian

    Sebastian

    23. Januar 2017 um 22:55

    [UPDATE zu meinem Fall!]
    Sie hatte mich vorhin angerufen. Ich ging nicht ran. Rief sie dennoch drei Stunden später zurück, weil ich auch wissen wollte, warum sie anrief. Sie war sauer auf mich. Wir hatten uns jetzt genau 23 Tage weder gesprochen, noch gesehen. [Nur zur Erinnerung: sie wollte eine Kontaktpause von mindestens 30 Tagen].

    Sie wollte Bezug auf meine Nachricht von Anfang Januar nehmen. In dieser teilte ich ihr eine Sache mit, die an sich total banal sein sollte. Bin da nicht ganz ehrlich mit ihr gewesen. Sagte ihr, ich hätte 7 feste Beziehungen gehabt, dabei waren es bisher lediglich 4.

    Sie warf mir vor, dass ich jegliche Vertrauensbasis dadurch zerstört hätte. Hätte sie das gewusst, wäre sie wieder gefahren und hätte die Nacht nicht mit mir verbracht. Sie wäre immer ehrlich zu mir gewesen. Sie begründet dies mit der längeren Lebenserfahrung. [Zur Erinnerung: Sie ist 39, ich 29]. Ich war unglaublich sauer, konnte dann aber gelassener mit umgehen. Ich könnte alleine vier Lügen ihrerseits aufzählen, aber das wäre es nicht wert gewesen sein.
    Sagte einfach zu ihr: ” Dann bin ich ja froh, dass du trotzdem geblieben bist und du diese Nacht genauso toll empfunden hast.” Keine Antwort.
    Sie meinte auch, dass, wenn sie vorher gefahren wäre in dieser Nacht, wir wenigstens noch eine Freundschaftsbasis gehabt hätten.

    Sie meinte dann folgendes: “Ich habe dafür auch gerade keine Kapazitäten frei.” Ihr Therapeut meinte zu ihr, dass sie noch lange nicht so stabil wäre, wie sie gedacht hätte. JA! DAS STIMMT! Und ihre Oma würde im Sterben liegen. Man könnte es auch so formulieren: Depressive Phase. Deswegen hätte sie keine Kapazitäten frei für sie und mich.

    Sie tischte mir eine Geschichte auf, die die gemeinsame Freundin angeblich gesagt hätte. Warf mir vor, Lügen zu erzählen. War totaler Bullshit! Im Anschluss meinte sie, dass ich meine Freundschaft zu der gemeinsamen Freundin noch einmal hinterfragen sollte.
    Nach dem Gespräch rief ich die gemeinsame Freundin sofort an. Sie war fassungslos. Das hätte sie so überhaupt nicht erwähnt und war erschüttert über die Aussage bezüglich der Hinterfragung unserer Freundschaft. Die gemeinsame Freundin sagte auch: “Das muss ich jetzt erstmal verarbeiten und sacken lassen”. Sagte ihr, dass sie sich unbedingt mal mit dem Krankheitsbild beschäftigen muss.

    Schlussendlich endete das darin, dass sie den Kontaktabbruch forderte. Es ist also genau das eingetreten, was sie wollte. Sie hat etwas gefunden (eine Sache, die ich ehrlicherweise korrigierte und die banal sein sollte), um sie gegen mich verwenden zu können in ihrer depressiven Phase. Denn jetzt kann sie erzählen, dass ich alles kaputt gemacht habe.
    Trotzdem erwähnte sie, dass ich ein sehr besonderer Mensch wäre für sie.
    Unsere letzten Worte waren:
    Sie: “Ich lege jetzt auf.”
    Ich: “Ja, mach es gut”

    Unglaublich, zum Schluss ging sie auch noch an meine Würde. Die schreckt wirklich vor nichts zurück und zieht auch noch die gemeinsame Freundin mit rein. Die gemeinsame Freundin sagte mir folgendes: sie hätte zu ihr gesagt “Mensch, du hast es dem Sebastian ganz schön angetan”. Ihre Antwort: “Ja, wenn ich ihm sage fahre nach Togo, dann fährt er auch nach Togo”.
    Tja, Leute! Das ist mein vernichtendes Urteil zum Ende hin.
    Ich habe mich von dem Ganzen ohnehin schon teilweise distanzieren können. Momentan habe ich vor allem Verachtung für sie. Denn mit solch einer fiesen, abartigen Reaktion habe auch ich nicht gerechnet. Das Ende setzt dem Ganzen die Krone auf.

    Antworten auf Sebastian

      Peter

      24. Januar 2017 um 09:39

      Ich ärgere mich grade, das, was ich gestern vorbereitete, nicht abgeschickt zu haben. Ich hänge es aus Authentizitätsgründen mal in Gänsefüßchen, ok, Sebastian und Sören (und natürlich alle anderen) “”””Hallo Sören, Hallo Sebastian.
      Ich würde gern ein paar Gedanken zum Besten geben. Sebastian hat natürlich völlig recht mit seinen Worten, dass Du, Sören bloß wegbleiben sollst. Weder Revanche noch sonst irgendetwas, das mit IHR im Zusammenhang steht, nutzt Dir. Im Gegenteil. Es holt Sie zurück. Das ist wie eine offene Wunde, die verheilt und bevor sie geschlossen ist, kloppst Du wieder drauf. Und, das ist das Schräge, Du, Sebastian, ich und viele andere taten oder tun es immer wieder. Du schenkst Ihr Gedanken, Sören. Gedanken, während deren Dauer Du Zeit DEINES Lebens, die Dir keiner je zurückgibt, vergeudest. Es wird auch nicht funktionieren, wenn Du ihr eins gezwiebelt hast. Im Gegenteil, die Gedanken an sie werden wieder heftiger. Und Schmerz und Trauer, sich verkauft fühlen, all das kommt in alter Macht wieder hoch.
      Was ich aber als genauso gefährlich empfinde, ist Sebastians fast beiläufig geschriebenes “Reden mit der gemeinsamen Freundin.” Komm, Sebastian. Ganz tief in dir weißt Du es selbst. Sie hat ihre Fanghaken noch immer in Deinem Fleisch. Weswegen solltest Du etwas über sie erfahren wollen, wenn sie dich nicht mehr interessiert? Du bist noch genauso verletzlich. Der Wundenvergleich trifft bei Dir nicht weniger zu. Du bist in der Erkenntnis nen Schrit weiter als zu Beginn, schaust aber zurück zu jemandem, der das Potential hat, Dich schlicht kaputt zu machen. Und, das ist viel fataler, es auch tun wird. Selbst ohne aktiv zu werden. Das besorgst Du schon durch den Gedanken, etwas über sie erfahren zu wollen. Sicher gesünder wäre beim Treffen der erwähnten Freundin Dir jegliche Info über die Unausgesprochene zu verbitten. Dem Drang zu widerstehen. .( Was Du, fürchte ich, nicht tun wirst ;-)Du und Sören, Ihr seid beide noch extrem tief drin.
      Jungs, ich mach mir echt Gedanken. Lauft nicht vor die Wand. Seid froh, dass ihr den Spuk hinter Euch habt und findet Mädels ohne Dachschaden.
      Ok, ich hab meine Prinzessin kennengelernt ( weswegen sollen nur Frauen vom Prinzen schreiben?) Falls, entgegen meiner eigenen Ansicht, noch ein Rest I. in mir gewesen sein sollte, nun isser definitiv tot. Einen kleinen Vorteil mag ich Euch gegenüber damit haben. Der Löwenanteil daran besteht aber glaube ich in der Zeitspanne, die es nun schon hinter mir liegt. 8 Monate .
      Durch das völlige Abschotten nach dem 01.Mai 16 konnte die Heilung einsetzen. Die BP-Frau könnte mir morgen begegnen, es wäre mir gleichgültig. Achselzucken.
      Auf das level kommt ihr beiden auch, aber nicht mit zurückschauen oder mit Gemeinsamen über sie reden. Das ist, so zumindest meine Befürchtung, nur ein Kommunikationsversuch. Wenn Du Sebastian über sie sprichst, gibst Du ja auch was von Dir preis…und ganz hinten, im stillen Kämmerlein , sitzt da nicht ein Gedanke, der da lautet: Die Gemeinsame überbringt eine von Dir abgesetzte Nachricht? Zufällig natürlich…? Und VIELLEICHT geht die Ungenannte ja drauf ein….irgendwie….und es landet dann , ebenso zufällig, wieder bei Dir ? Das sind nur Gedankenspiele, aber sind sie völlig abwegig?
      Passt auf euch auf.”””
      Ende der ursprünglich Geplanten. Und wie zur Bestätigung hast Du, Sebastian, Dir die nächste eingefangen. MANN, bleib weg von ihr. Du willst doch nicht völlig abstürzen, oder? Ich weiß zu gut, wie Ratio angeblich die Richtung vorgibt, aber klein beigibt, wenn die ungenannte Person dann auftaucht.
      Ich hoffe, Du hast das gelesen Sören, was Sebastian schreibt. Mach´s nicht genauso. Meide sie. Jungs, sucht Euch eine Frau, die auch seelische Hygiene betreibt. Ich fliegt ansonsten wirklich einen Kamikaze. Und den fliegt man in der Regel nur einmal. Ich drück Euch Daumen und Hühneraugen.

    Sabine

    7. Februar 2017 um 18:45

    Hallo,
    bitte bedenken, dass manisch-depressiv oder bipolar oft mit Borderline verwechselt wird. Beide sind möglicherweise auf gleiche Weise beziehungsunfähig. Im Gegensatz zu manisch-depressiven können Borderliner allerdings relativ funktionsfähig bleiben, d.h. einem Beruf nachgehen usw.
    Sabine

    Antworten auf Sabine

      Sebastian

      17. Februar 2017 um 09:13

      Hallo, ich möchte ein Update zu mir geben.
      Ich habe mich nach einer zweiwöchigen Zeit der Erkenntnis in therapeutische Hände begeben. Ich komme mit der Situation einfach nicht klar. Bitte schämt euch nicht, falls es notwendig ist, einen Arzt/Therapeuten aufzusuchen. Habe zudem Citalopram 20mg verschrieben bekommen.
      Die hauen ziemlich rein, die Nebenwirkungen sind nicht “ohne”. Die Wirkung soll ab 14 Tagen nach Einnahme anschlagen. Merke hiervon bisher etwas…
      So, warum ich eigentlich das Update schreibe. Ich habe sehr viel lernen können in den vergangenen beiden Therapiestunden. In den 90 Minuten ging es um die Krankheit an sich und um die Verhaltensweisen.
      Meine Therapeutin sagte, dass es unmöglich sei, in diese Krankheit einzugreifen. Sie wäre nicht heilbar. Sie hatte zwar Lob für mein Engagement übrig, meinte jedoch, dass dieses keinen Unterschied gemacht hätte. Die negativen Gedanken würden immer überwiegen. Eine normale Beziehung sei schlichtweg unmöglich. Da (wenn selbst eine Art Beziehung geführt werden sollte) Verhaltensweisen und Einschränkungen auftreten würden, die für einen normalen Menschen nicht nachvollziehbar oder verkraftbar wären.
      Hinzu kommt, dass die Frau, die ich kennen lernte, die mit am stärksten ausgeprägte Form der manischen Depression besitzen muss. Es ist der sogenannte “rapid circle”. Dieser bedeutet, dass in einem sehr, sehr kurzen Zeitraum (wenige Minuten oder Stunden) komplett entgegengesetzte Gefühle gesendet werden. Und dass ich das immer wieder erlebt habe, hatte ich bereits geschildert. Bei einer guten Dosierung/Einstellung erfolgen Manie und Depressionen in gleichmäßigen Abständen. Das war nicht der Fall.
      UND NUN DIE WICHTIGSTE NACHRICHT AN ALLE LESENDEN:
      Ich habe mir viel zu lange darüber Gedanken gemacht, warum diese Reaktionen gekommen sind und was ich dagegen machen kann. Gleichzeitig macht man sich selbst Vorwürfe, die bei neutraler Sichtweise absurd sind. Das hat dazu geführt, dass ich mich selbst abgeschafft- und vergessen habe. Meine Therapeutin sagt, dass ich auf dem Wege gewesen wäre, mich in eine “Co-Abhängigkeit” zu begeben. Die schlimmste Folge hiervon wäre gewesen, dass ich selbst manisch-depressive Züge angenommen hätte. Deswegen scheut euch nicht, einen Therapeuten aufzusuchen, solltet ihr euch auch nach 6-8 Wochen gedanklich nicht lösen können.

      AN SÖREN:
      Manisch depressive Menschen sind sehrwohl in der Lage zu lieben. Sie stehen aber “unter Droge” und ihnen wird durch die Wirkstoffe alles ziemlich egal. Deswegen ist beispielsweise Sex eher unbedeutend. Originalzitat meiner Bekanntschaft: “Ist reine Befriedigung und nicht wie bei uns”. Gefühle überfordern manisch depressive Menschen. Sie reagieren darauf auch mit Beleidigungen, reden sich negative Dinge ein und projizieren sie auf den Gegenüber, also dich beispielsweise. Ist auch ein Teil dieser bipolaren Störung. Ich kenne deine Reaktion zu gut, ich war auch an dem Punkt. Aber ich sage auch dir: sollten dich diese negativen Gefühle oder Sehnsucht packen, scheue nicht den Gang zum Therapeuten.

      Ich werde die Seite weiterhin beobachten und gegebenenfalls auch mal wieder was schreiben.

    Thomas

    5. Mai 2017 um 10:52

    Ihr habt alle so recht…. erlebe das alles im Moment auch

    Antworten auf Thomas

      Sören

      14. Mai 2017 um 21:30

      Hallo Thomas,
      Schau nach vorn, deine Zweifel, den Kummer, das machen wahrscheinlich 95% aller Partner durch. Es liegt nicht am gesunden Menschen, es liegt an der Krankheit. Nimm deinen Laptop, das Tablet, Handy egal was. Fang an zu lesen und du wirst merken das es unzählige Menschen gibt die dieses Leid teilen. Glaub es…. es hilft. Ich hab 3 Monate gebraucht. Jetzt schlafe ich wieder durch und lebe wieder.
      Das packst du auch.

Sören

10. Januar 2017 um 21:15

Hallo zusammen, ich bin gerade sprachlos. Habe vor einem reichlichem Jahr eine ehemalig Schulfreundin wieder getroffen. Telefoniert, Date, Schmetterlinge und gleich in die horizontale beim 1. Mal. Der Rest ist zu 100 exakt wie bei euch gelaufen. Fast identischer Wortlaut. Im Sommer ist sie fremdgegangen, aber ich war schuld…. Heute ein “Lass uns Freunde bleiben” morgen ein “Ich liebe dich” Momentan ist Funkstille. Ich quäle mich momentan über die Tage, schlafe nicht mehr und hab das Gefühl daran zu zerbrechen. Aber diesen Chat zu lesen ist die beste Medizin. Innerlich schreit die Sehnsucht nach ihr, der Verstand sagt…..Lauf, Forest…..

Antworten auf Sören

    Peter

    11. Januar 2017 um 08:12

    Frische Wunden brennen, Sören. Auch wenn es bei mir nun ins dreiviertel Jahr geht, seit ich dem scheibchenweise Untergang endgültig den Rücken gekehrt habe, verstehe ich jedes Wort, das Du schreibst.
    Der Schmerz ist weg, die Erinnerung an den täglichen Wahnsinn als solchen werde ich wohl mitnehmen.
    Sie scheint voll bei Dir eingeschlagen zu haben, weil Du es zulassen wolltest. Klar, es ist ein wundervolles Gefühl verliebt zu sein, wenn nicht das Schönste überhaupt. Wer wünscht sich das nicht für sich selbst? Du solltest nur nicht den Fehler begehen, ins Grübeln Deiner Selbst wegen zu geraten. Alles was Du an Gutem fühlst, ist sehr gut, richtig und wichtig. Du projizierst es nur auf die falsche Frau. Willst Du „es“ erzwingen, scheiterst Du. Du wirst nie richtig „Zurückgeliebt“ werden, Deine Investition nie rentierlich bekommen und mit jedem Tag, an dem Du investierst, rückt Dein emotionaler Bankrott näher. Du hast es an vielen Beispielen hier gelesen. Mein Gedanke: Sei froh über die Funkstille, sie ist Deine Chance aufs Überleben. Wirf das Funkgerät weit weg in den nächsten Bach. Und dann kommt der Satz wieder: Lauf, Forrest, Lauf.
    Es gibt genügend Andere, jeden Tag steht mindestens EINE Frau auf und fragt sich: WO ist Sören? 😉 Such sie. Du bist nicht weit davon weg. Herzliche Grüße, Kopf hoch,
    Peter

    Antworten auf Peter

      Sören

      11. Januar 2017 um 12:01

      Danke Peter, das verdient Respekt wie du hier die Leute aufbaust. Ja der Schmerz scheint momentan unerträglich. Der Hang vor ihrer Tür zu stehen….kaum auszuhalten.
      Für die ganze Geschicht fehlt mir momentan noch die Kraft. Aber ich weiß durch diese Forum viel mehr. Sie hat schon in der Schule (vor fast 40 Jahren) ihr Netz ausgeworfen. Wir waren Kinder. Das sich die Wege kreuzen vorprogrammiert. Ja, wir Partner sind verfallen. Investieren alles was wir haben, sind sofort zur Stelle…..machen einfach alles.
      49 Jahre…. sie hat immer nur ausgetauscht. Immer waren die Männer Schuld. Meine Vermutung ist das es so weiter geht. Auch der nächste wird “bezahlen”.
      Bin grad ganz unten aber ich komme wieder hoch…….Lauf Forrest

    Peter

    11. Januar 2017 um 19:29

    Schluss mit unten, Sören.

    He 🙂

    Ich glaube, auf Dich passt das grade richtig gut.
    Ganz kurz was zu meiner Story? Ich war letztes Jahr froh gewesen , mich irgendwo ausk…zu können. Ich hatte keinerlei Vorstellungen, Absichten, nichts. Nur raus mit dem Müll aus der Seele. Keiner der Verantwortlichen hier hat den Gedanken- oder Sprachpolizisten gemimt, keiner sich aufgeblasen, im Gegenteil, die waren richtig liebenswürdig. Alles lief wie, ja, in einer gedanklichen Gemeinschaft, einfach Austausch ohne „schräge Anmache.“
    Über die Monate ( Schau mal, von wann mein erster Post stammt) hat sich meine Gedanken ( und deutlich wichtiger EMOTIONALE Welt geändert. (Deine wird das auch, glaub mir. WENN Du IHR fern bleibst. Himmel…tu es, Sören)

    Dann bin ich der Einladung der Seitenbetreiberin gefolgt und aktiv geworden in der Singlebörse. Ich bin der Seitenbetreiberin tatsächlich dankbar für die Initiative, den liebenswürdigen Tritt in den …hüstel. Allein die Tätigkeit des Ausfüllens meines Profils war so eine Art letzter Befreiungsakt aus diesem entsetzlichen, lass es mich „bösen Bann“ nennen. Ich schrieb mit mir unbekannten Frauen und vergaß darüber vollständig, was mich ursprünglich hierher gebracht hatte.

    Und…tatsächlich lernte ich, zunächst mal virtuell, eine „Monnemern“ ( Mannheimerin) kennen. Wortwitzig, höchst liebenswürdig und irgendwie ganz offensichtlich eine Seelenverwandte.
    10 Jahre jünger als ich Methusalem, aber unendlich liebenswürdig. Ich werde sie bald treffen. Und VOLLKOMMEN egal, was auch immer daraus werden wird, Sören ( und natürlich alle Anderen): Allein DAS, was ich bisher an nur geschriebenem Austausch hatte, war derart bereichernd, dass es bis zu meinem letzten Atemzug in mir bleiben wird.

    Spring zurück ins Leben, Sören. Vergiss den geistigen Tod, der Dir droht. Herrjeh, Du hast noch so viel vor Dir. Werd aktiv. Ich hab´s schon mal gesagt: IRGENDWO wartet eine auf Dich. Jetzt. IM MOMENT. Wie soll die Dich finden, wenn Du Dich nicht zeigst? Klingt logisch? Gut, Isses nämlich auch. Leg los. Ich bin der lebende Beweis, dass es geht.
    Es grüßt Dich ganz herzlich Peter
    Und he, Danke für Dein Danke Sagen. wenn es hilft, ist es mir eine Freude.

    Antworten auf Peter

      Sebastian

      13. Januar 2017 um 20:46

      Ich wollte auch noch einmal kurz auf deinen Post antworten. Deine Antworten, deine Worte sind wirklich richtig toll. Nicht nur bei mir, sondern auch bei all den anderen Betroffenen.
      Herzlichen Dank!

    Sebastian

    13. Januar 2017 um 21:05

    Hallo Sören,
    eventuell hast du meine Schilderungen gelesen. Bei mir ist das ja sehr aktuell. Momentan haben wir “Pause”.
    Ich kann deine Gefühlszustände total nachvollziehen.
    Ich erlebe auch immer mal wieder Rückschläge. Dann habe ich das dringende Verlangen, mich bei ihr zu melden. Mache es aber nicht, weil es sehr unklug wäre.
    Diese Worte, diese Erlebnisse, diese Erinnerungen. Diese Leidenschaft, dieses Bedürfnis (ausgehend von ihr) nach Geborgenheit = null Chance. Wir hatten keine Chance. Du nicht, ich nicht, keiner! Man ist verknallt!
    Auch wenn es zu Beginn so toll gewesen ist, danach beginnt der Horror und man sucht über Tage nach dem Ausgang aus dieser Horrorshow.
    Ich konnte ja auch nicht schlafen, zwei-drei Stunden reichten aus. Man will ja einfach mehr und bekommt kaum-bis nichts mehr.
    Nur Abstand davon kann diese Wunden heilen.
    Auch ich habe immer noch Panik davor, wieder auf sie zustoßen und das wird Anfang Februar der Fall sein. Sie ist auch bei diesem Geburtstag eingeladen (außer sie sagt ab, was auch durchaus sein kann.)
    Wie Peter bereits sagte, man darf sich selbst nicht in Frage stellen. Du hast nichts falsch gemacht und du kannst nichts für diese Situation.
    Ich weiß aber auch, dass ich dir das jetzt sagen kann und du selbst fühlst dich trotzdem noch einige Zeit sehr mies.
    Ich fühle mich auch noch mies. Kann aber wieder schlafen, klarer denken, aber die Sehnsucht nach ihr ist immer noch da.
    Sie kommt mir teilweise wie eine Droge vor und ich muss mich von dieser Abhängigkeit lösen.

    Dieser Gedanke hat mir dabei geholfen, mich in den letzten drei Wochen etwas mehr runterzufahren: Eine Beziehung würde immer nur wieder bedeuten, dass sie dir fremd geht und du wärst daran dann in ihren Augen evt. schuld.

    Geh raus, lerne andere Frauen kennen. Ich habe festgestellt, dass das alleinige Reden mit “normalen” Frauen hilft, die Situation lockerer zu sehen. Vor allem erhält man dadurch auch Stück für Stück seinen Selbstwert zurück.

    Antworten auf Sebastian

      Sören

      19. Januar 2017 um 13:26

      Hallo zusammen, hab erst jetzt nach ein paar Tagen mal wieder reingeschaut. Danke, Danke an euch für das “Teilen” das tut gut zu lesen und diese Scheissgefühl (sorry) im Magen mal für einen Moment zu vergessen. Sie hat es beendet. Der Traumprinz ist aufgetaucht und hat, wie sie schreibt “ihr Herz erobert”.
      Was soll man sagen. Jemanden zu verurteilen ist falsch. Ich denke er wird seine Erfahrung machen. Er kann am wenigsten dafür. Vielleicht stößt er eines Tages selbst auf dieses Forum…..
      Ja Sebastian die Sehnsucht scheint unendlich. Hab nochmal versucht mit ihr zu sprechen. Es geht nicht. Ich bin Schuld…. Meine Eifersucht…… aber Mensch ist das nicht normal? Ist das nicht menschlich wenn man es einmal schon erlebt hat das sie einen Sprung zur Seite gemacht hat. Ist man denn dann schuld wenn man nur etwas skeptisch ist? Ich versuche mir ständig vor Augen zu halten das es ein Leben lang so gehen würde. Irgendwie wäre man immer der Schäferhund der um die Herde rennt. Auch wenn da nur ein “Schäfchen” ist. Alles andere ist irre. Versuche nie mit einem “Bipo” über die Krankheit zu reden. Alles was im Netz steht erlebst du dabei. Sag ich das ein Therapeut helfen kann……QUATSCH…. braucht sie nicht, bringt nichts….
      Ist schon traurig momentan aber ihr, ich, alle die das lesen gehen daran kaputt.
      Ich weiß nicht warum man solche Menschen irgendwie besonders lieb hat, ich weiß es nicht. Aber diese Liebe bekommt keiner zurück.
      Letzter Stand bei mir, sie will im Februar mit mir essen gehen.
      Wann hat sie nicht gesagt. Gebt mir Kraft das ich nein sagen kann.
      Haltet durch Jungs, am Freitag ist wieder Bundesliga…..

      Peter

      19. Januar 2017 um 16:45

      @Sören: Du kannst Dir denken, was in meinem Magen passiert, wenn ich das lese, oder? Um Himmels Willen, triff sie nicht. Das geht nicht gut für Dich aus. Auch diese Geschichte wieder. Mit Dir essen gehen wollen… Klar, die Spinne geht kucken, ob die Fliege noch zappelt. Sich ein wenig daran hochziehen, wie die alte Beute noch immer leidet, nichts anderes ist der Antrieb. Du dienst in dieser Dir momentan von ihr zugestandenen Rolle als reine Bestätigung für ihr Ego. Du selbst, als fühlender, denkender Mensch bist für sie völlig entpersonalisiert. Du bist ein Objekt. Eine Rechengröße in ihrer eigenen, wirren Mathematik . Ende. Traurig, aber eben wahr.
      Und auch Das kommt mir so fatal bekannt vor. Natürlich hast Du recht, auch der neue Traumprinz findet sich in absehbarer Zeit als “Zum Essen Geladener” wieder. Man ist ja fast geneigt, zu denken, “soll sie doch machen, wenn sie sich kein gescheites Hobby leisten kann” Problematisch sind halt die ganzen, ausgequetschten Zitronenschalen, sprich Seelen, die diese Menschen achtlos auf ihrem Weg zurücklassen.
      Es wäre schade, wenn Du ihr nachliefst, Sören. Und bei jedem Treffen oder Kontakt nimmst Du die Hundchenrolle wieder ein. Komm raus aus der Ecke. Sie ist nicht die einzige.
      D.H. doch. Die Einzige, der Du erlaubst, dich zu ruinieren. Ist das nicht verrückt?
      ( Mir ging´s ja nicht anders) Doch dazu bist Du zu wertvoll.
      Sebastian erwähnt es auch. Geh raus und unter Leute. Werd doch aktiv auf dieser Suchseite. Mach´s doch einfach. Was hast Du zu verlieren? Eine Frau, die Du nicht überleben wirst?
      Gewinnen kannst Du auf alle Fälle. Die Gewissheit nämlich, nur deshalb nicht die Richtige gefunden zu haben, weil Du Dich nicht zeigtest. Ich kann wirklich nur aus eigener Erfahrung schreiben.
      Ich habe aktiv auf mp geschrieben und mein Pendant gefunden. Sie hat Geist, ist charmant, unendlich liebenswürdig. Zeig Dich doch auch. Kommunizier mit anderen Frauen…und Du vergisst den Dir drohenden Untergang von ganz allein. Ich kann´s nur jedem wärmstens empfehlen, Sören.
      Ausgetrauert. Raus, unter die Leute. Beerdigung wird noch früh genug sein. Es gibt auch viele Frauen, die nicht „psycho“ sind. Fang an sie zu finden, Sören. Oben, auf dieser Seite, ganz rechts, der link… Mir hat er Glück gebracht.
      Pass auf Dich auf und meide SIE
      Peter

    Sebastian

    21. Januar 2017 um 18:58

    Hallo Sören,
    solltest du mit ihr Essen gehen, wirst du dich zerstören. Du solltest dich fragen, wie du reagieren würdest, wenn sie plötzlich anfangen sollte, dich zu verführen. Spontan würde ich sagen: du schaltest alles aus und lässt dich auf sie ein. Das wäre der allergrößte Fehler.
    Ich würde auch mal grundsätzlich hinterfragen, ob da überhaupt ein neuer Mann vorhanden ist.

    Kenne das von meiner Sache mittlerweile gut. Sie hat mir zum Beispiel nach unserem Kennenlernen (vor sechs Wochen) gesagt, dass ein Mann sie angesprochen hätte, der ihr einen Blumenstrauß gekauft hat. Sie wäre dann mit ihm auf dem Weihnachtsmarkt gewesen. Sie hätte ihm aber klar gemacht, dass sie sich nichts weiter vorstellen könnte. Als ich drei Wochen später nachfragte, konnte sie sich daran nicht mehr daran erinnern. Die Absicht war wohl Eifersucht auszulösen in mir!
    Zweites Beispiel von mir: Sie hat sich (vor vier Wochen) mit einer gemeinsamen, guten Freundin getroffen. Die gemeinsame Freundin ist diejenige, bei der ich sie auch kennengelernt hatte!
    Sie erzählte unserer Freundin, dass sie und ich eine “wunderschöne Nacht” verbracht hätten. Das hat mir die gemeinsame Freundin weitergegeben. Ich telefonierte daraufhin mit “meiner Liebe” und sagte, dass ich gehört habe, dass sie von einer wunderschönen Nacht gesprochen hätte. Ihre Antwort: “Hat sie dir auch gesagt, dass ich mich über deine Unerfahrenheit lustig gemacht habe”? Dabei sagte sie noch in der Nacht zu mir: “Ich habe Gänsehaut von dir” und hatte mir diese auch gezeigt. Ich wollte es genauer wissen und fuhr zu der gemeinsamen Freundin. Ihre Antwort: “Ich schwöre dir, das hat sie mit keiner Silbe erwähnt. Nur, dass es ihr leid täte, dass sie so hin-und hergerissen sei.”
    Was sollte das? Ich nehme an, dass sie das Bedürfnis hatte, mich (der 10 Jahre jünger ist) schlecht zu reden, um mich dadurch zu treffen.

    Sören, außerdem sollte man sich fragen, warum eine frisch verliebte Frau, die gerade ihren “Traumprinzen” kennengelernt hat, ein paar Wochen später mit ihrem EX Essen gehen möchte. Und das teilt sie ihrem EX, also dir, bereits im Januar mit.
    Meine Meinung: Absoluter Schwachsinn. Macht dir da nichts draus.
    Ich tippe, dass sie die Lage abchecken wollte, wie du auf diese Nachricht reagierst. Vielleicht gibt es ihn aber wirklich und sie benutzt ihn als Druckmittel gegen dich. Sie weiß schon, dass er in ein paar Wochen weggeschmissen wird. Wie dem auch sei, dieser Mann kann einem jetzt schon leid tun.
    Sören, du solltest dich auf keinen Fall hinterfragen. Du hast nichts falsch gemacht und du würdest immer unsicher sein. Sobald sie nicht bei dir wäre, würdest du dir Gedanken machen, was sie gerade macht, mit wem und wie lange. Das Grundvertrauen ist doch sowieso schon zerstört.
    Die Sache ist die: du bringst es selbst auf den Punkt, aber es kommt noch nicht bei dir im Herz und Hirn an. Vollkommen normal, mir geht es genauso.
    Halte durch, sage ihr ab. Am besten jetzt schon.

    Antworten auf Sebastian

      Sören

      26. Januar 2017 um 18:27

      Hallo zusammen, erst mal Danke für die Unterstützung, die lieben Worte und die Erfahrung die mit mir teilt.
      Ich habe heute eine WhatsApp bekommen über deren Inhalt ich hier nichts wieder geben möchte. Einmal ist es privat, zum anderen aus Respekt vor ihr, bzw. ihrer Krankheit. Der Inhalt der WhatsApp war weit unter der Gürtellinie und hat nicht nur den letzten funken (so es einen gab) ausgeblasen sondern mit einmal ein Gefühl der Erleichterung gebracht?
      An alle die das lesen! Es ist eine verdammt besch….Krankheit? Bitte, bitte lasst euch niemals mit solchen Menschen ein. Mit normalen menschlichen Verstand, mit Ehrlichkeit und Gefühlen hat das nichts zu tun. Solche Menschen sind Teil der Gesellschaft und verdienen unseren Respekt aber das ist auch alles.
      Jedes Gefühl jedes helfen und unterstützen ist nicht nötig. Wer das macht schadet sich nur selbst. Lest im ganzen Netz darüber. Es gibt nur eine Meinung:
      “Lauf Forrest Lauf” Beginnt nicht einen solchen Menschen zu lieben…..
      Hab im Netz keinen gefunden der sagt es geht.
      Für alle, ich bin raus. Habs heute begriffen und bin froh. Kein nachtrauern, immer nur denken das bleibt ein Leben lang die Hölle. Dann gehts.
      Ich drücke allen die Daumen und wünsche Peter und Sebastian alles gute.
      Danke, ich bin dann mal weg…

Claudia

9. Januar 2017 um 21:19

Es ist erstaunlich, was hier alles zu lesen ist.
Ich selbst bin bipolar. Die Erkrankung ist bei mir ausgebrochen, als ich beruflich bedingt im Ausland war für über zwei Monate. Vorher war ich in einer augenscheinlich glücklichen Beziehung: verheiratet, Hund, Haus zur Miete – spießig eben. Tja, im Ausland hatte ich mich dann verliebt (unglücklich) und festgestellt, dass ich meinen Ehemann nie geliebt habe.

Also, ICH FANG EIN GANZ NEUES LEBEN AN!, dachte ich mir. Trennung, neuer Wohnort, neuer Dienstort, neuer Partner.
Für eine kurze Zeit hatte ich jemanden gefunden. Wir waren beide unendlich verliebt. Ich kann das nachempfinden, was ihr beschreibt. Ich war auch aussaugend und fühlte mich “wissend”.

Dann die schwere Depression. Arbeit egal, Wohnort scheiße, tausche Männer, als ob sie Brot wären, kann viele nicht riechen. Will mich umbringen. Wirbel gebrochen.

Tja, und nun? Diese Erkrankung ist für die Angehörigen die Hölle, für den Betroffenen aber auch. ;-(
Dass ich mich nicht mehr richtig konzentrieren kann, ist furchtbar. Bipolare bzw. ich bin jemand, der viel Liebe braucht von außerhalb. In meiner Manie habe ich nur so von innerer und äußerer Liebe gestrahlt. Es war noch der Endorphinenschub vom ersten Mal verliebt sein.

Dass ihr alle schreibt, wie furchtbar es mit diesen Menschen ist, kann ich nachempfinden, nimmt mir jedoch unendlich viel Mut, dass ich nochmal Glück habe in meinem Leben. Seit dem Ausbruch der Krankheit vor über einem Jahr ist mein Leben eine Irrfahrt und ich hasse, was aus mir geworden ist. Jeder Tag wird zum Kampf.

🙁

Antworten auf Claudia

    Peter

    10. Januar 2017 um 21:37

    Hallo Claudia

    Ich widerspreche Dir in zwei Punkten. Die Menschen selbst sind wohl nicht furchtbar. Furchtbar ist das, was sie in Ihrer Krankheit mit anderen Menschen machen. Du beschreibst es ja teilweise selbst.
    Und: Den Meisten hier erwähnten BP gegenüber hast DU einen entscheidenden Vorteil: Du weißt ob Deiner Erkrankung und erkennst Sie wohl auch an. Ich beneide Dich nicht um den langen Weg zum souveränen Umgang damit, aber glaube mir, Du hast die Voraussetzungen und auch alle Chancen dafür. Allein schon durch die Anerkenntnis der Problematik vor Dir selbst. Ich glaube fest daran, dass Du daraus auch etwas zu verändern in der Lage sein wirst. Diejenigen, die es verleugnen oder gar auf jene losgehen, die all die erwähnten, schrägen Verhaltensweisen monieren, die ruinieren schlichtweg andere Leben damit, mehr oder weniger heftig. Du hast die Chancen in der Hand, es anders anzugehen. Ich glaube, der Weg bis hin zur Erkenntnis ob der Vorgänge ist der Schlimmste für den BP. Alles was danach kommt ist klar unglaublich viel Arbeit, und Anstrengung, Schweiß und sicher auch Tränen, ja, ganz sicher. Aber das kannst Du packen, wenn Du es willst. Davon bin ich überzeugt. Ich drück Dir jedenfalls fest die Daumen.
    Peter

    Antworten auf Peter

    Rebecca

    23. Januar 2017 um 10:21

    Hallo Claudia 🙂
    Ich weiss wie du dich fühlst! Hab vor kurzem die Selbstdiagnose gemacht nach Monatelangem :WAS IST MIT MIR LOS???
    Nicht grad Schön, aber auch nicht hoffnungslos !
    Ich habe eingesehen das ich ein Problem habe und man sagt ja, Einsicht ist der weg zur Besserung 😉
    Ich habe Stundenlang Foren von Angehörigen durchstöbert um zu verstehen wie mein Umfeld das ganze erlebt…selbst merkt man oft nicht wie andere auch darunter leiden.
    Auch die Kommentare von den Männern hier haben mir dir Augen geöffnet…Ich war früher genauso! Sprunghaft, ständiger Männerwechsel , …Liebe und Zuneigung suchen aber sobald es mehr wird wegstoßen(genauso in der Familie).
    Da ich jetzt weiß was los ist kann ich das Problem in Angriff nehmen, ich weiß das es keine direkte Heilung gibt aber man(N) kann damit leben.
    Das ist wirklich nicht einfach ,und man braucht auch glück! Ich hatte es …und habs mir genommen.

    Seit 10 Jahren geht er bei meinem Onkel ein und aus, hatte aber nie augen für ihn.
    Vor knapp zwei Jahren wurde er mein bester Freund, er hat mich durch höhen und tiefen begleitet , hat mir stundenlang zugehört und egal wie daneben ich mich aufgeführt habe…er ließ mich NIE fallen!.Jeder im Umfeld hat mitgekriegt wie er mich ansieht , nur ich nicht .
    Ich habe ihn als guten Freund immer sehr geschätzt aber mehr war da nicht.
    Er hat dann meine “Blindheit” akzeptiert und geduldig gewartet…(er wusste das ich zur Vernunft komme) ..bis vor einem Monat. also fast 2! Jahre. Welcher Mann wartet schon 2 Jahre auf eine Frau die einen an der Waffel hat?? Genau! Ich habe ihn für verrückt erklärt und mich unsterblich in ihn verliebt 😀
    Es ist oft nicht einfach aber wir schaffen das! Niemals die hoffnung verlieren! Es gibt immer einen weg.

    Lass dich nicht entmutigen !
    Deine Krankheit ist NICHT deine Persönlichkeit. Ruf das immer wieder ab! Du machst das nicht extra oder gar aus bösartigkeit. Lass dir das ja nicht einreden das DU SCHLECHT BIST!
    Du darfst “KRANK” sein. Akzeptiere es. Liebe dich selbst und gib dir zeit! Lobe dich wenn du in einer schwierigen situation die fassung bewahrst. Erfolgserlebnisse sind wichtig.
    Such dir etwas was dich beruhigt. Ein fixer Tagesablauf und Körperlicher ausgleich sind seeehr wichtig um mal runterzukommen. Ich setz mich z.B. aufs bett und spiele Gitarre wenn ich wieder mal durchdrehn könnte. oder geh spazieren . Irgendwas aber lass dich nicht von deinen Schwankungen leiten. Versuch Übergänge zu schaffen die erträglich sind. Finde deinen eigenen weg !
    Kämpfe gegen die Krankheit nicht gegen dich selbst….du verlierst!
    Und das mit der Unkonzentriertheit ist furchtbar! Habs grad beim schreiben wieder gemerkt .
    Vlt gibt dir mein Text ein bisschen hoffnung 🙂
    Ich wünsch dir alles Liebe und gute. Du Schaffst das!

    Antworten auf Rebecca

    Sören

    26. Januar 2017 um 20:13

    Hallo Claudia, ich möchte mich bei dir entschuldigen und gleichzeitig bedanken. Entschuldigen für meine Einschätzung einer manisch depressiven Frau in der ich alle über einen Kamm Schere. Du gehst mit deiner Meinung und deinen Gefühlen an die Öffentlichkeit. Gestehst es ein und das verdient Respekt und dank. Du hast vielleicht eine Chance wenn du diesen Weg weitergehst.
    Ich wünsche es dir. Wenn sich ein neuer Partner für dich findet. Und das wird passieren, dann geh offen damit um, sag ihm was du fühlst und was die Phasen bedeuten. Aber das allerwichtigste ist eine Basis die heißt VERTRAUEN. Bleib standhaft in der manischen Phase und gib zurück was du in der Depression bekommst. Jeder Tag ist eine neue Chance, dein Tag kommt auch.
    Sei die,erste die der Welt zeigt wie es geht…alles gute

    Antworten auf Sören

      Claudia

      1. Februar 2017 um 15:17

      Hallo ihr beiden,

      ich habe in meiner Manie die Welt auf einmal mit neuen Augen gesehen und es so genossen zu flirten. Ich konnte es auf einmal, es war total einfach und die Bestätigung fühlte sich toll an. Gleichzeitig merkte ich aber auch, dass diese Offenheit unheimlich Kräfte raubend war.
      Jetzt ganz langsam füllen sich die Speicher wieder. Die Manie ist bei mir entstanden durch das Verliebtheitsgefühl. Ich habe deswegen sehr große Angst mich noch einmal zu verlieben, weil ich damit wieder manisch werden könnte. Dieser Verliebtheitstrip fühlt sich toll an, besonders wenn beide ineinander verliebt sind und geradezu miteinander verschmelzen. Aber es ist für mich ungesund. Leider.

      Mein innerer Antrieb waren immer eigene Kinder zu bekommen. Mit dieser Erkrankung ist das aber nur sehr schwer machbar.
      Aber ich bin froh darum, dass mir das Arbeiten langsam wieder Spaß bereitet. Wenn’s beruflich und privat scheiße läuft, ist das wahnsinnig frustrierend. Also, immerhin!

Manuela

8. Januar 2017 um 20:28

Mich beschäftigt viel mehr das komische Verhalten. Mir ist so was absolut noch nie passiert. Vor allem mir gegenüber die Türe mit Wucht aufschlagen, wo ich noch nicht mal weiß, was los ist. Er spiegelt mich auch, fiel meiner Freundin schon auf. Ich wollte ihm helfen, mehr nicht. Man kann nicht helfen.

Dann machst du eine so genannte Kontaktsperre?

Ich weiss was du mit auf un ab meinst, ich weiß ich will ihn nicht, kann mich komischer Weise nicht 100% lösen. Ich bleibe an der Art hängen nicht an ihm. Ich hab mich verbogen, ihn ja nicht zu sehen, wer weiß was heute kommt. Seit 2.1. Gehe ich wieder ins Training, die mir auch helfen, ich versuche mir immer zu sagen stop, Dreh dich um, denke an Training du willst wieder auf die Kartbahn. Funktioniert nicht immer. Auch wurde mir jetzt erzählt, dass man stets etwas über den hört, viele nicht warm werden, desweiteren meinte die Person, selbst der Postbote trägt dort schon seit 4 jahren die Post aus, er hat ihn noch nie gesehen. Meine Freunde sagen oft, er hat dich schon längst in der Hand, wenn Blicke töten könnten. Sieht er mich in einem Laden, macht er langsam, dass er Gespräche mit hören kann.

Genau, dieses Mal so Mal so, verstehe ich auch nicht. Mit ihm reden kann man nicht, der tickt dann aus. Ich verstehe nicht, warum ich daran hängen bleibe, Helfersyndrom?

Peter, das mit lauf, Forrest lauf, find ich gut.
Liebe Grüße

Antworten auf Manuela

Manuela

6. Januar 2017 um 21:42

Ja so ist es, wir haben keinen Status, bzw. Keine Beziehung. Nach den drei Wochen steht er im Raum und ruft laut Hallo guten Morgen, wie wenn nichts gewesen wäre. Ich hab sogar die Zeiten verändert wenn ich zu Arbeit fahren am zweiten oder dritten steht er wieder da, hebt Türe auf, hält die Fahrbahn frei und auf einmal, schmeißt er die Türe mit einer Wucht auf. Erzählt was und plötzlich kommt ein scharfer unterton, der durch Mark und Knochen geht, sowie totales ignorieren.

Antworten auf Manuela

Manfred Siem

29. Dezember 2016 um 20:11

Oh man , ihr schreibt mir alle aus der Seele und es tut unendlich weh
Man kann sich noch so bemühen den Menschen zu verstehen aber man kann es nicht
Ich Danke euch allen für euere Kommentare, ich hoffe sie helfen mir sie schneller zu vergessen und den Spuk ein ende zu bereiten

Einen lieben Gruß

Antworten auf Manfred

    Sebastian

    2. Januar 2017 um 16:22

    Ich bin heute auf diese Seite gestoßen. Habe mir die sehr, sehr hilfreichen Kommentare durchgelesen und möchte nun meinen eigenen, teils sehr skurrilen Erfahrungsbericht schreiben. Ich bin 29 Jahre alt (männlich) und habe eine Frau kennengelernt, die 38 Jahre alt ist.
    Ich befinde mich seit fünf Wochen in diesem Zustand. Gefühlt sind es für mich sechs Monate…

    Das ist zwar sehr leicht gesagt, aber: Wer die ganzen Beispiele nicht lesen möchte, dem möchte ich ganz klar folgendes sagen: Lasst es sein, es hat keinen Sinn, ihr macht euch kaputt, ihr verliert euch selbst. Ihr könnt nicht mehr klar denken, ihr dreht euch im Kreis, euer Körper reagiert auf diesen Zustand (bei mir nervliche Anspannung durch Kälteempfindungen und Zittern). Man kann den Betroffenen nicht helfen und schon gar nicht ändern. ES GEHT NICHT!

    Bin auf einer Feier eingeladen gewesen und habe dort die besagte Frau (Ende November 2016) kennengelernt. Ich hatte sie gar nicht auf dem Schirm gehabt, bis sie dem Sitznachbarn sagte, dass dieser mit mir den Platz tauschen sollte. “Damit ich auch noch etwas von Sebastian habe…” Hatte mich dann mit ihr einige Zeit unterhalten, schlussendlich hat sie mich nach Hause gefahren (hatte selbst Alkohol getrunken). Beim Aussteigen streichelte sie mich und fragte, ob wir denn nicht bei mir noch etwas trinken wollen. Sagte ihr, dass das keine gute Idee wäre (war auch schon zu viel Alkohol bei mir im Körper). Ich sagte ihr, dass sie mir ihre Nummer geben soll, was sie auch prompt tat. Beim Aussteigen sagte sie: “Dann lass mich wenigstens noch einmal an dir riechen”.
    Beließ es drei Tage dabei und meldete mich an dem Montag bei ihr per SMS. Die Antwort kam sofort, ab der siebten Nachricht lief alles über Whatsapp. Ich wunderte mich zu diesem Zeitpunkt bereits über ihre Offenheit und ihre Nachrichten. “Hast du immer so eine Wirkung auf Frauen, weiß nicht, was du in mir ausgelöst hast.” Es kamen ständig Nachrichten von ihr, auch an der Arbeit kamen immer Whatsapps. Konnte das teilweise auch gar nicht nachvollziehen. Hatten dann beschlossen, an dem kommenden Freitag etwas trinken zu gehen. An dem Mittwoch rief sie mich plötzlich an und wir telefonierten eineinhalb Stunden. Nach dem Telefonat wieder Whatsapps. Dann kam folgende Frage: “Warum hast du mich am Freitag nicht mit zu dir genommen, du hast doch gemerkt, dass ich mit dir gehen wollte…” Habe mich zu diesem Zeitpunkt noch neutral verhalten wollen und sachlich darauf geantwortet. Am Donnerstag (einen Tag vor dem Date) dann zwei Fragen: “Was bist du bereit morgen zu riskieren ?” und “Nimmst du mich morgen mit zu dir?” “Ja, wenn ich das Gefühl habe, dass es passt…”
    Sie teilte mir mit, dass sie unter Depressionen leide und schilderte auch in aller Ausführlichkeit, was ihr widerfahren ist. Ich war von ihrem Grundvertrauen beeindruckt, aber dachte nicht über mögliche Folgen nach!

    An dem Freitag waren wir in der Bar, sie sah unglaublich gut aus und der Altersunterschied ist überhaupt nicht aufgefallen. Und dann habe ich sie auch zu mir mitgenommen. Das war eine sehr intensive Nacht und auch sehr zärtlich. Wir haben es beide total genossen. Am Samstag Morgen lagen wir noch eng umschlungen und sie hat auf jede Berührung reagiert und diese erwidert. Ihr war aufgefallen, dass mein Arm kalt war und hat diesen gestreichelt und in die Decke gepackt. Habe später erfahren, dass sie das erste Mal (nach drei Jahren) wieder eine Nacht neben einem Mann verbracht hat und nicht nur Sex und wieder fahren. Es war einfach unglaublich schön mit uns und dann begann der Albtraum!

    Auch am Samstag Morgen haben wir uns mehrmals beim Spazierengehen geküsst, sodass sogar mein Hund eifersüchtig wurde und an uns hoch sprang und uns trennen wollte. Und nun kommt das, was man als “normaler Mensch” nicht ertragen kann.
    Sie fuhr gegen 11 Uhr und wir sagten, dass wir in den kommenden Tagen telefonieren sollten. Um 11:35 Uhr rief sie mich schon an und sagte, dass sie jetzt gleich was essen müsste und im Anschluss schlafen, fragte zugleich, ob es mir gut ginge…
    Da war schon Gefühlschaos bei mir. Die nächsten Stunden sollten brutal werden!
    Whatsapps vom gleichen Tag:
    18:21 Uhr: “Ich fühle mich willenlos in deinen Armen und wünschte dich jetzt unter meine Decke auf der Couch”
    20.23 Uhr: “Du bist so lieb und ich bin zu abgefucked für dich, lass uns Freunde sein, das bleibt ein einmaliges Erlebnis.”
    War zu diesem Zeitpunkt bei Freunden, da ich dort eine Einladung hatte. Das war richtig übel!
    Um 01:13 Uhr schickt sie mir “Bilder” von sich und Zitate, die ich jetzt nicht nennen werde!
    Ich rufe sie an und frage, was das soll. Sage ihr, dass sie auch her kommen könnte oder ich zu ihr. “Nein, auf keinen Fall (meine Eltern sind da und ich bin hier in meinem Jugendzimmer…) und ich komme heute auch nicht mehr zu dir.” Aufgelegt.
    Im Anschluss wieder Whatsapp mit der Frage, was ich gerne mit ihr machen würde…

    Treffen am Donnerstag darauf: Sie vergaß einen Ring und zwei Armbänder und holt sie ab. Ruft mich dazu um 20:30 Uhr an und fragt, ob sie mal vorbeikommen dürfte. Und ich freute mich noch… Wir treffen aufeinander, wir umarmen uns. Sie sagt: „Ich muss aber gleich wieder weg.“ Freut sich über meinen Hund, streichelt ihn und hat Leckerlis dabei. Beim Abnehmen der Leckerlitüte stellt sie fest, dass meine Hand kalt ist. „Oh, du hast aber kalte Hände.“ Wir setzen uns auf die Couch und sie legt meine Hand zwischen ihre Oberschenkel. Ich will sie küssen, sie sagt, sie hätte Knoblauch gegessen und will das nicht. Stimmt auch mit dem Knoblauch. Dann steht sie auf und sagt, dass wir uns jetzt erst einmal nicht mehr sehen sollten. Ich halte sie fest und rede auf sie ein. Sie streichelt meinen Oberarm und ich küsse sie. Zitat von ihr „Hätte ich gewusst, dass ich dich heute küsse, hätte ich nicht Knoblauch gegessen“ Dann streichle ich ihren Kopf und sie schüttelt sich und meint, dass sie nicht schon wieder Gänsehaut von mir bekommen will und flüchtet…
    Zwei Stunden später schreibt sie mir per Whatsapp, dass wir Freunde sein können, mehr kann sie sich nicht vorstellen. Sie hätte zu viele Bedenken und es wäre zu kompliziert.
    Ich schreibe ihr, dass ich sie aber will und sie vorhin es auch nicht durchziehen konnte mich zu ignorieren.
    Antwort: „Ich will dich nicht, ich will dich nicht, ich will dich nicht, ich will dich nicht, ich will dich nicht. Lass es sein, entscheide nicht für mich, damit machst du es nur noch schlimmer…“

    Danach war ich nicht nur geschockt, sondern dann war auch erst einmal Ruhe für drei Tage. Hatte Selbstzweifel und kapierte überhaupt nicht, was hier ab ging…
    Sie schrieb mir dann immer mal wieder, dass wir doch Freunde sein können, dass sie zu abgefucked wäre für mich, dass sie mich nicht verdient hätte, dass ich ihr zu lieb wäre, dann der Altersunterschied, ihre Eltern (vor allem ihr Vater) wäre schwierig…
    Man muss auch dazu sagen, dass sie bei ihren Eltern wohnt, ein Zustand, unter dem sie leidet. Als ich mal angeboten hatte, bei ihr vorbeizukommen, kam sofort die Nachricht: “NEIN, AUF GAR KEINEN FALL, DAS GEHT MAL GAR NICHT!”. Alles groß geschrieben.

    Wir waren beide am darauffolgenden Freitag (weil gleiche Freunde) zu einem Geburtstag eingeladen. Haben ein gemeinsames Geschenk gekauft.
    Sie schrieb an dem Montag: “Würde gerne mit dir und deinem Hund spazieren gehen. Komme um 13 Uhr, passt dir das?” Wir verabreden uns.
    Am Donnerstag schrieb sie, dass sie erst um 14 Uhr kommen würde…
    Am Freitag rief sie mich an und sagte, dass es mit dem persönlichen Treffen nichts wird, weil ihr sehr übel wäre, sie würde dann um 17 Uhr direkt zum Geburtstag kommen und dort hätten wir ja noch Zeit uns zu sehen…” War sehr sauer darüber, weil wir beide beschlossen hatten, es mit uns “einfach mal laufen zu lassen und uns öfter zu sehen…”
    Zum Geburtstag kam sie dann überhaupt nicht und teilte mir das gar nicht mit, sondern nur dem, der Geburtstag hatte. Dieser sagte mir Bescheid…Bravo!
    Am gleichen Abend kam eine Whatsapp von ihr, dass sie mich morgen (24.12.2016) um 16 Uhr besuchen wolle. Schrieb zurück: “Mal sehen, ob du das einhalten kannst.” Sie kam dann tatsächlich. Und das war der absolute Tiefpunkt!

    24.12.2016:
    Sie kommt, wir umarmen und küssen uns bei der Begrüßung. Wir gehen spazieren. Reden und diskutieren über einige Dinge. Sie bringt wieder Leckerlis mit. Zitat von ihr: „Die sind super gesund. Geben wir unserem (sie und Eltern) Hund auch…”
    Können einige Dinge ausräumen und sie kommt wieder mit Freundschaft…
    200m weiter sage ich ihr, dass ich total Sehnsucht nach ihr hätte und noch andere Dinge, halte sie dabei fest. Irgendwann sagt sie: „Ja, mir geht es doch genauso…“ und flüchtet Richtung Hauseingang, um ihre Tasche zu holen. Ich gebe ihr das erste Geschenk, die CD. „Das wäre aber nicht nötig gewesen.“ Sie küsst mich kurz. Sage ihr, dass sie sich umdrehen soll und die Augen schließen soll. Erzähle ihr dann, dass ich das auch unbedingt für sie kaufen musste. Sie dreht sich um und sieht den Blumenstrauß, steht regungslos da, guckt ihn nur an. Ich halte ihr den Strauß hin und sage: „Hier, ist für dich“. „Du bist verrückt“. Sie schaut den Strauß an und fragt, wie sie das jemals wieder gut machen könnte.
    Wir küssen uns mehrmals.
    Plötzlich Euphorie: „Oh Gott, was soll ich jetzt meinen Eltern erzählen, die denken, ich hätte einen Heiratsantrag bekommen, dann wollen die dich kennenlernen und dann musst du ja zu mir kommen, wie soll ich das denn jemals wieder gut machen?“ Begleite sie im Anschluss zum Auto, sie verstaut den Strauß und steigt noch einmal aus. Wir küssen uns erneut und hatten vorher bereits beschlossen, ab sofort „uns“ offensiver anzugehen. Vor allem hat sie das persönlich gesagt. Hat auch das erste Mal persönlich gesagt, dass sie Sehnsucht hätte. Sie fährt schon später weg als angedacht (17:25 Uhr und nicht 17 Uhr nach Espenau zu der Familie). Die Treffen waren immer so kurz. Sie ist sich bewusst, dass es zwischen uns nicht ohne Gefühle geht! Halte sie vor dem Einsteigen noch einmal fest, sage: „ Nicht gehen, nicht gehen, nicht gehen“. Sie lacht und gibt mir noch einen Kuss und fährt.

    Am 25.12. schreibt sie mir abends, dass sie die CD nicht so toll fände, der Strauß aber ein Traum wäre. Sie hätte jetzt „einige Zeit“ gehabt um über uns nachzudenken[das ist eine Standardformulierung von ihr gewesen, wenn ihr was nicht gepasst hat] und sich gegen mich entschieden. Sie hätte auch Kontakt zu anderen Männern, und mit denen sei es „unkomplizierter“, weil es nur Befriedigung wäre. Ich müsste das akzeptieren. „Mit dieser Entscheidung geht es mir besser“, schreibt sie.

    Frage nach, was das jetzt soll und warum sie mich da gestern verarscht hätte und überhaupt gekommen sei. Antwort einige Minuten später: „Sebastian-ich würde und will dich niemals verarschen, bitte glaube nie, niemals sowas und rede es dir auch nicht ein.“
    Frage dann nochmal nach, warum jetzt alles anders sei und ich mir gerade wie im falschen Film vorkomme. Habe ihr dann auch eigene Zitate von ihr selbst geschickt.
    Antwort: „Kannst du es nicht einfach akzeptieren? Will heute nicht mehr darüber sprechen“.
    Fragte dann nach, ob wir nicht mal telefonieren könnten morgen.
    „NEIN, auf keinen Fall, will auch keinen Kontakt derzeit”.

    Habe dann trotzdem Fragen geschrieben, die ich von ihr beantwortet haben wollte. Hier kleine Auszüge und ja, am nächsten Morgen wollte sie diese plötzlich wieder beantworten. Zitat: “Ich will dir keiner Antwort schuldig bleiben”

    Vier Beispiele:

    1) Warum schreibst du mir, dass du den Strauß nicht verdient hättest?
    „den strauss nicht verdient – er war so riesengroß und besonders – es gab keinen anlass dazu, mir so ein überdimensionales geschenk zu machen. deshalb auch mein spruch, dass es aussieht, als hätte ich einen heiratsantrag bekommen.hab so etwas auch noch nie bekommen in der form“

    2) Hast du Angst davor, dass Gefühle sich weiter entwickeln würden?
    „ ja – ich hätte bedenken, dass die ganze sache zu sehr einfluss auf mich nimmt und mein chaotisches leben (was es momentan noch ist) noch mehr durcheinander bringt“

    3) Warum haben wir uns vor 24 Stunden noch mehrmals geküsst, während heute alles anders ist?
    „habe dich geküsst, weil mir danach war“

    4) Habe ich dir das Gefühl gegeben, mich nicht richtig für dich zu interessieren oder abweisend zu sein?
    „NEIN !! NIEMALS. du bist sehr sensibel und gefühlvoll…sehr bemüht.“

    Hatte zwei Tage später was geschrieben.
    Es dauerte keine 20 Minuten, da rief sie mich an. Sie war sauer und fragte, was das soll. Dann meinte sie, dass es “doch richtig gewesen wäre” mir für Silvester nicht zuzusagen. Habe dann gekontert, dass das wieder so typisch für sie wäre, alles zu Verallgemeinern und meinte, dass das ja bedeuten würde, dass sie doch mit dem Gedanken gespielt hat, doch zu kommen. Keine Antwort dazu. Dann war die Verbindung sehr schlecht und ich fragte, ob wir nicht über Festnetz telefonieren wollen. “Nein, ich will auch nicht lange mit dir reden.” Schlussendlich haben wir wieder über eine Stunde telefoniert. Nach 20 Minuten waren wir wieder auf einer Wellenlänge und sie bemerkte das auch und dann wollte sie das Gespräch beenden. Wir hatten dann wieder darüber geredet, uns öfter zu sehen und am Ende sagte sie: “Hake das mit uns am besten ab, ich kann dir aber Freundschaft anbieten.” Sagte ihr klipp und klar, dass ich das nicht könnte. Ruhe am anderen Ende ohne Aufzulegen. Sie sagte einmal zu mir, dass sie es nicht ertragen könnte, den Kontakt zu mir zu verlieren. Ich legte dann auf.

    Am 31.12.2016 schickte ich ihr noch eine Nachricht, in der ich ihr meine Meinung sagte. Hatte ihr geschrieben, dass sie sich bestimmte Dinge einredet. Ich wäre mal lieb, dann wieder anders und dann wieder anders und dann wieder in Ordnung. Dass sie jedes Wort von mir so auslegt, wie sie es sich gerade vorstellt und dann alles Schlecht redet. Sagte ihr auch, dass wir keine Mitte gehabt hätten und dass man das einfach mal probieren müsste, hatte dann auch Zitate von ihr mit eingebaut. Schrieb noch einmal, dass es aber auch sein könnte, dass ihr “chaotisches Leben” wieder ruhiger verlaufen könnte. Erinnerte sie an ihre Worte, es einfach mal laufen zu lassen, erinnerte sie an den 24.12.2016 und was dort geschehen war, erinnerte sie vor allem an die eigenen Zitate hinsichtlich uns (siehe oben)…

    Ihre Antwort: “Ich brauche jetzt eine Pause und will keinen Kontakt zu dir (zumindest nicht im Januar), bitte respektiere das.”

    Es ist nicht auszuhalten. Jeder Reiz kann in eine bestimmte Richtung führen (Annäherung oder Ablehnung). Der Strauß war mit Sicherheit zuerst eine besondere Geste”Euphorie” (“habe sowas auch noch nie bekommen in dieser Form”). Dann steht der bei ihr daheim und sie sieht ihn oft täglich und dreht durch. Dann hatte sie sich plötzlich “gegen mich entschieden”. Wenige Stunden später schreibt sie offen über das, was sie empfindet.
    Ich werde mich damit abfinden müssen, dass manisch-depressive Menschen nicht beziehungsfähig sind.

    Antworten auf Sebastian

      Peter

      3. Januar 2017 um 15:25

      Aua, Sebastian. So vieles kann ich unterschreiben. Diese Frauen spielen mit Emotionen auf eine derart perfekt – perfide Weise, dass man Angst kriegen könnte. Man(n) verliert geradezu den Verstand.
      Weißt Du, was mir so regelrecht „ins Gesicht springt“? Diese Warnung die sie Dir gegenüber KLAR äußerte. Und es war definitiv eine Warnung: „Ich will dich nicht, ich will dich nicht, ich will dich nicht, ich will dich nicht, ich will dich nicht. Lass es sein, entscheide nicht für mich, damit machst du es nur noch schlimmer…“
      Es klingt, nicht wortgenau aber inhaltlich, wie es I. bei mir gemacht hat. Eben eine im Grunde überdeutliche Warnung. Hätte diese allein gestanden, ohne das betäubende, Dir jeglichen Verstand raubende Drumherum, hättest Du Dich umgedreht und wärst getürmt. So hast Du es, trotz der unglaublichen Deutlichkeit, überhört.
      Genau wie ich. Waren es zwei gravierend deutliche Warnungen:
      1) Ausgesprochen: „Mir wird alles schnell langweilig und dann brauche ich was neues, das mich fesseln kann“ .
      2) Gefolgt von einer Verhaltensweise einige Wochen später anlässlich einer Whisky-Probe in KwH. Wir waren mal wieder offiziell im „off“- Status, aber sie hatte mich bekniet, mitzugehen, zumal sie auch die Reservierung bezahlt gehabt hatte. Gesagt, getan. Sie trug eine Bluse mit lauter darauf abgebildeten Möpsen, erstmal nicht falsch verstehen, also diese Hunde mit den zurückgezüchteten Schnauzen.
      Nach einigen Proben zu viel (Ich selbst trinke nicht und hielt mich an den Knabbereien schadlos) stand sie an einem der Tische bei drei ihr bis dato unbekannten Kerls und sagte, deutlich vernehmbar und zuvor wohl auf die Bluse angesprochen: „Wenn Euch die Möpse gefallen, kann ich sie auch auf den Tisch legen“ Und das tat sie dann auch.
      Ihre Bluse war nur halb aufgeknöpft, ok, aber sie legte ihre Oberweite zwar bekleidet, aber eben tatsächlich auf den Tisch und ließ den Körper dabei ein wenig in die Knie sinken, damit Besagtes auf der Platte zum Liegen kam.
      Dies sorgte bei den „Herren“ am Tisch für Gelächter und eindeutig-zweideutige Sprüche.
      Ich hielt mich bewusst im Hintergrund, war aber schlicht extrem genervt und überlegte, wie ich sie am Schnellsten heim und mich selbst in mein Auto bringen könnte. Zurücklassen wollte ich sie nicht. Blöde vielleicht, aber ich kann nicht aus meiner Haut.

      Als dann der Kontakt zu einem der Herren recht bald zu intensiv wurde, rettete sie sich zu mir und bat mich, sie nach Hause zu bringen. Ich tat das auch, um des Nachts dann das gesamte Schlafzimmer zu putzen, die Betten abzuziehen usw. weil sie sich alles Getrunkene und zuvor gegessene nochmal wörtlich „durch den Kopf gehen“ ließ. Aber lassen wir das ganz Unappetitliche besser weg. Dem ihr aufdringlich, natürlich von ihr selbst provozierten, nachstellenden Herrn hatte ich zuvor ich mein Missfallen mit klaren Worten verdeutlichen müssen. Da die Herren insgesamt zu dritt waren, hätte das auch für mich übel enden können, das weiß doch kein Mensch im Voraus. Dies einfach nur zur Tragweite der evtl. Folgen des Verhaltens eines solchen Menschen.
      Jeder kennt den Ausspruch „In vino veritas“ Im Nachhinein betrachtet ist es einfach eine Weisheit und beileibe kein dahingeplapperter Satz. So wie sich jemand unter Alkohol benimmt, ist er tatsächlich. Ich bin nach I. davon mehr überzeugt denn je.
      Ich empfinde es als sehr angenehm, dass es möglich ist, im Rahmen dieses Austauschs einfach mal ein wenig Luft in der Seele machen zu können. Die Opfer leiden meines Erachtens deutlich mehr und es ist keine Schande und kein Manko, das auch auszusprechen.
      Und ja, Du hast völlig recht. Es gibt KEINE Hilfe und KEINE Heilung. Diese Menschen “können Beziehung nicht” . Traurig, aber eben wahr

      Sebastian

      3. Januar 2017 um 17:18

      Hallo Peter, schön, dass du auf meinen Bericht geantwortet hast. Der Inhalt ist ziemlich krass und zeigt in der Tat, welche Folgen ein normaler Besuch von irgendeiner öffentlichen Veranstaltung haben kann.
      Ich kann auch hier noch etwas ergänzen für meinen Fall.
      Sie sagte nämlich zwei Dinge zu mir…

      1. “Ich wollte eigentlich ohne Slip kommen, damit du mich gleich…Aber habe ich dann doch nicht gemacht, sonst hättest du gedacht: Was ist die denn für eine?” Wir hatten gerade die Bar verlassen und befanden uns auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt. Dachte eher an einen Scherz, weil sie dann auch so lachte…

      2. Hatte ihr von meinem besten Freund erzählt, den ich seit der Schulzeit kenne. Befanden uns zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zu mir. Sagte ihr, dass er seit drei Jahren verheiratet ist. Sie sagte dann : “Wir können ja mal einen Dreier machen ohne seine Frau, wenn du so von ihm schwärmst.”

      Ich hatte mich zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht mit dieser bipolaren Störung auseinandergesetzt. Es gab dazu auch keinen Anlass. Sie wirkte ja normal am Telefon und auch hinsichtlich dem, was sie geschrieben hat.

      Dachte auch eher, dass das Verhaltensweisen sind, die man zusammen in den Griff bekommen könnte. Ich hatte ja keine Ahnung und steckte gedanklich und emotional schon zu tief da drinnen.

      Hier noch einmal der dringende Appell:
      Diese Verhaltensweisen sind NICHT normal und es liegt nicht an euch. Auch wenn ihr dieses offensive Verhalten (wie ich, jeder Mann findet das m.M.n. gut) geil findet, ihr werdet es im Nachhinein bitter bereuen. Man baut automatisch eine emotionale Verbindung zu diesen Menschen auf, weil man davon nicht genug bekommen möchte. Diese Menschen können sich nicht auf andere Menschen “tiefgehender” einlassen. Und wenn sie es versuchen, sind sie selbst überfordert und legen das negativ auf euch aus. Dann seid ihr schuld! Ihr verkompliziert die Sache, ihr werdet Zitat: “zu erdrückend”, nur weil ihr eine gewisse Normalität einfordert, die man eigentlich erwarten muss und die auch normalerweise von einem gesunden Menschen erwidert wird!

      Wie gesagt, die letzten fünf Wochen waren einfach nur verrückt.
      Sie sagte mir beim vorletzten Telefonat, dass die gesamte “Männersituation” sie derzeit überfordern würde und dass sie sich gegen mich entschieden hätte, weil sie wieder “RUHE” bräuchte in ihrem Leben.
      Sie meinte, dass der Kontakt zu mir, sie überfordern würde, weil sie wisse, dass es nicht ohne Gefühle geht bei uns beiden wenn wir uns treffen.
      Sowas bekommt man dann erzählt. Das normale Denken: “Hey, das hört sich ja gut an, wir empfinden beide füreinander etwas und das kann man ausbauen” kann man hier in die Tonne werfen!
      Das bedeutet: “Ich habe keinen Bock, meine gesamte Zeit mit dir zu verbringen und deswegen muss der Kontakt eingeschränkt werden. Habe auch keinen Bock, mir Gedanken darüber zu machen, ob du vielleicht doch ein wichtiger Mensch werden könntest. Das ist mir zu anstrengend. OK, habe jetzt doch darüber nachgedacht und habe hier sogar diesen Strauß hier stehen( scheiße, der sieht gut aus, habe ich noch nie bekommen, verdammt, das ist zu viel…) Lieber treffe ich mich mit anderen Männern und habe mit denen meinen Spaß, die Erlebnisse mit dir behalte ich im Hinterkopf (sie waren sehr schön und auch anders), aber mein Leben ist mir sonst zu langweilig. Mein Leben wäre langweilig, weil du langweilig bist.”

      Peter

      3. Januar 2017 um 21:11

      Mann, Sebastian.
      Ich krieg echt Gänsehaut. Dein letzter Beitrag ist starker Tobak. All diese Worte. Du kommst nicht zufällig aus dem Stuttgarter Raum? Und SIE ist tatsächlich 38 und nicht 45? Also entweder ist es die selbe Person (Zeitlich könnte es ja durchaus hinhauen) oder in den Köpfen dieser Frauen läuft der identische Film ab. Meine Güte, das hat etwas nahezu unheimliches. Alles klingt so übel-vertraut, auch dieser Männerwelt-Unsinn. Dabei sind es diese Charaktere doch selbst, die so offensiv vorgehen. Und dann sind die Männer Schuld, weil sie Emotionen investieren. Meine Herrn, was für ein heilloses Durcheinander haben die im Kopf? Sei froh, dass Du Erkenntnis früher als ich erlangt hast, Sebastian. Ich würde mich selbst physisch und psychisch eher als robust bezeichnen, aber, um es mal so auszudrücken, diese Menschen suchen und finden mit gemeiner Sicherheit Deinen schwachen Punkt. Diesen im fatal-genialen Zusammenspiel mit Deinen (und ihren eigenen) Endorphinen nutzen sie, um Dich nahezu unfähig zu machen, Dich gegen sie zur Wehr zu setzen.
      Sie machen so lange, bis Du offen Deine Emotionen zeigst. Dann kommt der Tritt in die Seele. Offenbar brauchen sie das. Die ich meine trägt immer noch den Namen ihres ersten Mannes. Auch spricht sie noch immer von ihm, als sei er ihr nicht davongelaufen. Als ich sie kennen lernte, erzählte sie mir von zwei Männern, die sie nach ihrer Ehe hatte. Während unserer, naja, Beziehung, kristallisierten sich dann 8 heraus…ganz sukzessive. Wenn ich Sie dann darauf ansprach, wirklich nur mit einfachen Fragen, tobte der dritte Weltkrieg in verbaler Form. Über die Dunkelziffer auf Festivals und co. möchte ich lieber nicht mehr nachdenken. Nicht falsch verstehen, es geht mich nichts an, wie viele Kerle sie vor mir hatte. Aber weswegen diese Lügen im Vorfeld? Und dann immer wieder nach meinen Fluchten diese “Hilflose-Mädchen” Masche. Mann…Ich brauche Dich, ich vermisse Dich. H.D.L. usw, die hat auf mir gespielt wie auf einem Klavier. Das nervt vielleicht im Nachhinein, kann ich Dir sagen.
      Ich glaube mittlerweile fest, sowas passiert mir NIE wieder. Dir wünsche ich das Selbe, Sebastian.
      Die Zeichen hast Du ebenso erkannt wie ich. Wir sind nun geimpft und immun, oder? 🙂

      Mich würde wirklich interessieren, wie es Anna geht. Marco oder Jeanette, Ferdinand, Yve, Sanna oder Carmen, die hier auch schon gepostet haben. Meldet Euch doch mal wieder zu Wort.
      Es grüßt Euch und alle , die den Weg hierher auch finden ganz herzlich Peter

      Sebastian

      4. Januar 2017 um 13:57

      An alle, die sich nicht sicher sind, ob sie einen manisch-depressiven Menschen in der “zügellosen Phase” kennengelernt haben. Hier ein paar Merkmale, auf die man achten kann. Und ja, mir kam das auch komisch vor, hatte mir in dem Moment aber noch nichts dabei gedacht. Wenn man zuerst an jemandem interessiert ist, erkennt man diese Warnsignale erst dann, wenn man selbst schon zu tief in der Sache steckt.

      Das Alles ist beim “ersten Date” aufgetreten:

      -immer wieder mal Andeutungen hinsichtlich sexueller Fantasien, die weit über das hinaus gehen, was ein (selbst sexuell offener Mensch) bei einem ersten Treffen von sich geben würde. Fantasien z.b. hinsichtlich Sex mit euren Freunden…
      -beobachtet andere Leute. Guckt anderen Männern/Frauen hinterher, obwohl ihr euch gegenüber sitzt. Das kann auch durchaus dasselbe Geschlecht sein!
      -der Gegenüber wirkt abwesend (oder teilweise abwesend), während ihr mit ihm/ihr sprecht.
      -er/sie erzählt beim 1. Treffen von den sexuellen Erfahrungen in der Vergangenheit und kommt sich dabei Besonders vor. Euphorisches Verhalten.
      -er/sie versucht euch abzufüllen

      Hier noch ein paar Beispiele dazu:
      Sie wollte, dass ich immer mehr Alkohol trinke, sowohl in der Bar als auch auf dem Weihnachtsmarkt. Ließ mich darauf aber nicht ein. Unterstellte mir, sie begrapscht zu haben, um dann gleichzeitig meine Hand zu nehmen und unter ihrem Rock zu platzieren. Wir standen auf dem Weihnachtsmarkt und ich meinte, dass wir uns das besser für später aufheben sollten…

      Erzählte mir von ihrem Erlebnis in einem Stadion während eines Fußballspiels: Saß auf dem “Schoß” ihres damaligen Freundes, während eine Decke darüber war.

      Erzählte mir von einem Mitarbeiter ihres Vaters (Mitarbeiter war verheiratet), mit dem sie sich heimlich getroffen hätte. Sie hätte dann Schluss gemacht, weil angeblich ihr Vater ihn sonst gefeuert hätte. Daraufhin wollte er sich umbringen. Den Wahrheitsgehalt kann man natürlich nicht nachvollziehen.

      Zuerst dachte ich an Einbildung, mittlerweile glaube ich fest daran. Sie hat andere Frauen beobachtet und auch andere Männer, während wir miteinander gesprochen haben. Das waren jeweils nur wenige Sekunden, aber dass das ein ziemlich beschissenes Gefühl ist, brauche ich wohl nicht weiter zu erklären! Später (in der Nacht), kam sie auf ein Mädel zurück, das uns schräg gegenüber in der Bar saß (um die 20). Sie meinte, dass ich “die doch auch gerne mal gefi… hätte”, da könnte ich doch ehrlich mit ihr sein.

      Ihre Vorstellung hinsichtlich meines verheirateten, besten Freundes habe ich ja bereits geschildert!

      Wenn man sich “unvorbelastet” in solchen Situationen befindet, denkt man eher: OK, die ist richtig scharf auf dich, was auch definitiv der Fall ist! Man denkt nicht, dass dahinter eine Grundeigenschaft steckt, die man niemals in den Griff bekommen kann.

      Als sie mich beim ersten Treffen auf der Feier nach Hause gefahren hat, sagte sie: “Lass mich wenigstens noch einmal an dir riechen.” Dabei hat sie lustvoll gestöhnt und gesagt: “Hmm, du riechst sooo gut”. Welcher Mann soll da bitte cool bleiben? Die Männer bei “Peters Whisky-Probe” können auch nichts dafür, wie sie sich verhalten haben…Peter, das war eine abartige Situation für dich, ich kann mir das gut vorstellen!

      Jede krasse Abfuhr ist besser, als solche Situationen durchzumachen. Man weiß niemals, wie man gerade steht! Man ist (auch wenn sich das schlimm anhört), ein weiteres Ersatzteil im Portfolio, auf das nach Lust und Laune zugegriffen wird. Damit man das auch bleibt, werden hoffnungsvolle Nachrichten, aber auch verletzende Nachrichten verschickt, um Nähe oder Distanz beim Anderen auszulösen.
      In meinem Fall ist derzeit Distanz angesagt. Zitat: “Ich will derzeit keinen Kontakt zu dir (zumindest nicht im Januar). Bitte respektiere das.” Letztendlich will sie damit erreichen, dass ich denke: “Oh Gott, wie soll ich das denn aushalten, ihr jetzt nicht mehr zu schreiben?” Sie wartet sehnsüchtig auf eine Nachricht von mir, um sich sagen zu können: “Wusste ich es doch, den kann ich kommandieren. Der schafft es nicht, mir NICHT zu schreiben.”
      Ich bin sehr gespannt, wie sie mir gegenüber reagieren wird, wenn sie überhaupt nichts mehr bekommt. Denn die Kehrseite ist folgende: Diese Menschen reagieren äußerst sensibel, aggressiv und verletzend, sobald sie merken, dass jemand sie fallen lässt.

      Ich kann nur noch einmal sagen: LASST ES SEIN! IHR VERLIERT EUCH! IHR VERLIERT JEGLICHES VERTRAUEN IN ANDERE MENSCHEN!

      Und ich schreibe das für einen Vorgang, der jetzt gerade mal fünf Wochen gelaufen ist. Man verliert vollkommen das Gefühl für die Zeit. Habe nicht umsonst geschrieben, dass es mir wie ein halbes Jahr vorkommt. Die inneren Zustände sind allgemein nur sehr schwer in Worte zu fassen.
      Diese beiden Worte versteht jeder: DRECKIG, ABARTIG!

      Peter

      4. Januar 2017 um 18:55

      Wow. Sebastian, 29 und den analytischen Verstand eines Professors mit 40 Jahren Psychiatrie-Erfahrung. Respekt, ganz aufrichtigen Respekt.
      Ich nicke beim Lesen selten so oft, wie ich es bei Deinen Texten tue. Natürlich zunächst der beinahe identischen Erlebnisse wegen.
      Es beruhigt mich aber auch teils. Grund: Auch Du bist trotz Deiner Präferenzen voll reingelaufen. Du verstehst, was ich zum Ausdruck bringen möchte? Für mich der Beweis, dass niemand, und ich meine auch niemand, gegen die Waffen dieser Leute gefeit ist. Sie sind allesamt Virtuosen auf uns, den Instrumenten. Du nennst es treffend „Ersatzteile“, andere „Befriedigungen“ usw.
      Also ich habe selten so viel Information, Emotion und doch (so weit möglich) Sachlichkeit erlebt, wie hier an diesem Ort, dieser Seite und zu diesem wirklich brisanten Thema.
      Und Dein weg, als aufrechter Sieger aus dem Ring zu gehen, ist der einzig richtige. Deine wohl wieder voll angesprungene Ratio nebst Deinem Instinkt sind Gold wert.

      Sebastian

      5. Januar 2017 um 23:01

      So, schreibe jetzt noch einmal Einiges, weil ich denke, dass es durchaus helfen kann (nicht nur mir).
      Hintergrundinformationen hatte ich nicht. Ich hatte mich (erst nach vier Wochen mit dieser Frau) mit dem Thema “manische Depression” tiefgehender beschäftigt. Sie sagte zwar, dass sie anders sei und dass ich einen “kleinen Einblick bekommen soll” hinsichtlich dem, Zitat: “Wie anders ich bin…”
      Vielleicht wollte sie mich sogar auf das vorbereiten, was nach dem Treffen passieren würde, aber ganz ehrlich, das ist unmöglich zu durchblicken. Es war ja auch nicht das Zentrum unserer Gespräche. Und wenn man Interesse hat, sieht man Vieles “gelassener”.
      Sie erzählte mir beispielsweise im Vorfeld (vor dem Treffen) am Telefon, dass sie vor drei Jahren in ihrer Wohnung (damals wohl mit festem Partner) ausgerastet sei. Die Polizei musste sie “ruhig stellen” und sie verbrachte drei Monate in einer Klinik. Im Anschluss kehrte sie zu ihren Eltern zurück. Sie nimmt unterschiedliche Pillen, von denen sie eine “Anti-Lust-Pille” nennt. Vor kurzem wurde die Gesamtdosierung gesenkt (drei Wochen her).
      Ich habe mir natürlich zuerst darüber Gedanken gemacht, warum sie damals so ausgetickt ist und dann machte ich mir gleich positive Gedanken. Dachte, dass das ja drei Jahre her ist und sie einen sehr netten, intelligenten und auch gefestigten Eindruck über Telefon gemacht hat.

      War/bin kein Fachmann. Bin ein normaler Kerl, der eine Frau kennen lernen wollte. Die 9 Jahre Altersunterschied in unserem Alter kann man ja ohnehin (denke ich) eher vernachlässigen, da die Grundvoraussetzungen nahezu identisch sein sollten. Daher habe ich darin auch kein Problem gesehen. Sie später umso mehr, weil sie sich immer wieder Dinge negativ einredete, um sie gegen “UNS” (so ihre Formulierung) auszulegen.
      Nachdem ich mich im Internet “eingelesen” hatte, bin ich erst einmal schockiert gewesen. Ich konnte plötzlich einige Verhaltensweisen den jeweiligen Phasen zuordnen. Das ist quasi wie eine Excel-Tabelle, der ich plötzlich bestimmte “Erlebnisse” zuordnen konnte.
      Wollte es zuerst nicht glauben. Klar, wenn man schon viel investiert hat (und das muss man so oder so, vor allem nervlich), gibt man sich mit der Realität erst einmal nicht gerne ab.
      Habe mir dann zwischendurch immer wieder eingeredet, dass “wir das schon wieder hinbekommen”, die braucht nur ein gewisses Grundvertrauen.
      Jede halbwegs positive Nachricht wird als Meilenstein gefeiert, als echter Durchbruch.

      GANZ WICHTIG: Man kann diese Nachrichten wirklich ernst nehmen, weil sie das ausdrücken, was gerade (also just in dem Augenblick des Verfassens) empfunden wird.
      Hier mal ein paar Auszüge (evt. Doppelposts von vorherigen Nachrichten):

      “Du bist so ein liebevoller Mensch und ich habe dich nicht verdient”
      “Ich fühle mich willenlos in deinen Armen, keine Ahnung, was du in mir ausgelöst hast”
      “Ich wünschte dich jetzt unter meiner Decke”

      Und nun ein paar Gegenbeispiele. Diese Nachrichten kamen teilweise im Anschluss an eine positive Nachricht. So erhielt ich das dritte obige Beispiel zuerst und eineinhalb Stunden später folgendes:
      “Ich bin zu abgefucked für dich. Lass uns Freunde sein, mehr kann ich mir nicht vorstellen.”

      Was ich gelernt habe: Manisch-depressive Menschen sind höchst egoistisch. Sie scheren sich eigentlich einen Dreck darum, wie es dem geht, der eine Aussage an den Kopf geknallt bekommt oder wie eine Nachricht ankommt.

      Nüchtern betrachtet, wurden hier unterschiedliche Phasen durchlebt in einer sehr kurzen Zeit. Persönlich betrachtet ist das einfach nur Scheiße und etwas, das man keinem Menschen zumuten sollte!

      Und gerade deshalb kann man sich nie auf irgendetwas verlassen. Man muss quasi den Moment leben und weiß nicht, ob in der nächsten Minute, Stunde die ganze Sache wieder anders aussieht.
      Mein erstes Beispiel dafür ist das Treffen, das sie persönlich vorgeschlagen hat. Zwei Tage später hat sie dieses um eine Stunde nach hinten verschoben mit folgender Begründung: “War heute ein total anstrengender Tag, komme deswegen morgen um 14 Uhr und nicht 13 Uhr.” Die Whatsapp kam übrigens um 20:18 Uhr am Tag vor dem Treffen. Das Treffen fand ja nicht statt (hatte ich in einem vorherigen Post geschildert).
      Das zweite Beispiel in meinem Fall sind die krassen Stimmungswechsel vom 24.12.2016 zum 25.12.2016 und dann am 27.12.2016.
      24.12.2016: Erst will sie “uns” in der Priorität nach oben legen, ist euphorisch und wir küssen uns, lachen zusammen.
      25.12.2016: Kommt eine Whatsapp: “Habe jetzt einige Zeit gehabt, über uns nachzudenken. Habe noch Kontakt zu anderen Männern und dort ist es “unkomplizierter”. Habe mich deswegen gegen dich entschieden, das musst du akzeptieren”.
      Unter unkompliziert meint sie (hat sie mir dann im Gespräch erklärt), dass sie bei “uns” immer mit differenzierten Gefühlen konfrontiert ist und sie Angst hätte, dass, Zitat: “mein derzeit chaotisches Leben dadurch noch weiter aus den Fugen gerät”, weil, anderes Zitat: “du hast einen ziemlichen Einfluss auf mich gehabt…”.
      Ich habe gelernt, dass man hierin NICHT DIE POSITIVEN ZEICHEN lesen darf.

      Bitte glaubt mir, ihr dürft euch NICHT AN DEN POSITIVEN NACHRICHTEN aufmuntern, denn das wäre der erste Schritt Richtung Abhängigkeit von solchen Menschen! Erging mir nicht anders!

      So traurig es ist, man sollte die negativen Nachrichten ernst nehmen. In diesen steckt der eigentliche Charakter!

      Nun noch einige (subjektive Einschätzungen, ohne Anspruch auf Richtigkeit ) hinsichtlich dem, wie man sich davor schützen kann, wie man damit umgehen sollte, was das mit einem selbst macht und wie man wieder daraus kommen kann.

      Wie kann man sich schützen?
      Meiner Meinung nach kann man das nicht. Wir sind alles Menschen mit Gefühlen und jeder Mensch will glücklich sein. Es ist vollkommen normal, dass Glücksgefühle entstehen, wenn man eine neue Person kennenlernt und sich mit dieser auf einer Wellenlänge befindet, sprich, die Grundchemie stimmt.
      Dann ist es doch normal, dass wir uns mit dem Gegenüber auseinandersetzen möchten und dann schaltet das Gehirn Warnsignale ab. Ich wäre auch nicht auf die Idee gekommen, mich im Vorfeld mit einer bipolaren Störung auseinanderzusetzen. Daher gehe ich auch davon aus, dass alle, die das lesen, sich bereits sehr tief in dieser Misere befinden.
      Meiner Meinung nach könnten höchstens Experten den Hebel umschalten und beim Kennenlernen erkennen, dass der Gegenüber “gestört” ist.

      Was macht das mit einem?
      Hier muss man wohl unterscheiden. Da hilft wohl nur, sich selbst zu fragen, was empfindest du für diese Person? In meinem Fall muss ich ganz klar sagen, dass ich mich in sie “verknallt” hatte nach dieser Nacht. Ich wollte mehr von ihr, wollte sie so schnell wie möglich wiedersehen. So (denke ich) kann ich bei mir vom “höchsten Ausmaß” ausgehen.
      Eigene Empfindung: Reaktion der Person, die man kennen gelernt hat
      – Sehnsucht (wird zuerst von der Person geteilt = Manie)
      – Unverständnis, Panik, Übelkeit, Ärger (Ablehnung =Depression)
      – Freude, Lust (positive Nachrichten, schickt Bilder von sich=Libidophase)
      -Schlafstörung, nervöse Unruhe,
      Unzufriedenheit, Abhängigkeit von einem “Lebenszeichen”

      Oft gehen diese Phasen ineinander über. Kein Wunder, wenn auf eine positive Nachricht relativ schnell eine negative folgt oder andersherum.

      Wie sollte man damit umgehen?
      Erst einmal kann man das nicht. Man sitzt in einer Achterbahn und fährt den ganzen Tag im Kreis. Habe festgestellt, dass ich mit drei Stunden Schlaf ausgekommen bin. Selbst nachdem ich die Hinweise gelesen hatte, dauert es einige Zeit, bis ich die ganze Situation “neutral” betrachten konnte. Wie bereits erwähnt, wenn man selbst sehr viel investiert hat, zieht man sich nicht einfach aus etwas zurück.
      Auch wenn es verdammt schwer ist, man sollte die ersten Anzeichen ernst nehmen und sich dazu zwingen, von nun an vorsichtiger zu sein.

      Wie kommt man da raus?
      Die Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Das stimmt hier nur bedingt. Wie nun mehrmals beschrieben, will man sich nur schwer von “solch einem Menschen” lösen. Man baut sehr schnell eine Verbindung auf, will helfen. Man redet sich ein, dass man es mit der Zeit heilen wird. Ganz schlimm finde ich diese Abhängigkeit, die auch ich entwickelt hatte.
      Bin aufgestanden, schaute sofort aufs Handy. Wann war sie zuletzt bei Whatsapp online? Scheiße, bis 03 Uhr? Was hat die gemacht, wem hat sie geschrieben? Werde nicht Paranoid!
      Immer wieder aufs Handy schauen.
      All das kommt daher, dass “diese Menschen” zuerst brachial in euer Leben treten (siehe meine Geschichte). Sie klopfen nicht, sie treten gleich die Türe ein. Ich bekam zu Beginn ständig Whatsapps. Nach dem Treffen kamen Horrornachrichten. Hat man symbolisiert, dass man eine menschliche Reaktion namens “Gefühle” entwickelt hat, werden die Nachrichten auf ein Minimum beschränkt. Damit muss man erst einmal klar kommen.
      MEIN TIPP (AUCH WENN ES SCHWER FÄLLT): Handy aus!

      Bei mir hat es Klick gemacht nach dem 25.12.2016, das hat dann “das Fass zum Überlaufen gebracht”.

      Man kann es absolut nicht rational erklären, warum man so mit sich umspringen lässt. Wenn man sich davon etwas gelöst hat, fühlt man sich, als wenn man sich für den Zeitraum des Zustands, abgeschafft hatte.
      Möchte hier noch einmal darauf verweisen, dass ich mich gerade in der fünften Woche befinde. Ich möchte es mir lieber nicht genauer überlegen, wie sich Betroffene fühlen müssen, die das über Jahre “ertragen”.
      Lässt man sich darauf komplett ein, gibt man die eigene Persönlichkeit an der Eingangstür ab und darf dann erst die Wohnung betreten. Und die andere Person entscheidet, wann ihr wieder die Wohnung verlassen dürft.

      Ich bin derzeit auch noch nicht darüber hinweg, dafür waren die letzten fünf Wochen einfach zu schön, zu krank, zu skurril.
      Das ist eine sehr explosive Mischung, die ich keinem wünsche!

      Werde in der nächsten Zeit immer mal wieder hier vorbeischauen und berichten, wie es weiter geht. Aktuell ist ja immer noch der Januar Status (von ihr ausgerufen): “Will keinen Kontakt, zumindest nicht im Januar, bitte respektiere das”.
      Gut so, denn ich habe auch nicht mehr vor, irgendetwas zu unternehmen.

      Sebastian

      5. Januar 2017 um 23:47

      Eine Sache ist mir gerade noch aufgefallen. Whatsapp ist die genialste Erfindung überhaupt für manisch-depressive Menschen.
      So können sie noch schonungsloser Nachrichten übermitteln, ohne dabei den direkten Kontakt und die dazugehörige Reaktion erleben zu müssen.
      Aus diesem Grund hat sie bei mir auch zuletzt gar nicht mehr telefonieren wollen. Sobald ich sie mit direkten Zitaten von ihr zur Rede stellte, wollte sie das Gespräch beenden oder “Ich will nicht mehr darüber diskutieren”.
      Telefonieren war eigentlich nur drinnen, wenn sie selbst “Sicherheit” verspürte, oder wenn sie mir ihre Fassungslosigkeit (über eine Nachricht beispielsweise) an den Kopf knallen wollte. Dabei war sie dann natürlich schonungslos. Dachte wohl, dass ich mir das gefallen lassen würde. Als ich mit einem Zitat von ihr konterte, kam dann folgende Aussage: “Wollte eh nicht lange mit dir telefonieren”. Dass wir dann trotzdem über eine Stunde telefonierten, spielt aber auch keine Rolle mehr.
      Vor dem Treffen war das anders. Da fiel das Telefonieren natürlich leichter.
      Wundert euch also bitte nicht, falls das miteinander Telefonieren zuerst kein Problem darstellt und später immer wieder auf Ablehnung stößt.

      Manuela

      6. Januar 2017 um 16:05

      Hallo Sebastian,

      Eine Frage an dich.
      Ich habe jemanden kennen gelernt, er war mal drei Wochen da und verschwand für gewisse Zeit und tauchte wieder auf als ob nichts gewesen wäre. Plötzlich reden und dann wieder nicht, redete ich mit anderen Männern war er eifersüchtig und fuhr mit Vollgas auf mich zu oder sah mich an, mit so einem Blick dass man dachte wenn blicke töten könnten. Ich sagte ihm damals ich gab keinen Freund er glaubte nicht und sah in allen einen. Dann kannte er mich wieder nicht und auf einmal wieder, man redete ganz normal auf einmal kommt das kotzt mich an. ich dann nur fragezeichen im kopf.Das nächste was war, sah er mich mit meinen Kumpels, kam dieser komische Blick. Ich muss dazu sagen der Blick ist kalt, er wirkt im allgemeinen kalt, gebeugte Haltung. Dann war mein Auto in der Werkstatt ich fuhr mit einem, wo er nicht kannte, da fiel mir auf bei der zweiten Begegnung, dass er als er das Auto sah, die Hand vor sein Gesicht hob,ich hatte das Gefühl als ob er meinte, er wird verfolgt. Dies fiel auch meiner Freundin auf, auch sind alle Rolos unten.
      Das seltsame ist, wir waren nie zusammen. Ich kam mir vor als ob ich in seinem Kopf die Freundin von ihm war. Meine Freunde warnen mich. Sie trauen ihm nicht. Man sieht ihn viel alleine und immer mit gesenktem Kopf. Geht das auch schon in die Richtung?

      Sebastian

      6. Januar 2017 um 18:24

      Hallo Manuela,
      ich kann das natürlich nur aus der Ferne versuchen einzuschätzen (und ohne Expertenwissen).
      Das was du beschreibst, zeugt auf jeden Fall von einer Person, die über ein sehr, sehr geringes Selbstwertgefühl verfügt. “Hände vors Gesicht halten”, Rollos unten =Abschottung. Auf der anderen Seite Aggressionen gegenüber dir (auf dich zu fahren) und Eifersucht.
      Grundsätzlich ist es so (habe zumindest ich festgestellt), dass manisch depressive Menschen meinen, andere Menschen in Beschlag nehmen zu können, sie versuchen sie zu kontrollieren und reagieren dann auch sehr emotional, wenn man sie fallen lässt oder sich nicht mit ihnen beschäftigt. Daher könnten auch diese Reaktionen kommen mit dem “auf dich zu fahren” oder der Eifersucht. Ich entnehme deiner Aussagen, dass ihr eigentlich “keinen Status” habt. Liege ich da richtig?
      Sollte das nämlich der Fall sein, wäre das auch ein typisches Verhalten. Er denkt sich einen Status aus und nimmt ihn als gegeben hin. Der kann sich aber morgen schon wieder verändern. Siehe meine Geschichte. Am 24.12.16 noch mit dem Gedanken “uns öfter zu sehen und es offensiver anzugehen” und 24 Stunden später komplette Ablehnung. Da wird sehr egoistisch einfach entschieden und dem anderen die derzeitige Stimmung vor den Kopf geknallt.

      Ich werde aus den drei Wochen nicht schlau, wo er “da gewesen” ist. Was bedeutet das genau? Regelmäßiger Kontakt?
      Sollte das der Fall sein, wäre die Wandlung auch total normal für einen manisch depressiven Menschen. Das hängt mit den Reizen zusammen. Jeder Reiz (nebeneinander liegen, reden, lachen, etwas zusammen anschauen, in der Küche sitzen etc.) kann in Stress ausarten und irgendwann zu einer Reizüberflutung ausarten. Dann ziehen sich manisch-depressive Menschen zurück, flüchten, brechen den Kontakt ab. 3 Wochen sind schon eine lange Zeit…

      Dann kommt er zurück und denkt, er könnte dort weiter machen, wo er aufgehört hat und hat in seinem Kopf irgendeinen Status. Offensichtlich, dass ihr beide zusammen seid.
      Ich wäre an deiner Stelle sehr vorsichtig, die ganze Geschichte hört sich sehr “ungesund” an.

      Manuela

      6. Januar 2017 um 21:54

      Ja so ist es, wir haben keinen Status, bzw. Keine Beziehung. Nach den drei Wochen steht er im Raum und ruft laut Hallo guten Morgen, wie wenn nichts gewesen wäre, lacht Macht quatsch. Ich hab sogar die Zeiten verändert wenn ich zu Arbeit fahren am zweiten oder dritten steht er wieder da, hebt Türe auf, hält die Fahrbahn frei und auf einmal, schmeißt er die Türe mit einer Wucht auf. Erzählt was und plötzlich kommt ein scharfer unterton, der durch Mark und Knochen geht, sowie totales ignorieren.
      In den drei Wochen war er regelmäßig da, was mich so beschäftigt ist, dass ich ihn nur, ich sag mal, vom sehen kenne, wir haben schon miteinander geredet. Er war noch nie bei mir. Ich mag schon gar nicht mehr anderen Hallo sagen, die ich auch jeden Morgen sehe.

      Das bei dir ist schon hart.

      Sebastian

      7. Januar 2017 um 17:49

      Manuela, was auch immer das ist, du solltest ihm klar machen, dass er dich in Ruhe lassen soll, wenn du keinen Kontakt wünscht.
      Es kommt so rüber, dass du kein besonderes Interesse an ihm hast und eher Bedenken/Angst vor seinen Reaktionen.
      Also, wenn da zuvor nichts zwischen euch “gelaufen” ist, scheint er total überfordert zu sein, einer Frau “vernünftig” zu zeigen, dass er sie interessant findet.
      Und weil er das nicht hinbekommt, wird er sehr schnell sauer und eifersüchtig, weil es anderen Leuten leicht fällt, mit dir zu reden oder an dich heranzutreten. Dann kehrt er (meiner Meinung nach) die Sachlage um und sieht in dir die Schuldige, dass er den Kontakt nicht aufbauen kann. “Du lässt dich nur auf andere Leute ein, aber nicht auf ihn”, so könnte er denken.
      Sind alles sehr merkwürdige Verhaltensweisen und riecht nach Problemfall.

      Manuela

      7. Januar 2017 um 18:41

      Sebastian, danke.
      Problemfall? Sein Verhalten war von Anfang an komisch. Du hast Recht, seinen Reaktionen sind die, wovor ich Angst hab. Gewarnt wurde ich von meinen Freunden. Ich sehe ihn auch immer alleine mit gesenktem Blick. Tut gut mal zu reden.

      Wie geht es dir?

      Sebastian

      8. Januar 2017 um 16:42

      Würde ihm (an deiner Stelle) klar verständlich machen, dass er dich in Ruhe lassen soll, wenn er wieder so komisch macht. Vor allem, da du offensichtlich kein Interesse daran besitzt, ihn kennenzulernen. Was man ja auch anhand deiner Schilderungen verstehen kann.
      Könntest ihm ja auch die Frage stellen: “Was möchtest du eigentlich von mir?” “Was erwartest du denn von mir?” Und dann könnte man ihm sagen, dass du das nicht so willst oder wie auch immer…

      Wie es mir gerade geht? Auf-und ab. Mal kann ich abschalten und mich gedanklich lösen. Gestern musste ich fast den ganzen Tag an den Zustand denken (hatte aber die Nacht zuvor auch von ihr geträumt). Heute geht es wieder besser.
      Wenn man Gefühle entwickelt hat und eigentlich im “Pause-Modus” offiziell ist, man aber selbst weiß, dass es keinen Sinn mehr macht für einen Neustart, ist das sehr schwierig.
      Und wie sie reagieren wird nach einer gewissen Zeit, muss ich auch noch abwarten.
      Schlussendlich muss ich meinem Verstand zu 100% klarmachen, dass ich da nur als “Verlierer” rausgehen würde. Eine sehr komische Situation.
      Mit diesen ständigen Widersprüchen und dem hin-und hergerissen sein in den vergangenen Wochen, da ist einfach Ruhe auch “ungewohnt” und auch störend.
      Im Prinzip bin ich total unzufrieden, sauer.
      So Vieles zusammen und deswegen Chaos im Kopf.
      Bin aber zuversichtlich, dass sich das mit der Zeit legen wird.

      Peter

      8. Januar 2017 um 19:16

      @ 8. Januar 2017 um 16:42.
      Hallo, Sebastian und natürlich alle anderen Betroffenen. Deine Schlussfolgerung ist absolut korrekt. Nur kommt nun der schwierige Weg. Wenn “ES” stärker wird als Deine Ratio, Du sie nur sprichst und sie das wittert, bist Du erledigt. Die beherrschen diese Klaviatur leider perfekt und dann kommt der freie Fall wieder. Ich soll Dir von einer lieben Seele, die ich hier gerade kennenlerne und die den blog auch las folgendes mitteilen: “Lauf, Forrest,lauf.” Ich habe dem bestenfalls ein “und schau nicht zurück” hinzuzufügen.
      Peter

      Sebastian

      9. Januar 2017 um 18:15

      Peter, danke für die Worte. Und es freut mich, dass du „eine liebe Seele“ gefunden hast, mit der es dir gut geht.
      Mir ist heute ein verrücktes Beispiel eingefallen, das ich trotzdem sehr passend für die angesprochenen Situationen finde.

      Das manisch depressive Legohaus

      Eines Tages erreichte die Legofigur Sebastian ein Legohaus. Das Legohaus besitzt unterschiedliche Etagen. Im Legohaus befinden sich noch andere Legofiguren, die sich Stefan, Andreas, Tim und Hans nennen. Sie sind auf unterschiedlichen Ebenen verteilt. Legofigur Sebastian ist das neueste Mitglied dieser Sammlung und bekommt eine ganz besondere Aufmerksamkeit für eine Woche und als besonderes Schmankerl darf Sebastian in der Suite mit der Hausherrin (also ihr) schlafen. Danach stellt sie aber fest, dass die Spielfigur Sebastian schnell langweilig wird und deshalb musste Sebastian wieder ins Erdgeschoss, während die Legofiguren Stefan und Andreas in die Suite einziehen durften. Legofigur Sebastian wollte sich damit aber nicht zufrieden geben und das gefiel der Hausherrin überhaupt nicht. Deswegen wurde Spielfigur Sebastian sogar in den Keller geschickt.

      Selbst als Legofigur Sebastian im Keller saß, wollte er verstehen, warum er plötzlich im Keller hausen muss, denn vier Tage zuvor durfte er noch in der Suite schlafen und wurde mit Lob von der Hausherrin überschüttet. Irgendwann wurde es der Hausherrin zu bunt mit dem törichten Sebastian. Sie verband Spielfigur Sebastian aus dem Haus. Seine nervenden Bitten um Erklärung, seine Fürsorge hatten ihre Nerven überstrapaziert. Deswegen sagte sie: „Ich möchte in der nächsten Zeit keinen Kontakt zu dir (zumindest nicht im Januar), bitte respektiere das. Alles erdrückt mich“

      Da Sebastian des Legohauses verwiesen worden ist, konnte ein neues Spielzeug bestimmt schnell gefunden und als Neuankömmling im Legohaus begrüßt werden. Eventuell durften Tim und Hans in der Suite nächtigen, während Stefan und Andreas den tiefen Fall in den Keller ertragen mussten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass in einigen Wochen Sebastian wieder das Erdgeschoss des Legohauses betreten dürfte.

      Manuela

      9. Januar 2017 um 20:44

      Hallo Sebastian,
      ich finde dein Beispiel klasse. Woher nimmst du diese Ideen?

      Sebastian

      13. Januar 2017 um 21:16

      Hallo Manuela,
      irgendwann kam dieses Bild in meinen Kopf. War dabei, mir wieder einmal zu überlegen, in was für einer verrückten Lage ich mich befinde.

    Peter

    14. Januar 2017 um 16:59

    Manfred. Wie geht es Dir heute. Wäre schön, wieder von Dir zu lesen, magst uns erzählen, wie Du Dich fühlst? Hast Du Fortschritte gemacht? Viele Grüße Peter

    Antworten auf Peter

      Manfred

      7. Februar 2017 um 18:00

      Hallo Peter,danke der Nachfrage
      Also eigentlich schon viel besser
      Denke zwar noch oft an sie aber dann lese ich das von meinen Leidensgenossen hier geschriebene und das holt mich dann wieder auf den Boden der Tatsachen zurück
      Drücke allen anderen hier von ganzen Herzen die Daumen das sie das alles schnell verarbeiten und in ihr normales Leben zurück finden auch wenn es schwer fällt
      Lieben Gruß, Manny

Stefan

27. Dezember 2016 um 07:15

Ich habe dieses “Programm” 2 Jahre mitgemacht und wurde zum Ende belogen , betrogen und ausgenutzt ! Es war mit Abstand die schmutzigste Trennung die ich erleben musste und es waren alle Facetten drin, zu guter Letzt wurde ich eiskalt entsorgt und ausgetauscht.
Eines habe ich daraus gelernt, es sind Energievampire die einen aussaugen und wenn nichts mehr vorhanden ist, ziehen sie weiter.
Momentan bin ich immer noch dabei diese Erfahrung zu verdauen und es ist noch sehr frisch.
Mein Dank geht an Peter , der hier durch seine Erfahrung warnt.
Stefan

Antworten auf Stefan

    Peter

    28. Dezember 2016 um 22:29

    Hallo Stefan. Es soll sicher nicht abgehoben erscheinen, aber ich fühle im Moment geradezu, was in Dir rumort. Dafür gibt es im Grunde keine Worte, keine echte Beschreibung.
    Dein einziger Verbündeter ist tatsächlich die Zeit. Ich habe in den Monaten seit meinem ersten Kommentar hier eine echte Wandlung durchlebt.
    Erst völlig demoralisiert, erschüttert bis in die Grundfesten, auch immer wieder tief traurig, ja, dann fassungslos, auch über meine eigene Dummheit (ausnutzen und anlügen lassen etc., Du verstehst natürlich) gefolgt von Zorn, einem Gesunden aber auf sie, diese verdammte Krankheit, die Umstände UND mich selbst bis nunmehr hin zur vollkommenen Gleichgültigkeit. Keine Magenkrämpfe mehr, wenn ich „Stuttgart“ oder „LUBU“ lese, kein Ziehen im Herz wenn ein Name nur ähnlich klingt wie ihrer.
    Es ist vorbei und ich bin unendlich froh darüber. Du brauchst Dir keine Gedanken zu machen, ob und wo Du ihr noch hättest helfen können, Stefan. Ich weiß aus leidvoll eigener Erfahrung, dass auch dieser Gedanke immer wieder in einem eigentlichen Opfer solcher Menschen hochkommt. Du hattest nie eine Chance. Im Moment ist nur einer wichtig: DU. Nicht mehr sie. Red drüber, schreib drüber, tausch Dich aus. Du bist gut wie du bist, vergiss das nie, egal, wie tief das Loch auch ist, in das Du zu fallen glaubst. Sabine B. hat auch einige wunderbare Sätze geschrieben Zusammengefasst: „Lass den Schmerz und die Trauer über die Trennung zu, sammel deine Kräfte und schaffe Platz in deinem Herzen und Leben für einen Partner, der dir auch etwas geben kann. Lerne wieder Leichtigkeit zu leben.“
    Ich habs´ jetzt einfach getan und freu mich dran. Wieder. Bewusster. Stärker als zuvor. Da kommst Du auch hin. Merk Dir diese Seite vielleicht. Ich hatte sie nach dem ersten Post verloren und ewig danach gesucht :-). Und, ganz im Gegensatz zu der Seelenvampirin: DAS wäre ein echter Verlust gewesen.

    Antworten auf Peter

Janine

7. Dezember 2016 um 19:30

Ich danke euch für die zutreffenden worte, lauf so schnell es geht.. Egal was ich versucht habe es ist Horror gewesen. Habe es versucht ihm immer wieder jetzt die letzten Wochen zu sagen, dass ich nur leide unter ihm. Er sagt er würde unter mir gelitten haben. All seine Hobbys hat er für mich aufgegeben, von wegen. Unterstützt habe ich ihn. Nen Modell Flieger für 460€ gekauft. Aber die Leute verstehen nicht. Die Psychologin sagt immer Janine du kannst es nicht ändern, soll er gehen. Er stellt es anders dar wenn er bei ihr war ich würde ihn schlecht behandeln, ignorieren! Er sagt aber selber Kritik kann er nicht vertragen dann zieht er sich in seine scheinwelt. Die Frauen die parallel am Leben gehalten werden übers inet. Ich sammel jetzt die letzten Tage Kraft und werde sich nächstes Jahr eine neue Liebe finden und der Mann wird vorher auf Herz und Nieren getestet. Sowas halte ich kein zweites mal auf. Liebe Grüße Janine
Wünsche euch schöne besinnlich Festtage und einen guten Rutsch

Antworten auf Janine

    Peter

    12. Dezember 2016 um 16:25

    Auch Dir, Janine, solche Festtage, so weit das eben unter diesen Vorzeichen möglich ist. Zeit ist ein guter Verbündeter, der zumindest ein wenig relativieren lässt. Nach nunmehr 7 Monaten emotionaler, postliierter Berg-und Talfahrt bin ich doch froh darüber, der Hölle in KWH entronnen zu sein. Auch Deine letzten Sätze, keine Kritikfähigkeit, Verdrehung der Tatsachen, fremdgehen und und und, ich kann Dir alles nachfühlen. Fühl Dich virtuell auf die Schulter geklopft. Ein Freund hat mal zu mir gesagt, es sollte für diese Leute eine Datei, in der Art einer “Beziehungs-Schufa” geben. Es würde wohl viele Opfer davor warnen, in die Falle zu rennen, in die, wie hier nachzulesen, wohl einige rannten und sicher auch wieder irgendwo just in diesem Moment rennen. In der Gruppe, die ich wie erwähnt aufgesucht hatte, gab es keine(n), die eine dauerhafte Beziehung, die die Bezeichnung verdienen würde, hätten führen können. Eine(r) blieb immer auf der Strecke. In 95 % der Fälle der NICHT-BP-Part. Wenig ermutigend. Danke an die Seitenbetreiber, dies Thema zugelassen und begleitet zu haben.
    Habt eine gute Zeit, alle zusammen und blickt nach vorn. Keine(r) von Euch hat es verdient, Opfer für Leute zu werden, die unheilbar in der Seele erkrankt sind. Es grüßt euch Peter

    Antworten auf Peter

sanna

18. November 2016 um 01:17

mein gott ja das kenne ich nur zu gut ich lernte meinen jetzigen manisch depressiven ehemann vor 20 jahren kennen und nun als frau mit 40 jahren sage ich auch diese krankheit ist wahrlich der absolute wahnsinn und ich kann und will nicht mehr. schluss, aus, raus. ich kann, will und werde nicht mehr…verhungert ist in deutschland noch keiner/keine und das werde ich auch nicht

Antworten auf sanna

    Carmen

    24. November 2016 um 12:16

    Hallo an Alle! Ich kann Peter nur voll und ganz zustimmen!!!! Weg, so schnell Ihr rennen könnt. Ich habe am 12.12., nach 42 Jahren Beziehung und 35 Jahren Ehe, Scheidungstermin. Ich sehne den Tag herbei, aus dieser Sklaverei rauszukommen und wenn ich mich dafür freikaufen muss ! Warum ich es so lange ertragen habe, kann ich meiner Psychologin nicht erklären. Aber jetzt ist definitiv Schluß. Ich wünsche allen die Kraft, um sich von Partnern mit Bestie BP rechtzeitig zu trennen !!!

    Antworten auf Carmen

Janine

26. Oktober 2016 um 20:14

Hallo an euch alle. Ich habe genau das selbe Problem. Ich habe es leider immer nicht wahr haben wollen, bis ich heimlich zu seiner Psychologin gegangen bin und ihr mal alles erzählt habe. Mittlerweile gehe ich alle drei Wochen selber zu ihr. In seinen Phasen hat er meine Eltern so schlimm beleidigt das sie mich vor die Wahl gestellt haben er oder sie. Ich habe mich für ihn entschieden was ein sehr dummer Fehler war. Er hat immer 14 Tage an meinem arsch geklebt, immer zum Freitag bekomme ich Hass SMS, wie schlecht ich bin usw. Dann blieb er für zwei Tage bei sich hat sich sinnlos Besoffen. Kam dann wieder an wie sehr er mich liebt. Das Fremdgehen ist mir anfangs nie aufgefallen bis ich sein handy gefunde habe und alles schwarz auf weiß gelesen habe. Er kann sich an vieles nicht erinnern auch nicht was für Orgien er gemacht hat. Dazu ist er im öffentlichen Dienst, ist so dumm und stellt alles ins Netz. Vor neun Wochen hat es mir endgültig gereicht, habe seinen Chef angerufen und habe ihm alles erzählt. Er musste zum Betriebsarzt, sollte erstmal aussetzen. Aber durch die Kauf sucht fehlte ihm dann schnell das Geld und er ging wieder los. Tagesklinik abgebrochen, Langzeittherapie nie angetreten. Der Psychologie sind auch die Hände gebunden und der Arbeitgeber sagt so lang er nicht auffällig wird lassen Sie ihn. Was denken die sich eigentlich! Das die Krankheit nach zwei, drei Gesprächen geheilt ist. Leider weiß ich nicht mehr wie es weiter gehen soll. Auf der einen Seite ist die Liebe da, auf der anderen weiß ich es wird nie so sein wie in einer normalen Beziehung. Es gibt nie ein geben oder nehmen, es wird sich immer nur um ihn drehen. Aber mein helfersyndrom lässt einfach nicht locker. Er hat schon alles durch diese scheiße verloren,alles. Seine Frau, 2 Kinder, Haus, Auto alles was man sich glaube ich erträumt im Leben. Einen gut bezahlten Job, den soll er nicht auch noch verlieren. Ich habe soviel darüber gelesen, das ich dachte wir wären auf dem richtige Weg. Aber heute wurde ich nach 9 Wochen wieder eines besseren gelehrt. Er ist weg hat seine Sachen geholt, vermute diesmal aber wieder eine Frau die ihm dazu geraten hat. Er hat alles geholt, selbst unseren Hund hat er mit genommen. Gibt es wirklich keine Möglichkeit das den Leuten geholfen werden kann? Gruß Janine

Antworten auf Janine

    Peter

    5. November 2016 um 21:35

    Die Antwort auf Deine letzte Frage lautet: NEIN, Janine. Nicht für jemanden, der, wie Du, liebt. Du bist ausgeliefert und ganz einfach völlig wehrlos dadurch. Und diese Menschen schätzen das auch nicht, wenn Du dich für Sie einsetzt. Im Gegenteil erhältst Du meist mehr und mehr Verachtung. Ich glaube, einer der schlimmsten Fehler, die Du als gesunder Mensch machen kannst ist, DEIN, ich nenne es jetzt mal normales Denken, mit dem verdrehten Denken der BP zu vergleichen oder gar in eine Linie bringen zu wollen. Das funktioniert eben nicht. Und wenn wir die Logik zuhilfe nehmen, Janine: Es KANN auch nicht, verstehst Du? Es wird sich verschlimmern, das ist eben so. Du wirst NIE wissen, mit welcher Seite der Beiden du es gerade zu tun hast.
    Ich habe mir auch eingeredet, ich bekomme es durchgestanden, halte zu ihr, helfe ihr, ich war bei ihr in übelsten Phasen. Auch als Sie sturzbetrunken ihr gesamtes Schlafzimmer vollgek…hat. Letztendlich hat es der Beziehung, oder dem, was sie mir zu Beginn als gewünschte solche verkauft hat, nicht helfen können. Im Gegenteil.
    Die „Verrücktheiten“ steigerten sich von Mal zu Mal. Erst war es das Erheben der Stimme, dann das Schreien, um jegliche Reaktion meinerseits zu unterbinden, sie erzählte in der Folge hanebüchene Geschichten über mich bei Kollegen, dann griff sie mir bei 100 Sachen ins Lenkrad und riss es herum, irgendwann drohte sie körperlich und naja, dann schlug sie eben tatsächlich zu. Der Schlag als solcher war nicht wirklich so schlimm. Diese Geste war einfach Ausdruck der völligen Verachtung. Erniedrigend. Und letztendlich fragt man sich: Wofür? Hat man dafür all das eingesteckt?
    Auffällig im Nachhinein betrachtet ist die kontinuierliche Steigerung der Gewalt gewesen. Erst verbal, dann tätlich.
    Nur kurz eines von vielen drastischen Beispielen, die sich VOR dem 01.Mai abspielten.: Zum Zeitpunkt, als ich ohne Absicht auf Rückkehr gehen wollte, wurden in ihrem Kopf durch Zufall 2 Meningeome entdeckt. Sie ließ diese im Katharinen herausoperieren. Natürlich kriegte ich es nicht auf die Reihe, wirklich zu gehen und blieb. Ich hatte sogar die Hoffnung, NACH der OP würde sich ihr Zustand normalisieren oder zumindest abmildern. Sie überstand die OP und wollte AUSDRÜCKLICH, dass ich täglich zu ihr in die Klinik komme, obwohl ich selbst nur einfach Ihr Aufwachen erleben wollte, um sicher zu sein, dass sie den schweren Eingriff ohne Folgeschäden überstanden hatte. Und obwohl ich eher dafür war, dass sie sich ausruhte und erholte.
    Ich nahm mir also frei, kümmerte mich um Wohnung, Schlangen und Wäsche, einfach wie ein Freund das eben tut oder für gewöhnlich tun sollte. Sie wurde entlassen, ich holte Sie ab und brachte sie heim in eine top hergerichtete Wohnung zum Wohlfühlen. Schon am Tag darauf bekam ich einen Anpfiff, es sei so anstrengend gewesen, dass ich jeden Tag bei Ihr gewesen sei und sie mich unterhalten hätte müssen und ich solle jetzt nach Hause fahren.
    Den Rest und meine Wertung dazu schenke ich mir nun einfach. Es sollte für sich sprechen.
    Unerwähnt lassen will ich nicht Ihren Dad und ihre Schwester. Diese haben sich für meine Unterstützung ihres Sorgenkinds bedankt. Es war zumindest ein Pflaster auf diese Wunden und ich halte es in Erinnerung.
    Sie selbst bekam es natürlich nicht auf die Reihe. Oder sarkastisch ausgedrückt: Sie tat es eben auf ihre Art.
    Nun aber genug davon. Diese anderthalb Jahre gäben Stoff für ganze abendfüllende Dramen, Janine.
    Um Deinetwillen rate ich Dir von Herzen: GEH. HAU AB. ZIEH LEINE. GEWINN LAND.
    Wenn Du hinüber und kaputt bist, und das wirst Du bald sein, dreht DER sich um und greift sich die Nächste. So wie SIE das auch getan hat. Und wie es jeder dieser Leute tut.
    Bei allem vorauseilenden oder aufgepflanzten Verständnis für Krankheiten: welchen Grund sollte es gebe, dass DU und andere zu Opfern solcher Menschen werden? Ob Dich nun ein Kranker auf dem Gewissen haben wird oder ein Gesunder: Das Ergebnis bleibt das Gleiche und Du auf der Strecke.
    Rette Dich und hau ab, so lange Du noch kannst, Janine. Das rät Dir ein Mensch, der auf diese Horrortrips gerne verzichtet hätte. Peter

    Antworten auf Peter

    match-patch

    7. November 2016 um 14:01

    Liebe Janine,
    ob diesen Menschen dauerhaft erfolgreich geholfen werden kann, wissen wir leider nicht. Voraussetzung ist auf jeden Fall der eigene Wille zur Behandlung und dein Ex-Partner scheint diesen bisher nicht zu haben. Von daher wird sich auch an seinem Verhalten nicht viel ändern und wir empfehlen dir, Peters Rat anzunehmen und ihn ziehen zu lassen. Auf Dauer kannst du das nervlich gar nicht aushalten und du solltest auch mal an dich und deine Bedüfrnisse denken. Hast du nicht eine Beziehung verdient, in der sich auch jemand um dich sorgt? Willst du nicht lieber einen Partner, auf den du dich verlassen kannst, der dir Gutes tut, dich auffängt, wenn es DIR mal schlecht geht? Einen Mann, mit dem du Zukunftspläne schmieden kannst, nicht einen, mit dem sich nicht mal ein ganzer Monat planen lässt? Lass ruhig den Schmerz und die Trauer über die Trennung zu, sammel deine Kräfte und schaffe Platz in deinem Herzen und Leben für einen Partner, der dir auch etwas geben kann und mit dem sich die Liebe leicht anfühlt. Gerade jetzt kannst du dir mit deinem Helfersyndrom selbst am besten helfen. Tu DIR was Gutes und genieße bald ein neues Lebensgefühl!
    Alles Liebe
    dein match-patch Team

    Antworten auf match-patch

Ferdinand

28. Juli 2016 um 12:58

Meine Frau ist seit 20 Jahren manisch depressiv. Bin am überdenken ob ich mich scheiden lasse. Bin 65 Jahre und halte es nicht mehr aus. Finden keine Hilfe. Es kam letzte Woche wieder zur Eskalation. Sie hat mich angegriffen und wurde für 10 Tage des Hauses verwiesen. Habe aber Probleme, da noch 2 Söhne studieren. Das Haus müßte verkauft werden.

Antworten auf Ferdinand

    match-patch

    29. Juli 2016 um 12:00

    Lieber Ferdinand,
    ja, eine Scheidung ist in psychischer und finanzieller Hinsicht eine Herausforderung und Belastung, aber sie kann – einmal durchstanden – zu einem ruhigeren und schöneren Leben führen. Schließlich will man am Ende seiner Tage nicht auf Jahre voller Horror zurückblicken.
    Vielleicht kannst du dich diesbezüglich von einem Familienanwalt beraten lassen. Insofern ein vernüftiges Gespräch mit deiner Frau denkbar ist, könntest du aber auch versuchen, erstmal mit ihr zu sprechen und ihr mitteilen, wie du dich fühlst, dass du am Ende deiner Kräfte und Nerven bist…sie fragen, ob sie nicht auch findet, dass eine Scheidung für euch beide besser sei…
    Wir wünschen dir alles Gute und viel Kraft.
    Dein match-patch Team

    Antworten auf match-patch

    Yve

    23. August 2016 um 13:12

    ….und am Ende ist man selbst ausgebrannt, leer und müde….

    Bei meinem Lebensgefährten wurde vor 3 1/2 Jahren (kurz nach unserem Kennenlernen) die Diagnose “bipolare Störung” diagnostiziert. Wir sind jetzt 4 Jahre zusammen und sind durch die Krankheit durch Himmel und Hölle gegangen. Fremdgehen, Kaufsucht, und und und…..ein Klinikaufenthalt und schlussendlich die lebenslange Lithiumeinnahme…die wiederum den Menschen so verändert….dass man überlegt, was jetzt besser ist. Unter Lithium ist bis jetzt kein Krankheitsschub mehr aufgetreten aber mein Freund ist Wesensverändert. D.h. Müde, Lustlos, Abgeschlagen und was für eine Beziehung richtig schlimm ist – er ist impotent geworden – kein Sex mehr seit fast einem Jahr. Inzwischen bin ich müde, verdammt müde und ausgebrannt, da ich unter anderem einen Vollzeitjob in Leitungsposition und einem Kind ein “normales Leben” mit einem bipolaren Menschen unter einem Hut bringen muss. Der Trennungsgedanke ist schon da….ich weiß, trotz, dass ich diesen Menschen so liebe, das nicht mehr aushalten kann…das macht so traurig und wütend zugleich….ich wünsche allen Angehörigen die diese Krankheit miterleben….viel Kraft!!! Ich habe sie leider nicht mehr!

    Antworten auf Yve

      Peter

      17. Oktober 2016 um 19:42

      Dir kann ich nur das Gleiche raten, Yve. Geh. Und tu das jetzt. Nicht morgen. Diese Menschen verheizen Dich und…verachten Dich sogar noch dafür, dass Du Dich hast verheizen lassen. Wenn doch nur alle Normalos verstünden, dass diese Krankheit nicht zu heilen ist. Nicht vom liebenden Partner jedenfalls. Flieh, Yve. Für Dein Leben, tu es.
      Peter

anna

11. Februar 2016 um 15:00

Tipps für Paare….ja, die haben wir auch zu genüge bekommen.
Von seinem Psychiater, seinem Therapeuten, den Psychologen in der Tagesklinik, den Ärzten in der Klinik, Angehörigengruppen und Seminare…..immer wurde wieder neue Hoffnung gemacht, eine andere Therapie, vielleicht doch Lithium, oder doch lieber nicht. Er ist einmal als nicht manisch aus dem Krankenhaus entlassen worden- trotz meiner starken Bedenken-und dann zwei Wochen später ins Ausland gezogen, um dort mit seiner neuen Liebe ein neues Leben aufzubauen, 4 Wochen später war er wieder Zuhause.
Das Leben an der Seite eines Bipolaren ist nicht langweilig, das ist ziemlich sicher-aber es ist extrem anstrengend, so verlockend es am Anfang auch scheint und so sehr man hofft, dass die eigene Liebe ausreicht und Kraft gibt…..man muss damit rechnen, am Ende selber keine Kraft mehr zu haben……und bleibt dann zurück: verletzt, enttäuscht und ausgebrannt.
Zum Glück gibt es einen Einwilligungsvorbehalt für finanzielle Angelegenheiten, denn mit jeder neuen Frau gibt es bei ihm auch einen neuen Kaufrausch.

Antworten auf anna

    Peter

    1. Juli 2016 um 23:56

    “und so sehr man hofft, dass die eigene Liebe ausreicht und Kraft gibt…..man muss damit rechnen, am Ende selber keine Kraft mehr zu haben……und bleibt dann zurück: verletzt, enttäuscht und ausgebrannt.” Treffender geht nicht, Anna. Auch Jeanettes´ Antwort drauf. Diese Krankheit ist eine Bestie. Ich habe viel erlebt und auch überlebt, in meinem knapp mehr als halben Jahrhundert. Böser Motorradunfall, geplatzter Blinddarm, selbst einen Pneumothorax in jüngeren Jahren durch einen Mordanschlag mit einem Messer. Als ich Ende 2014 eine Frau kennenlernte, die mir zunächst einfach nur ein wenig, naja, strange vorkam, SEHR gesprächig, SEHR offenherzig, SEHR anhänglich, wusste ich noch nicht, dass ich besser das Weite gesucht hätte.
    Eineineinhalb Jahren durchlebte ich die kontinuierliche Achterbahnfahrt mit dieser Frau.
    Völlig verrückte Taten, stetige Suche nach neuem Kick, Kaufrausch, übelste Stimmungsschwankungen, Heulkrämpfe ohne jeglichen Anlass, gefolgt von Schmuseeinheiten, die in ihrer urplötzlich aufkommenden Intensität und Dauer schon wieder fast unheimlich waren, dann wieder Aggressionen, alles stets begleitet von völligem Verleugnen eigenen Fehlverhaltens. Ein ganz krasses Dauerthema war: Wort im Mund herumdrehen. Egal, was ich von mir gab, ich bekam es bald darauf völlig sinnentfremdet „zurück“
    Auch übel: Ihre stetige Kriegsrhetorik wie “Ich muss mich verteidigen” “Ich werde angegriffen” “Ich werde angeklagt” und derlei mehr. Selbst ihre eigenen, per mail oder sms geschriebene Tiraden (die sie ja jederzeit selbst hätte nachlesen können, was sie aber stets verweigerte) kurz darauf nicht mehr wahr haben wollen. Unter anderem verweigert mit Sätzen wie diesem: Ich sei nicht der Staatsanwalt und müsse keine Beweise anführen. Tätlichkeiten wie Handy an die Wand knallen, ins Lenkrad greifen und dies bei 100 Sachen herumreißen, mitten in der Nacht das Haus verlassen und zum Bahnhof gefahren werden wollen.
    Und ganz offen: Ohne jeglichen Grund. (Ich holte sie wieder zu mir, woraufhin sie mich mit übelsten Schimpfworten belegte???) Sie erzählte Wochen darauf einer Kollegin, ich habe sie rausgeworfen und allein am Bahnhof gelassen, wo sie von Männern belästigt worden sei usw. (Definitiv Unfug) Die Kollegin, der wohl auch klar ist, dass mit Ihr etwas nicht stimmte, warnte mich einfach durch das Weitergeben dieser Info. Darauf angesprochen entschuldigte sich I ….bei der Kollegin, dass sie sie belogen habe. Nicht etwa bei mir, dem es eigentlich gebührt gehabt hätte.
    Vor mir bezeichnete sie jene Kollegin als „Falsche Schlange“ weil sie sie „verraten“ habe.
    Ich war völlig fassungslos. Wenn das keinen Realitätsverlust darstellt, was dann? Und so schräg das nun klingt, es waren noch die harmloseren Vorfälle. KEIN Scherz.
    Immer weiter drehte sie die Spirale der Ausbrüche, eine detaillierte Aufzählung würde den Rahmen hier sprengen. Es werden sich genug Betroffene teilweise oder ganz wiederfinden.
    Nach all diesen Horrortrips und Hasstiraden kamen, wenn ich mal wieder geflohen war, ihre „Ich vermisse Dich“ sms, oder Anrufe unter fadenscheinigen Gründen, jedes Mal wurde ich wieder schwach. Sie tat mir einfach leid. Und verdammt: Ich liebte sie.
    Am Ende (und da war dann endlich wirklich der Faden für mich gerissen) landete wegen einer Hasstirade (weil ich ihr ein Antivirenprogramm installieren wollte, worum SIE SELBST gebeten gehabt hatte) eine Ohrfeige in meinem Gesicht. Das war am 01.Mai 16. Nicht einmal in diesem Moment, wo sie das Überschreiten der Grenze merken hätte müssen, kam ansatzweise so etwas wie ein Statement, dass ihr das Getane leidtat. Einzige Reaktion: Sie schrie, ich wisse ja wohl genau, dass sie mich gar nicht hätte treffen wollen. Also wie gewohnt war ich schuld, woran auch immer. Ich floh aus ihrer Wohnung, in der ich mich grade eine Stunde zuvor AUF IHR BETREIBEN HIN, eingefunden hatte. ( Solche Fluchten habe ich einige hinter mir, gerade, wenn sie ihre Jähzornausbrüche bekam. Während derer war nicht der Hauch von Gespräch möglich, weil sie nur brüllte. Und jedes Mal 150 Kilometer Fahrt (eine Strecke) fast nach Stuttgart.)

    Großer Gott, diese Krankheit ist mörderisch. Und das Schlimmste: Sie verweigerte auch jegliche Hilfe von außen. Selbst auf den Vorschlag, doch vielleicht mal ganz unverfänglich eine Paartherapie, Gesprächskreis o.ä. aufzusuchen, konterte sie mit Wutausbrüchen.
    Das Furchtbare für den Nicht-BP-Part dabei ist, sich in so eine Frau (oder eben auch Mann) zu verlieben. Ich kann es zu gut nachfühlen, was in Euch vorgeht. Diese Menschen sind wie Vampire. Sie saugen jegliche Energie, jegliche Zuversicht, jegliche Liebe aus Dir heraus und erst wenn Du völlig zerstört bist, suchen sie den Nächsten für den “Halsbiss”. Diese eineinhalb Jahre in einer Dauerhaften on-off Beziehung haben mich ausgelaugt und mürbe gemacht. Nach allem, was ich erlebt, was ich gelesen habe UND selbst durch Besuche in einer Selbsthilfegruppe erfahren durfte ( Ja, ich besuchte eine solche Gruppe als „betroffener Angehöriger, SIE drehte fast erwartungsgemäß durch, als sie davon erfuhr) kann man solchen Leuten nicht helfen. Man geht dabei kaputt und verliert sich selbst. DAS ist keine (Keiner) wert.
    Ich habe es nun (leider) auch selbst erlebt. Ich würde aus ganzem Herzen jedem raten: Geh, solange Du noch kannst. Das Trümmerfeld, das solche Menschen in Deiner Seele hinterlassen, bekommst Du nie mehr aufgeräumt. Zitat: „Die Zeit heilt keine Wunden. Sie hilft nur, sich an den Schmerz zu gewöhnen“

    Antworten auf Peter

      match-patch

      4. Juli 2016 um 10:52

      Lieber Peter,
      vielen Dank für deine Zeilen. Dein Erfahrungsbericht ist für andere Betroffene sicherlich sehr hilfreich. Es ist wirklich traurig und entsetzlich, wie hilflos man als Partner ist und wir wünschen dir, dass du dich doch irgendwie davon erholst und eine Frau findest, mit der du Leichtigkeit leben kannst.
      Alles Gute
      Dein match-patch Team

      Ferdinand

      28. Juli 2016 um 13:08

      Hallo Peter!
      Deine Leiden kommen mir sehr bekannt vor . Sehe mich in vielen Zeilen wieder. Bin auch leer und ausgebrannt. Habe oft keinen Lebensmut mehr und bin oft traurig. Viele Grüße Ferdi

Jeanette

7. Februar 2016 um 13:33

Mir geht es genau wie meiner Vorrednerin. Ich habe 11 Jahre gegen diese Krankheit gekämpft und verloren. Auch mein Mann ist nun bei einer anderen Frau und zur Zeit Manisch. Mann zerstört sich selbst in einer solchen Beziehung und die Verletzungen sitzen tief. Ich habe ihn unendlich geliebt. Sitze nun mit drei Kindern und einer zerstörten Seele und versuche alles zu verarbeiten. Es ist eine Krankheit die vernichtet. Leider auch unheilbar.

Antworten auf Jeanette

Anna

5. Februar 2016 um 19:11

Bipolar, diese Diagnose wurde vor 7 Jahren bei meinem Mann gestellt. Die Jahre davor gab es schon extreme Schwankungen, Affären, Verschuldung Jobwechsel und dann eine so starke Depression, das er von Suizid sprach. Klinikaufenthalte, verschiedene Medikamente und der Leidensweg begann erst richtig-seiner und der unserer Familie.
Ständige Affären in den manischen Phasen, tolle Frauen mit denen er eine Zukunft aufbauen wollte, Lügen, Versprechen und alles was dazu gehörte.
Warum schreibe ich jetzt genau heute hier einen Kommentar ? In der Hoffnung, dass die nächste große Liebe meines Mannes ( und vielleicht auch die nächsten großen Lieben vieler anderer manisch-depressiven Menschen) diese Zeilen lesen.
Eine Beziehung zu einer bipolaren Person ( bei uns sogar mit narzisstischen Zügen) kann sehr anstrengend sein und die rosarote Liebeswolke kann platzen.
Falles euch also irgendwann einmal jemand sagt, er sei manisch-depressiv, macht euch sachkundig….diese Krankheit ist nicht zu unterschätzen. Natürlich ist das sehr individuell und es gibt auch viele Paare, die diese Herausforderung meistern.
Ich habe 8 Jahre mit und für meinen Mann gekämpft und verloren. Ich wollte es nicht zulassen, dass eine Erkrankung unsere Ehe zerstört, aber es ist passiert. Mein Mann ist letztes Jahr ausgezogen, weil er in einer Manie wieder) eine Frau kennengelernt hat, mit der er seine Zukunft aufbauen möchte. Diese Frau weiß nur heute noch nichts davon, dass er gestern wieder den ganzen Tag mit der nächsten Frau in seinem Leben verbracht hat.
Zur Info: natürlich ist das nicht bei jedem bipolaren Mann so…….

Seid einfach vorsichtig!

….und ja, natürlich ist da noch immer Liebe für ihn -aber ich möchte nicht mehr mit ihm in einem Haushalt leben ……

Antworten auf Anna

    Marco

    11. Oktober 2016 um 20:40

    Ich liebe auch eine Frau, die manisch depressiv ist. Sie hat in ihrer Manie Anfang September auch einen anderen Mann kennengelernt. Ich hatte in den letzten sechs Wochen starken Liebeskummer, der jetzt immer schwächer wird, sie eroberte mein Herz. Es war immer ein Schwanken. Mal war sie bester Laune und sehr gesprächig, mal war sie sehr depressiv. Ich denke, besser so, da ich in den zwei Jahren, wo ich mich in sie verliebt habe, einigen Liebeskummer hatte. Das ging immer auf und ab. Wenn es auf war, war es wunderschön. Sie hat mir das Gefühl gegeben, ich bin daheim. Wenn es abwärts ging, hatte ich starken Liebeskummer, da sie mir zeigte, dass sie mit ihren Freundinnen verheiratet war.

    Antworten auf Marco

      Peter

      17. Oktober 2016 um 19:39

      He Marco.
      Jedes einzelne Wort unterschreibe ich Dir. Das hier, am Ende ” da sie mir zeigte, dass sie mit ihren Freundinnen verheiratet war.” ganz besonders. Kopf hoch und Beine unter den Arm. Keine Ahnung (Du schreibst nicht direkt drüber) ob Du noch mit ihr zu tun hast, aber FALLS….Renn. Renn, Marco. In die entgegensetzte Richtung zu ihr. Keiner kann sowas auf Dauer überleben. Egal, wie stark Eine Physis und/oder Deine Psyche auch sein mögen. Du bleibst für diese Leute eine Episode. In drei Monaten weiß die schon gar nicht mehr, dass Du überhaupt existiert hast. Das ist Teil dieser entsetzlichen Krankheit: Egomanie. Rette Dich und geh.
      Peter

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Notwendige Felder sind mit * markiert.

match-patch homepage picture

Hallo und willkommen auf unserem Ratgeber

Du findest hier alles rund um die Themen Dating, Beziehung und Familie. Suchst du einen neuen Partner, registriere dich unverbindlich in unserer Singlebörse:

JETZT PARTNER FINDEN!

mindestens 6 Zeichen