Glücksmomente trotz Corona

von | 12. April 2021

Das Glückslevel ist gesunken, der psychische Druck während der Corona-Krise ist hoch. Hier kommen Tipps, wie du glückliche Momente erleben kannst.

Glück findenAlle sind genervt von Corona und den damit verbundenen Einschnitten. Bei vielen liegen die Nerven blank. Psychische Störungen nehmen rasant zu und die Menschen werden immer unglücklicher. Das Glückslevel der Deutschen ist laut der Soziologie-Professorin Hilke Brockmann gesunken. Gründe dafür sind beispielsweise Sorgen um die Gesundheit, die Zukunft der Kinder, Angst vor Arbeitslosigkeit und Existenzverlust. Ein dauerhafter Ausnahmezustand, wie er auch hierzulande seit über einem Jahr herrscht, ist schädlich, bekräftigt die Glücksforscherin. Umso wichtiger ist es zum einen, die Misere möglichst schnell zu beenden und andererseits selbst für möglichst viele Glücksmomente zur Stabilisierung der eigenen Gesundheit zu sorgen.

Glücksgefühle und ihre Entstehung

Doch wie entstehen eigentlich Glücksgefühle? Wir fühlen uns glücklich, wenn bestimmte Hormone ausgeschüttet werden. Serotonin gehört dazu. Dieses Glückshormon wird bei Licht besonders aktiv. Dopamin leitet als körpereigener Botenstoff positive Gefühle weiter. Noradrenalin entsteht in Stresssituationen, steigert unsere Motivation und hilft uns, Stress zu bändigen. Endorphine setzen den Körper in eine Art Rauschzustand. Körperliche Bewegung setzt dieses Glückshormon frei. Phentetylamin fördert wohliges Herzklopfen und ein Kribbeln im Bauch. Phentetylamin kommt in Bittermandelöl und in Kakaobohnen vor. Oxytocin ist ein wichtiges Glückshormon, das Angst reduziert und das Wohlbefinden steigert. Es wird bei Körperkontakt ausgeschüttet und ist auch als Kuschelhormon bekannt. Singles und alleinlebende ältere Menschen leiden momentan unter dem Fehlen des überaus wichtigen Oxytocins besonders stark.
Fazit: Licht, Bewegung und Körperkontakt sind elementar bei der Entstehung von Glücksstoffen.

Sich selbst glücklich machen

Wenn wir mit unseren Lebensumständen unglücklich sind, müssen wir uns vermehrt selbst glücklich machen. Wann hast du das letzte Mal Glück empfunden? Oft sind das nicht nur so große Ereignisse wie Hochzeit, Geburt, Beförderung, finanzieller Erfolg. Vielmehr empfinden wir Glück häufig in kleineren Dingen wie einer wohligen Tasse Tee im Garten, bei einem entspannenden Spaziergang an der frischen Luft, bei einem guten Essen, einem unterhaltsamen Buch, einem berührenden Film, Vogelgezwitscher, den ersten Frühblühern, Toben mit den Kindern, Kuscheln mit dem Partner, Spielen mit dem Haustier und anderem.

Du kannst dich selbst glücklich machen, wenn du innehältst, Corona bewusst für eine Zeit ausblendest, dem Virus und den damit verbundenen Einschränkungen nicht so viel Macht über das eigene Leben zugestehst. Unternimm etwas in der Natur, bei dem du frei sein kannst und dich an keine Vorgaben halten musst. Genieße deine persönlichen Glücksmomente und koste diese Zeit aus, führe sie so oft es geht regelmäßig herbei – Rituale helfen ungemein, die eigene psychische Gesundheit zu fördern. Freue dich über das Glück der kleinen Dinge des Alltags genauso wie über große Ereignisse.

Zudem kannst du Glücksgefühle auslösen, indem du Negatives aus dem Weg räumst: Erledige unangenehme Aufgaben, löse Probleme, statt sie vor dir herzuschieben, sprich deinen Unmut aus…

Andere Menschen glücklich machen

Glück erfährst du auch, indem du es anderen gibst, denn es kommt immer wieder zu dir zurück. Wenn du jemanden glücklich machst, machst du die Welt schon etwas freundlicher. Schenke jemandem deine Zeit oder ein Lächeln, schreibe nette Worte oder suche das Gespräch. Erfreue andere mit einer kleinen Aufmerksamkeit, z.B. mit einem Stück deines leckeren Kuchens, denn: Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt. (Albert Schweizer)

Was macht dich glücklich? Schreib uns einen Kommentar – wir freuen uns darauf!

Foto: Canva.com

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