SSW 22: Die zweiundzwanzigste Schwangerschaftswoche

von | 4. April 2016

In der 22. Schwangerschaftswoche ist das heranwachsende Kind etwa 27cm groß und wiegt 350g. Körperliche Veränderungen und Tipps für Geschwisterkinder.

22 SSW

Im Babybauch geht es rund. Die Bewegungen des Babys sind deutlich spürbar und es probiert ständig neue Turnübungen aus. Es kann sogar schon einen Purzelbaum. Den können Mama, Papa und auch die Geschwister spüren wenn sie ihre Hand auf den Kugelbauch legen.

Die Entwicklung des Kindes in der 22. Woche

Das Baby ist etwa 27 Zentimeter groß und wiegt etwa 350 Gramm. Gewichtsabweichungen von diesen Schätzungen sind kein Grund zur Beunruhigung. Es gibt nun mal leichtere und schwererer Kinder, größere und kleinere. Außerdem hat das Baby noch einigen Wochen im Mutterleib vor sich, in denen es wachsen und „aufholen“ kann. Das Kind verbringt viel Zeit damit, sich zu bewegen. Die Mutter merkt immer mehr davon und auch der werdende Papa und die Geschwisterkinder können das Baby durch die Bauchdecke spüren. Manche nehmen die kindlichen Bewegungen als Strampeln, Boxen oder Purzelbäume wahr. Ruckartige Bewegungen, die mehrere Minuten anhalten, deuten auf einen Schluckauf hin. Mit Schluckauf stärkt das Baby seinen Atemapparat und trainiert für das Atmen an der Luft. Auch nach der Geburt haben Babys häufig Schluckauf, was sie aber nicht zu stören scheint. Nachgeburtlicher Schluckauf liegt an der physiologischen Unreife des Zwerchfells. Der Schluckauf lässt etwa vier Monate nach der Geburt nach.

Körperliche Veränderungen der Mutter in der SSW 22

Um den Warzenhof herum lassen sich kleine Erhebungen erkennen. Die Montgomery-Drüsen bereiten Ihre Brust aufs Stillen vor. In den Drüsen wird ein pflegendes Sekret gebildet, welches die Brustwarze und den Warzenhof geschmeidig hält. So wird Rissen oder Verletzungen vorgebeugt. Mein Tipp: Lassen Sie die Finger von Abhärtungstechniken wie Reiben mit rauen Stoffen an der Brustwarze. Sie reiben damit womöglich nur die natürlichen Pflegestoffe weg und haben dann ein Problem beim Stillen!
Um die 22. Woche herum leiden einige Schwangere unter Wadenkrämpfen. Das kann ein Hinweis auf Magnesiummangel sein. Die Hebammen Simone Wirtz und Irma Geiser Morelato empfehlen als Schutz vor nächtlichen Wadenkrämpfen, sich vor dem Zubettgehen ausgiebig zu strecken und zu dehnen. Magnesiumtabletten können zu Durchfall und vorzeitigen Wehen führen. Doch ein Magnesiummangel lässt sich den beiden erfahrenen Hebammen nach durch magnesiumreiche Kost wie Bananen, Kartoffeln, Kohlrabi und Sesam beheben.

Geschwisterkinder auf die Ankunft des Babys vorbereiten

Mit der Rundung des Bauches nimmt meistens auch das Interesse des Geschwisterkindes an dem Baby im Bauch zu. Nehmen Sie sich Zeit, auf die Fragen einzugehen. Ihr Kind baut jetzt schon eine Beziehung zu seinem Geschwisterchen auf. Und beziehen Sie Ihr Kind unbedingt mit in die Schwangerschaft ein so weit wie es sich für das Kind gut anfühlt. Möchte es mit zum Arzt oder zur Hebamme? Möchte es den Bauch mal eincremen? Oder spürt es gerne Babys Strampeln? Vielleicht interessiert sich Ihr Kind aber mehr für die Zeit nach der Geburt. Dann können Sie schon mal wickeln oder anziehen üben. Je mehr Sie Ihr Kind einbeziehen, desto wichtiger fühlt es sich und entwickelt weniger Eifersucht. Weitere Tipps, wie Sie Ihr Kind auf die Ankunft des Babys vorbereiten können, finden Sie hier.

Hier geht es weiter zur SSW 23

Quelle:

Kainer, Franz/Nolden, Annette (2014): Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag, München
Wirtz, Simone/Geiser Morelato, Irma (2015): Hebammen-Wissen ganz natürlich. Alles über Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach. BLV Buchverlag, München

Foto: © sante75 – Fotolia.com

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