SSW 6: Die sechste Schwangerschaftswoche

von | 10. November 2014

Körperliche und hormonelle Veränderungen in der sechsten Schwangerschaftswoche. Schon in den ersten Wochen den Arbeitgeber informieren und eine Hebamme aufsuchen.

sechste SchwangerschaftswocheIn der sechsten Woche vollzieht sich Spannendes im Bauch der Mutter – auch wenn diese vielleicht noch gar nicht weiß, dass sich dort ein kleines Baby eingenistet hat. Das Baby entwickelt sich enorm, das Herzchen schlägt und auch die Schwangerschaftsanzeichen werden deutlicher.

Die Entwicklung des Babys in der SSW 6

Das Baby sieht in der sechsten Schwangerschaftswoche aus wie ein kleines Würmchen. Die Verdickung am oberen Ende ist das Köpfchen und die Krümmung ist der Rücken. In diesem kleinen Würmchen schlägt bereits ein Herz, welches die weiteren Organe versorgen kann. Der Kreislauf ist in Schwung. Die Nabelschnur des kleinen Embryos reicht aus dessen Bauch bis zum Choriongewebe, aus dem sich die Plazenta entwickelt. In der Nabelschnur bilden sich Blutgefäße, welche die Nährstoffe vom mütterlichen Organismus in den kindlichen Organismus transportieren.

Sechste Woche: Körperliche Veränderungen der Mutter

Die Gebärmutter wächst und bei einer vaginalen Untersuchung können Arzt oder Hebamme schon eine Veränderung des Gebärmutterhalses ertasten. Dieser fühlt sich nun fester an. Viele schwangere Frauen leiden in den ersten Wochen unter Übelkeit und Erbrechen. Wer mehrere kleine Mahlzeiten am Tag isst, nicht zu stark würzt, auf säurehaltige Lebensmittel und kalte sowie kohlensäurehaltige Getränke verzichtet, kann diesen Symptomen etwas entgegenwirken. Das Erbrechen ist nicht schädlich fürs Baby. Allerdings verliert der Körper die Nahrung, aus der er die Nährstoffe fürs Kind zieht. Die Mutter kann sich schlapp fühlen, doch Ingwertee, Akupressur und viele entspannende Ruhepausen tun der werdenden Mutter gut.

Hormonelle Veränderungen

Die Hormone werden in der Schwangerschaft ganz schön durcheinandergewirbelt. Prolaktin wirkt auf das Brustdrüsengewebe und auch das hPL (human placental lactogen) veranlasst das Wachstum der Brustdrüse und es erhöht den Glukosespiegel der Mutter, damit dem Kind mehr Glukose zur Verfügung steht. Auch Cortisol ist an diesem Prozess beteiligt. Östrogen fördert die Durchblutung der Organe und das Wachstum der Gebärmutter. Progesteron erweitert die Blutgefäße, denn die Durchblutung des mütterlichen Körpers ist ja nun verstärkt. Der Bedarf an Schilddrüsenhormonen ist gesteigert, da in der Schwangerschaft ein erhöhter Stoffwechselvorgang herrscht. Hormone bestätigen nicht nur eine Schwangerschaft, sondern deren Fortgang lässt sich auch hormonell sehr gut beobachten.

Den Arbeitgeber über die Schwangerschaft informieren

Sobald eine Frau von ihrer Schwangerschaft erfährt, kann es ratsam sein, den Arbeitgeber darüber zu informieren. So kommt die werdende Mama in den Genuss des Mutterschutzes. Beim Mutterschutz wird nicht nur die Mutter, sondern es wird vor allem das ungeborene Kind geschützt. Schwangere Frauen dürfen keine schweren körperlichen Arbeiten verrichten und sie dürfen keinen gesundheitsgefährdenden Faktoren ausgesetzt sein. Auch für schwangere Frauen, die berufsbedingt ständig stehen oder sich strecken, beugen oder gebückt halten müssen, kann ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden. Es ist am besten, wenn die werdende Mama ihre Arbeitssituation mit ihrem betreuenden Frauenarzt oder mit ihrer Hebamme bespricht.

Hebammenleistung in der Frühschwangerschaft

Bereits in der Frühschwangerschaft kann es sehr sinnvoll sein, sich von einer Hebamme betreuen zu lassen. Ärzte und Hebammen arbeiten oftmals Hand in Hand. Sämtliche Hebammenleistungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse: ausführlichere persönliche und telefonische Gespräche, Vorsorgeuntersuchungen (ausgenommen Ultraschall), Ausstellung des Mutterpasses, Bescheinigungen über den errechneten Geburtstermin, Geburtsvorbereitung, Geburtsbegleitung und Nachsorge. In einer Hebammenpraxis herrscht häufig eine entspanntere Atmosphäre als in einer Arztpraxis und für Frauen mit Sorgen und Ängsten in der Frühschwangerschaft können sich Hebammen einfach mehr Zeit nehmen. Die Untersuchungen werden genauso gewissenhaft durchgeführt. Viele Hebammen und Schwangere duzen sich, was ein schönes Vertrauensverhältnis signalisiert. Es lohnt sich der Besuch in einer gemütlich eingerichteten Hebammenpraxis schon in der sechsten Woche.

Hier finden Sie Tipps für eine gesunde Schwangerschaft und hier geht’s weiter zur SSW 7

Quelle: Kainer, Franz/Nolden, Annette (2014): Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag, München

Foto: © underdogstudios – Fotolia.com

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