Tipps für die Kinderbetreuung zu Hause

von | 21. März 2020

Kinder zu Hause zu betreuen ist schön, wenn man gute Ideen für Beschäftigungsmöglichkeiten hat. Hier kommen einige Tipps für die Kinderbetreuung daheim…

KreidebildNicht nur in Zeiten der Corona-Krise, sondern auch wenn längere Ferien sind, die Kinder kränkeln oder sie aus anderen Gründen nicht fremdbetreut werden, brauchen Eltern Ideen, wie die Familie ihre Zeit möglichst stress- und streitfrei verbringt. Nicht immer können sich Eltern auf Notfallbetreuungen verlassen. Alleinerziehende Mütter und Väter haben zwar bessere Chancen, ihre Kinder notfallmäßig betreuen zu lassen, aber manchmal geht das nicht und vielleicht möchten Alleinerziehende das auch nicht. Wenn Schulen und Kindergärten längere Zeit geschlossen haben, sitzt man (ungewohnt) lange Zeit aufeinander und die Nähe, gepaart mit Langeweile oder Stress kann zu Konfliktsituationen führen. Diese Tipps helfen Familien, die Kinderbetreuung zu Hause möglichst stressarm und freudvoll zu gestalten. Außerdem sollten Schulkinder in unterrichtsfreien Zeiten zu Hause auch lernen, damit sie am Ball bleiben. Es gibt verschiedene Lernmöglichkeiten, die pädagogisch wertvoll sind, Spaß machen und sich leicht in den Alltag einbauen lassen.

Outdoor-Aktivitäten mit Kindern

Solange man rausgehen kann, bieten sich zahlreiche Outdoor-Aktivitäten an. Spazierengehen, Radfahren, den eigenen Hund oder den eines Nachbarn ausführen sind gute Möglichkeiten, um an die frische Luft zu kommen. Pflanzen säen, ein Kinderbeet anlegen oder Kräuter auf der Fensterbank ziehen ist HSU-Unterricht hautnah mit schmackhaften Resultaten. Kinder können gut in Gartenarbeit einbezogen werden. Im Garten könnt ihr auch eine Schnitzeljagd oder eine Schatzsuche veranstalten. Fußball und Federball spielen sowie andere Sportarten, die sich im Garten ausüben lassen, sind ein guter Zeitvertreib und halten fit. Tau ziehen, Springseil springen, Hula-Hoop oder Gummitwist sind ebenso im Freien möglich. Vielleicht benötigt euer Garten eine Aufräumaktion oder der Hauseingang eine hünbchere Gestaltung. Hier könnt ihr gemeinsam kreativ werden.

Indoor-Aktivitäten

Kinderbetreuung zu Hause muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass sämtliche Kontakte auf der Strecke bleiben. Man kann mit Freunden oder Großeltern über Facetime oder Skype telefonieren, ihnen Fotos schicken oder einen Brief schreiben. Etwas Zeit mit digitalen Medien zu verbringen ist okay, aber grundsätzlich sollte die Zeit mit dem Smartphone oder mit der Playstation so gering wie möglich ausfallen. Es gibt schließlich viele Möglichkeiten, was ihr zu Hause machen könnt.
Wenn man an die Wohnung gebunden ist, sind Lesen, Hörspiele hören, Basteln, Malbuch ausmalen, Handarbeiten, Puzzeln oder was Größeres aus Playmobil bzw. Lego bauen, beliebte Beschäftigungen. Aber auch Familienspiele machen Spaß und man kann dabei viel lernen. Sind alle Bücher gelesen und alle Spiele gespielt, könnte man einen Bücher- oder Spieletausch mit Freunden organisieren.

Mehr Zeit für gemeinsame Indoor-Aktivitäten haben alle, wenn sie beim Haushalt mithelfen. Durch den Großputz glänzt die Wohnung und alle fühlen sich wohler, dabei kommen oft gute Ideen, wie man das Heim verschönern kann. Beim Aufräumen finden sich meist verschollene Spielzeuge. Zum Großreinemachen gehören auch Keller und Speicher. Dort können tolle Dinge entdeckt werden, mit denen sich die Kids beschäftigen. Kinder können nicht nur beim Haushalt, sondern auch beim Kochen helfen. Kinder sind kreative Köche und es macht sie stolz, neue Rezepte auszuprobieren, was Größeres zu kochen oder zu backen. Wie wäre es mit einem mehrgängigen Menü oder selbst gemixten alkoholfreien Cocktails oder Säften, z.B. mit gefrosteten Beeren und Minze? Danach könntet ihr es euch auf dem Sofa gemütlich machen und einen Spielfilm, Familienvideos oder alte Fotoalben anschauen. Außerdem könntet ihr gemeinsam musizieren, singen, durch die Wohnung tanzen, alte CDs rauskramen, Kassetten hören und Bilder dazu malen, Comics zeichnen, Radio hören, Zeitung lesen und über aktuelle Themen sprechen, Theater (mit selbst gebastelten Handpuppen) spielen oder Zaubertricks vorführen. Und endlich ist mal Zeit, um lange in der Badewanne zu sitzen und zu entspannen.

Zu Hause lernen mit Kindern

Wenn Kinder unterrichtsfrei haben, ist das nicht gleichbedeutend mit Ferien, denn sie sollten trotzdem lernen. Dabei hilft es, den Alltag zu strukturieren, indem Lernzeiten festgelegt werden oder die Kinder ihren eigenen Stundenplan aufstellen. Der Bayrische Rundfunk stellt in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus mit „Schule daheim“ ein Angebot zum Lernen zu Hause bereit. Das kostenlose Angebot findet ihr auf ARD-alpha, in der BR Mediathek und auf dem Infoportal mebis. Kostenlos testen lassen sich die Lernplattformen Sofatutor sowie Learnattack von Duden und Schulkinder, deren Schule wegen des Corona-Virus geschlossen bleibt, erhalten 2 Wochen kostenlosen Fernunterricht bei scoyo. Daneben gibt es zahlreiche Apps wie zum Beispiel Skills4School, Simpleclub oder Sharezone. Ihre Fremdsprachenkenntnisse können Kinder bei einem Online-Sprachkurs erweitern und die Allgemeinbildung frischen auch größere Kinder noch gern bei der guten alten Sendung mit der Maus auf. Oder sie schauen sich Reportagen bzw. Dokus an. Spaß haben und gleichzeitig ihr Köpfchen anstrengen können die Kids bei Antolin oder Zahlenzorro.

Kinder können in unterrichtsfreien Zeiten auch viele lebensnahe Dinge lernen, die in der Schule nicht behandelt werden oder nur kurz angesprochen werden. Frag doch mal dein Kind, was es gerne lernen will oder worüber es gerne mehr wissen würde.

Macht doch mal Schule verkehrt herum – die Kinder stellen euch Eltern Aufgaben. Das ist total witzig. Welche Note ihr wohl kassiert?

Was macht ihr mit euren Kids zu Hause? Wir freuen uns auf viele Kommentare!

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