Alleinerziehende und die Wohnungssuche

von | 24. Mai 2013

Für Alleinerziehende auf Wohnungssuche gibt es verschiedene Möglichkeiten der Unterbringung sowie Hilfe und finanzielle Unterstützung für den Umzug.

Wohnungssuche alleinerziehendNach einer Trennung stehen viele Alleinerziehende vor der Aufgabe, sich eine neue Wohnung suchen zu müssen. In Städten wie Berlin oder Hamburg gestaltet sich die Wohnungssuche besonders schwer, denn gute Wohnungen sind rar und die Mieten kaum noch bezahlbar. Gerade Alleinerziehende haben meist ein knappes Budget. Die neue Wohnung sollte sich möglichst im gewohnten Umfeld der Kinder und unweit vom Arbeitsplatz befinden. Auch sollte sie zwischen beiden Eltern liegen, so dass die Kinder einfach pendeln können. Der Staat hilft Alleinerziehenden bei der Wohnungssuche, indem bedürftige Singles mit Kind beispielsweise in einer Sozialwohnung unterkommen können.

Sozialwohnung für Alleinerziehende

Das örtliche Wohnungsamt kann alleinerziehenden Eltern Auskunft darüber geben, ob sie Anspruch auf die Zuweisung einer Sozialwohnung haben. Damit Alleinerziehende mit ihren Kindern in eine öffentlich geförderte Wohnung einziehen können müssen sie einen Wohnberechtigungsschein haben. Die Vergabe eines solchen Scheines erfolgt nach Dringlichkeitsstufen und deshalb ist es wichtig, dass eine besondere Dringlichkeit der Wohnungssuche besteht. Schwangere und Alleinerziehende werden dabei bevorzugt. Die besondere Dringlichkeit gilt auch, wenn Alleinerziehende in einer zu kleinen Wohnung leben. Bei der Vermittlung einer Sozialwohnung durch das Wohnungsamt haben Alleinerziehende im Prinzip keinen Einfluss auf die Wohngegend. Das gilt leider auch, wenn sie aus beruflichen oder familiären Gründen eine bestimmte Lage bevorzugen.
Wohnberechtigungsscheine werden übrigens nur für den Wohnungssuchenden und dessen Familienangehörige ausgestellt. Kinder, deren Eltern ein gemeinsames Sorgerecht haben und die das Wechselmodell praktizieren, gelten als Haushaltsmitglied beider Elternteile.

Alleinerziehende in Wohngemeinschaften

Wohngemeinschaften haben Vor- und Nachteile für Alleinerziehende. Zum einen können die Mietkosten geteilt werden und Singleeltern können sich gegenseitig bei der Kinderbetreuung und im Alltag unterstützen. Dabei ist es wichtig, Streit zu vermeiden und im Vorfeld sämtliche Erwartungen und Details des Zusammenwohnens zu besprechen. Es sollte klar sein, wie der Tagesablauf der einzelnen Mitbewohner ist, ob die Einstellungen zur Kindererziehung zusammenpassen und wie die Haushaltsführung und der Einkauf geregelt werden. Bei Wohngemeinschaften sollte die Wohnung so groß sein, dass jeder Mitbewohner ein eigenes Zimmer neben den Gemeinschaftsräumen hat.

Wohnheime für alleinerziehende Mütter

Alleinerziehende Mütter und schwangere Frauen haben ferner die Möglichkeit, in speziellen Wohnheimen unterzukommen. Studierende, die alleinerziehend sind, können sich an die Zimmervermittlung ihrer Universität wenden, die oftmals Familienwohnungen anbieten. Mutter-Kind-Heime werden von den Gemeinden, von Caritas und Diakonischem Werk oder freien Trägern wie dem Paritätischen Wohlfahrtsverband bzw. der Arbeiterwohlfahrt unterhalten. Das Gesundheitsamt, das Jugendamt oder Mütterberatungsstellen helfen bei der Vermittlung und der Klärung finanzieller Fragen. Mutter-Kind-Heime stellen lediglich eine vorübergehende Lösung dar und es gibt spezielle Regeln in den unterschiedlichen Einrichtungen.

Alleinerziehend: Umzug

Ein Umzug mit Kind kostet eine Menge Geld. Deshalb können bedürftige Alleinerziehende vom Sozialamt eine Umzugsbeihilfe erhalten. Hier erhalten Sie auch einmalige Sonderleistungen zur Wohnungseinrichtung. Günstige gebrauchte Möbel finden Alleinerziehende beim Sozialen Möbeldienst oder bei anderen sozialen Diensten wie AWO, Caritas, Diakonie, die sich in vielen Gemeinden etabliert haben. Die Arbeitsagentur kann ebenfalls eine finanzielle Hilfe gewähren, wenn durch den Umzug die Arbeitslosigkeit beendet werden kann.
Informieren Sie sich gut und schauen Sie sich doch einige Möglichkeiten an, bevor Sie sich entscheiden, wo die kleine Familie leben soll. Die Wohnqualität bestimmt auch Ihre Zufriedenheit.

Quelle: Verband alleinerziehender Mütter und Väter Bundesverband e.V. (2012): Alleinerziehend – Tipps und Informationen. VAMV, Berlin

Foto: B. Wylezich – Fotolia.com

15 Kommentare

lea

16. Mai 2018 um 10:47 Uhr

Hallo bin 33alleinerziehnte Mama von drei Kids habr den Jugendamt vertraut und meine lage geschilder danach nahmen sie mir meine Kinder weg und mich holten sie auch raus zurzeit bin ich bei meinem bruder habe ein Zimmer und die kleinst konnte zurück zu mir jetzt bin ich auf der such nach einer neue Wohnung damit meine andere zwei zurück kommen dürfen doch das ist nit so leicht entweder sind die Kinder zu viel oder das ich Geld vom Amt bekomme gehe langsam kaputt ohne meine zwei anderen Kids

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Billy

9. Mai 2018 um 21:38 Uhr

Hallo, ich bin ein alleinerziehender Vater mit 2 Kindern. Ich war in Trier 6 Monate wohnungslos. Die Ämter haben mir nicht geholfen, es war eher alles Schickane, Angstmacherei und Drohungen.
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Auch die Polizei hatte sich schon auf mich eingeschossen, ich wurde bedroht und schickaniert.
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Geholfen wurde mir inoffziell von einer Mitarbeiterin in der Jugendherberge. Die merkte schnell was los ist und hat wenigstens versucht, uns irgendwie im Haus zu halten, damit wir nicht wieder auf der Strasse landen. Ein teures Vergnügen, aber Hilfe bekommen andere.
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Flüchtlingen wird geholfen, mir nie. Den Kindern schon gar nicht.
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600 km entfernt habe ich was in einer abartigen Gegend gefunden. Wir haben also inzwischen einen Mietvertrag.
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Nehmen wir als Standardbeispiel mal die GEWOBA. Ich stand als einziger Deutscher in Bremen. Der Saal war voll mit Menschen, alle bekamen eine Wohnung, wir nicht.
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Was da Positives bei match-patch steht ist wunderbar aber zu oft nicht real.

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    Nina

    15. Juli 2018 um 18:32 Uhr

    Bin gerade in der gleichen Situationwasserschaden – Jugendamt kommt und schaut regelmäßig ob Schimmel da ist! Donald Schimmel da ist und ich keine Wohnung habe, kommen meine Töchter in Pflegefamilien! So etwas geht gar nicht! Wie ist das denn mit dem kindeswohl vereinbar 😳

    Antworten auf Nina

Monika

24. Mai 2017 um 10:38 Uhr

Guten Tag bin 31 und Alleinerziehend mit Kind 11 Jahre.
Ich muss die Wohnung räumen zum 30.6.17 hab die guteverhandlung verloren grund Mängel der Wohnung.
Nun ist es schwer für mich und mein Kind eine Wohnung in der kurzer Zeit zu finden.
Mit freundlichen Grüßen Monika M

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    Monireh

    12. Juni 2017 um 13:23 Uhr

    Hallo Monika,

    leider habe ich mich von meinem Mann nach 12 Jahren Ehe und mit einem 7 jährigen Tochter seit ein einhalb Jahren trennen müssen, nachdem meine krebskranke Schwiegermutter aus Bulgarien zur Behandlung hier kam und 8 Monate bei mir war. Jetzt hat er sich eine 1 Zimmerwohnung genommen und lebt mit Mutter und Bruder zusammen. Holt aber meine Tochter ab und zu von der Schule ab. Finanziell werde ich auch von ihm nicht unterstützt und wollte auch nichts unternehmen, mit der Hoffnung, dass er zurückkommt. Ich habe mehrere Bewerbungen für eine Wohnung geschickt, aber leider alle mit Ablehnung. Ich muss irgendwie in der nähe meiner Eltern eine Wohnung finden, damit sie mich ab und zu mit der Abholung meiner Tochter unterstützen. (Also in Charlottenburg, Wilmersdorf o. Schöneberg/ Tiergarten). Ich habe auch eine WBS mit Dringlichkeit, aber kein Eigentümer hat bislang akzeptiert und ich weiss nicht mehr weiter. Ich habe auch eine feste Arbeit und kann auch auf Finanzierung eine Wohnung nehmen, aber habe leider keine passende Wohnung gefunden. In welcher Hinsicht können Sie mir weiterhelfen?!

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Pandora

13. Mai 2017 um 14:06 Uhr

Ich verstehe Eure Sorgen und auch die Wut über manche Ausländer , Ich bin selbst als kleinkind nach Deutschland gekommen.Ich bin Deutschland und den Deutschen sehr dankbar .Aus mir ist ein ordentlicher Mensch geworden ,habe mich also gut integriert.Nun stehe Ich genau an der gleichen Stelle wie Ihr. Ich brauche für mich und meine Tochter eine kleine Wohnung.Einfach wird es nicht, aber wer weiss vielleicht gibt es irgendwo eine kleine Wohnung für uns.Es ist trotzdem traurig, wenn manche Ausländer als ;Kanaken” bezeichnen!!!Solche Ausdrücke kommen üblichetweise von Leuten ,die nicht selbst arbeiten gehen, von Stütze leben und Ihre dummen Komentare verbreiten!Ich fühle mich nach 36 Jahren in Deutschland auch”Deutsch”,trotzdem werde Ich immer ein Ausländer bleiben,egal ob Ich sturdiert habe, gearbeitet habe usw…Es ist wichtig nicht alle Ausländer in einem Topf zu schmeissen.Oder willst Du im Ausland als ;Nazi”bezeichnet werden?Es gibt unter Deutschen viele Schwarze Schafe und leider auch unter den Ausländern.Hier muss die Politik etwas ändert, und nicht jedem der nicht arbeitet unterstützen!!!Viele Ausländer arbeiten und zahlen ihre Steuern, wovon auch Du , die über Ausländer meckert und nicht arbeitet,Geld vom Staat bekommt!!Deutsche machen weniger Kinder,deshalb braucht Deutschland mehr Kinder!Ansonsten würde es ohne den Ausländern in ??Jahren nicht viele Deutsche geben.Also gibt Euren Nachbarn,den Ausländern die Möglichkeit sich zu integrieren und sich zu hause zu fühlen, so wie Ich es in einem kleinen Dorf vor 36 Jahren wiederfahren habe .Und an den Ausländern ,die das hier alles lesen ,seid Dankbar und integriert Euch.

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Katya

28. Dezember 2016 um 11:25 Uhr

Ich bin selber Ausländer (aus Lateinamerika) oder kanacke wie ihr sagt. Bin Studentin und alleinerziehende Mutter von 2 Kinder. Seit drei Jahren suche ich eine Wohnung für mich und meine Kinder. Wir haben ein 2 Zimmer Wohnung. Eine Wohnung bekommen die leute d bezahlen können egal ob kanacke ist oder nicht.

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    Te Rangi

    30. August 2017 um 20:10 Uhr

    Hey Katy’s do you speak English?
    I’ve have been in Berlin for one month from New Zealand. I am Maori.
    I have two children also. They are a girl who is nearly 3 her name is Ruru and a boy who is 13 months his name is amio.

    Are you interested to meet to talk about a possible flat share?

    I am living with my in laws who are very supportive but I’d love to find a great flat to share with another awesome woman and children ??

    Antworten auf Te

Astrid Brodersen

15. Dezember 2016 um 09:45 Uhr

Ich finde es sehr schade, dasS ihr dafür Menschen, die nichts dafür können schlecht Macht! Denn die Probleme, die wir als alleinerziehende haben, liegen an einer seit Jahrzehnten schlechten Politik. Insbesondere in den letzten 15 Jahren, seit der Schröder-Regierung, haben sich die Bedingungen für uns verschlechtert. Das größte Problem ist das finanzielle. Aber, es gibt über 1,6 Millionen alleinerziehende. Stellt euch vor, wir würden uns solidarisieren, uns zusammenschließen und uns gegenseitig helfen. Wir könnten innerhalb kürzester Zeit so viel bessere Bedingungen für uns schaffen. Zb bezahlbaren Wohnraum, mehr zeit auch mal für sich selbst, Hilfen für aus- und Weiterbildung, Hilfen für größere Anschaffungen, Hilfen für kinderbetreuung, Hilfen für Freizeitaktivitäten der Kinder…..Und uns eine Lobby in der Politik.

Antworten auf Astrid

    Nina

    15. Juli 2018 um 18:38 Uhr

    Ich bin dabei. Mein Onkel war bekannter Fußballer darüber hätten wir vielleicht ne Chance

    Antworten auf Nina

Camila

9. August 2016 um 23:05 Uhr

Schön ist die Theorie. Die Realität sieht aber anders aus. Ich bin auch bald obdachlos mit einem Kleinkind, finde weder Wohnung noch eine Unterkunft in einem Mutter-Kind Haus, denn sie hier in München alle komplett belegt sind, und die Wartezeit beträgt ca. 14 Monate.
Auf dem freien Wohnungsmarkt ist es vergeblich, nach einer Wohnung zu suchen. Wenn ich sage, dass ich ein Kind habe, ist Schluss. Alleinerziehende und Auszubildende zugleich? Pfui Teufel, man wird sofort als asozial und unordentlich abgestempelt. Bei manchen Vermieter ist das Kind das Problem, bei den anderen ist die Tatsache, dass ich Auszubildende bin. Bei einigen ist die Wohnung zu klein, andere sagen, dass es unrealistisch von mir sei, nach einer Wohnung zu suchen, die ca. 50 qm groß ist. Sogar die Dame vom Jugendamt in meinem Landkreis hat mir gesagt, dass sie mir nicht helfen können, ich muss mein Kind irgendwo unterbringen und es sei allein mein Problem. Noch wohnen wir bei dem Kindesvater, aber es wird sich in 3 Wochen ändern. Er zieht aus, wir bleiben. Aber Moment? Wo ??? Das wissen wir nicht.

Antworten auf Camila

    Sandra

    28. November 2016 um 12:35 Uhr

    Die kanacken bekommen alles ist zum kotzen ??? sorry das ich mich so aus drücke aber es ist so

    Antworten auf Sandra

      Verena

      29. November 2016 um 14:42 Uhr

      Ok, vielleicht nicht nett ausgedrückt, aber du hast recht! Sie setzen immer mehr Kinder in die Welt und nutzen unseren Sozialstaat aus. Schlimm, dass auch ich mittlerweile so negativ darüber denke.Aufgrund dessen, dass ich ebenfalls alleinerziehend bin und mich in Ausbildung befinde, wohnen mein kleiner und ich in einer Stadt, in der die Mieten sehr günstig sind. Dementsprechend das Klientel. Wir Deutschen sind hier bald in der Unterzahl. Man sollte Frauen wie uns mehr unterstützen, die versuchen ihre Kinder ordentlich zu erziehen und nicht noch mehr Menschen in unser Land lassen, die unsere Kultur nicht wertschätzen!!!!

      Astrid

      15. Dezember 2016 um 09:46 Uhr

      Ich finde es sehr schade, dasS ihr dafür Menschen, die nichts dafür können schlecht Macht! Denn die Probleme, die wir als alleinerziehende haben, liegen an einer seit Jahrzehnten schlechten Politik. Insbesondere in den letzten 15 Jahren, seit der Schröder-Regierung, haben sich die Bedingungen für uns verschlechtert. Das größte Problem ist das finanzielle. Aber, es gibt über 1,6 Millionen alleinerziehende. Stellt euch vor, wir würden uns solidarisieren, uns zusammenschließen und uns gegenseitig helfen. Wir könnten innerhalb kürzester Zeit so viel bessere Bedingungen für uns schaffen. Zb bezahlbaren Wohnraum, mehr zeit auch mal für sich selbst, Hilfen für aus- und Weiterbildung, Hilfen für größere Anschaffungen, Hilfen für kinderbetreuung, Hilfen für Freizeitaktivitäten der Kinder…..Und uns eine Lobby in der Politik.

      derya

      18. Juni 2017 um 21:12 Uhr

      Ich bin türkin und hier in deutschland geboren und aufgewachsen. du kannst nicht jeden über einen kamm scheren.
      recht hast du nur damit das die die jetzt hierher kommen uns alles wegnehmen. ich bin mutter einer 12 jährigen. war fast ein jahr obdachlos.war schon bei der stadt und beim sozialamt. mir wurde dort gesagt das die wohnungen für die süriyer reserviert seien. dann hat eine (angeblich) freundin mir ihre eigentumswohnung vermietet da sie mit ihrem mann ein haus gekauft hat. jetzt nach 7 monaten kündigt sie mir. ich würde nicht so sein wie sie. sorry ich habe kein geld für luxus möbel . ich soll jetzt raus bis 1.10.17. doch hier kannst vergessen ne wohnung zu finden.

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