Tipps für eine gesunde Schwangerschaft

von | 27. November 2012

Tipps für eine gesunde Schwangerschaft: Welche Nahrungsergänzungspräparate, Untersuchungen und Angebote für Schwangere und Babys wirklich empfehlenswert sind.

gesunde SchwangerschaftEine schwangere Frau geht mit einem positiven Schwangerschaftstest in die Frauenarztpraxis hinein und kommt grübelnd mit einem Packen Broschüren, Arzneirezepten und Medikamentenproben wieder heraus. So manch eine fragt sich: Bin ich schwanger oder krank? Der Frauenarzt und die Industrie klären Schwangere über sämtliche Risiken auf, so dass sich einige Frauen davon regelrecht verrückt machen lassen. Sie haben Angst, etwas falsch zu machen und ihrem Baby zu schaden. Dabei ist eine Schwangerschaft ein natürlicher Vorgang und es gibt Dinge, die nur wenig oder gar keinen Sinn machen oder sogar gefährlich sind.

Nahrungsergänzung für Schwangere

Der Frauenarzt legt einer Schwangeren die Einnahme von Folsäuretabletten ans Herz. Inzwischen gibt es unzählige Kombipräparate für Schwangere mit Jod, Eisen, Magnesium und etlichen Vitaminen. Folsäure soll den offenen Rücken verhindern, doch tatsächlich ist kein Rückgang durch die Folsäureprophylaxe seit 1998 zu verzeichnen, so der Arzt Friedrich P. Graf. Er warnt Schwangere vielmehr vor der Einnahme von Nahrunsgergänzungspräparaten, denn die synthetischen Stoffe stehen mit zerstörerischen Krankheiten wie Krebs in Beziehung. Eisen kann zu Verstopfungen, Geburtsbehinderungen sowie verstärkten Blutungen führen und Magnesium schwächt die wichtigen Geburtswehen – um nur einige der von ihm aufgeführten Gefahren zu nennen. Graf kritisiert, dass gesunde Menschen aus wirtschaftlichem Interesse zu Patienten gemacht werden. Es werden Gefahren angedroht und Ängste produziert, die sich negativ auf die Schwangerschaft auswirken können. Schwangere und Kleinkinder nehmen heute mehr Arzneimittel als jemals zuvor und Säuglinge starten mit Vitamin K, Vitamin D, Fluor und zahlreichen Impfungen in ihr junges Leben. Dabei werden die Menschen nicht gesünder, sondern immer kränker.

Vorsorgeuntersuchungen in der Schwangerschaft

Gesunden schwangeren Frauen bezahlt die Krankenkasse drei Ultraschalluntersuchungen. Daneben bieten Gynäkologen weitere Ultraschälle auf Selbstzahlerbasis an, „Babyfernsehen“ genannt. Auf meine Nachfrage, wozu das Angebot gut sei, antwortete mir eine Arzthelferin: „Damit sich die werdenden Väter bei den Vorsorgeuntersuchungen nicht langweilen. Sonst kommen die ja nicht so oft mit.“ Es ist zwar nicht erwiesen, dass Babys den Ultraschall wahrnehmen können, dennoch ist er manchen Ungeborenen so unangenehm, dass sie versuchen, aus dem Schallbereich herauszukommen. Schwangere können zudem einen feindiagnostischen Ultraschall durchführen lassen. Praxen oder private Ultraschallstudios filmen das ungeborene Kind und es gibt Ultraschallgeräte für den Hausgebrauch, um jederzeit den Herzschlag des Babys abhören zu können. Frauen, die bereits eine oder mehrere Fehlgeburten hinter sich haben oder generell sehr ängstlich sind, können sich so ständig vergewissern, dass das kleine Kinderherzchen noch schlägt. Dabei warnt der Hersteller vor intensivem Gebrauch. Im Versuch mit Mäuseembryonen wurden Zellveränderungen nach einer längeren Beschallung festgestellt. Die Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM) bestreitet eine Gefahr für Menschenkinder. Dennoch plädiert sie für einen angemessenen Umgang mit Ultraschall.

Angebote für Schwangere und Babys

Dem Babybauch vorlesen war gestern – Musikkurse für Schwangere ab dem sechsten Monat sollen dem Kind das Gefühl vermitteln, im Mutterleib willkommen zu sein und außerdem dabei helfen, seine Muttersprache zu erkennen. Hypnobirthingkurse, Schmuck mit bestimmten Edelsteinen, um den Babybauch bimmelnde Glöckchen, Aquafitnessübungen, Schwangerenyoga, Akupunktur und pränatale Massagen sollen zu mehr Wohlbefinden des Babys führen und letztlich die Geburt erleichtern. Medizinisch ausgerichtete Institute wie seracell.de bieten an, das Nabelschnurblut privat einzufrieren oder homöopathische Globuli aus der Plazenta herzustellen. Bei all den Empfehlungen schwirrt Schwangeren der Kopf. Sie sollen sich auf ihr Kind freuen und nicht ständig Angst haben, etwas falsch zu machen, wenn sie diesen Kurs nicht buchen oder jenes Angebot nicht wahrnehmen. Ich rate Schwangeren, gelassen zu bleiben, aber sich kritisch mit dem Arzneimittelkonsum auseinander zu setzen. Friedrich P. Graf erklärt die Risiken der so harmlos anmutenden Vitaminpräparate. Er sagt Ihnen auch, wie Sie mit einer entspannten Einstellung, der entsprechenden Ernährung und gut aufgeklärt diese wunderschönen neun Monate gesund genießen können:

Graf, Friedrich P. (2010): Kritik der Arzneiroutine bei Schwangeren und Kleinkindern. Sprangsrade Verlag, Ascheberg

Foto: cirquedesprit – Fotolia.com

2 Kommentare

nina

21. Januar 2013 um 12:50

Ich bin jetzt in meiner zweiten Schwangerschaft und will der bevorstehenden Übelkeit am Morgen diesesmal gleich entgegenwirken 😉
Ich habe mich in der Apotheke nach Produkten erkundigt, die möglichst auf pflanzlicher Basis hergestellt wurden.
Seit 2 Wochen benutze ich so einen Roll-On von Sea-Band mama mit ätherischen Ölen und so kleine Armbänder zur Akupressur. Als die Apothekerin mir die Armbänder empfohlen hat war ich ziemlich skeptisch – aber sie helfen wirklich. Ich stehe jetzt schon den 8. Tag ohne Übelkeit auf.

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