Fußball, Sex und Liebe

von | 19. Juni 2012

Wie gut passen Fußball, Sex und Liebe zusammen? Sollte man vor oder nach dem Fußballspiel Sex haben und dabei vielleicht ein Vereinstrikot tragen?

Fußball Sex LiebeNicht nur zur Europameisterschaft haben Frauen und Männer ein ganz spezielles Verhältnis zum Fußball. Verschiedene Wissenschaftler haben sich mit dem Phänomen Fußball in Bezug auf Sex und Liebe beschäftigt.

Liebestöter: Bettwäsche des Lieblingsvereins

Sie betritt zum ersten Mal die Junggesellenwohnung und bleibt im Schlafzimmer schockiert stehen – er schläft in der Bettwäsche seines Lieblingsvereins! Und für sie liegt ein Trikot als Nachthemd in Damengröße bereit… Britische Männer legen übrigens besonderen Wert auf eine teamkonforme Kleidung ihrer Bettgenossin. Mehr als ein Drittel sieht ihre Partnerin gerne im Vereinstrikot im Bett und nur 23% wünschen sich Dessous, so die Ergebnisse einer Umfrage der Modefirma und –beratung mycelebrity-fashion.co.uk. Eine Frau, die im Vereinstrikot heißen Sex hat, muss den Mann schon sehr in ihr Herz geschlossen haben.

Tränen beim Fußballspiel sind sexy

Wenn der Heimatverein absteigt, ist das für viele gestandene Männer ein Drama und ein Grund zu weinen. Nun zeigen Männer endlich große Gefühle und in ihren schwächsten Momenten wirken sie auf Frauen sogar attraktiv. 56% der Frauen fühlen sich von feuchten Männeraugen bei einem Fußballspiel angezogen ermittelte eine Online-Umfrage der amerikanischen Dating-Plattform Match.com. Testosteron regt die Tränendrüse an und den Heulkrämpfen nach zu urteilen, verfügt manch ein Fußballfan über einen hohen Testosteronspiegel, der sich auch gut im Bett auswirkt. Warum nicht also mal ein Date auf ein Abstiegsspiel der Lieblingsmannschaft legen?

Testosteron beim Heimspiel

Die Libido von Fußballspielern profitiert von einem Heimspiel, denn hier wird vermehrt Testosteron ausgeschüttet. Die Verteidigung des Territoriums lässt Spieler aggressiver, kampfeslustiger und emotionaler reagieren. Forscher der Northumbria University in Newcastle fanden heraus, dass bei der gastgebenden Mannschaft mehr von diesem Sexualhormon ausgeschüttet wird und extrem hohe Werte wurden vor Spielen gegen Erzrivalen gemessen. Testosteronspitzenreiter sind die Torhüter, denn sie müssen ihr Revier ganz besonders gegen Eindringlinge verteidigen. Wen wundern hier noch die Ausraster von Oliver Kahn oder Jens Lehmann? Für Spielerfrauen verspricht ein Heimspiel besonders guten Sex.

Abstinenz vor dem Spiel?

Sex vor dem Spiel ist ein großes Thema in der Sportszene, denn hier gehen die Meinungen auseinander. Ronaldos persönliches Hausrezept lautete Fellatio. Chris Goossens ist der Clubarzt der belgischen Germinal Beerschot Antwerpen und er rät zur Abstinenz. Seinen Erkenntnissen nach hat Sex vor dem Spiel negative Auswirkungen auf die Leistung der Spieler. Die Herzschlagfrequenz steigt nämlich deutlich schneller. Der kanadische Sportarzt Ian Shrier von der McGill University in Montreal sieht hingegen positive Effekte, wenn beispielsweise nervöse oder ängstliche Kicker vorab beruhigt werden sollen. Enthaltsamkeit wiederum führt zu einer gesteigerten Aggression und die ist bekanntlich förderlich beim Fußballspielen. Nach der Ejakulation sinkt der Testosteronspiegel. Der ehemalige Manager der New York Yankees wies darauf hin, dass nicht der Sex, sondern die Suche danach die Kicker schwäche. Wie Recht Casey Stengel hat! Hier beginnt das alte Phänomen: Männer suchen nach Sex, Frauen nach Liebe. Und manche Frauen müssen sich ernsthaft fragen, ob ihr Partner seinen Verein mehr liebt als sie.

Liebt er seinen Fußballverein mehr als mich?

Erschreckenderweise lautet die Antwort oft „JA“! Zu dem Ergebnis kam eine Befragung, die Pollstets TNS Global 2006 zur Fußballweltmeisterschaft durchführte. Die Ergebnisse gelten allerdings nur für Briten und 94% gaben an, ihr Lieblingsteam immer zu lieben, auch wenn es schlecht spielt. Läuft es in der Beziehung hingegen schlecht, würden 52% der Befragten Schluss machen. Der Psychologe Aric Sigman wies darauf hin, sich die Scheidungsrate halbieren ließe, wenn die Männer die gleiche Einstellung wie zum Fußball zu ihren Partnerinnen hätten.

Gewinnt der Verein, flippen sie vor Freude total aus. Ob sie bei der Hochzeit wohl die gleichen Luftsprünge machen? Verliert die Mannschaft, liegen sich Männer hemmungslos weinend in den Armen. Aber würden sie ihrer Partnerin genauso nachweinen, falls sie verlassen werden? Sex im Vereinstrikot dürfte diese Partnerschaften auch nicht mehr retten…

 

Quelle: Schmidt, Claus-Eckart (2011): Nackte Frauen sind gut fürs Gehirn. Skurrile und verblüffende Erkenntnisse der Wissenschaft über Männer, Frauen und Sex. Heyne Verlag, München

 


Foto: Werner Heiber – Fotolia.com

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