SSW 36: Die sechsundreißigste Schwangerschaftswoche

von | 3. April 2018

Die meisten Kinder haben in der 36. Woche ihre endgültige Geburtsposition bereits eingenommen. Aber auch Kinder in BEL Querlage können sich noch drehen.

36 SSWDas Köpfchen des Kindes rutscht immer tiefer ins Becken und die werdende Mama verspürt die ersten Senkwehen. Die meisten Kinder kommen mit dem Kopf voran zur Welt. Doch es ist auch möglich, sein Kind ganz natürlich aus anderen Geburtspositionen heraus zu gebären.

Die kindliche Entwicklung in der SSW 36

Die Durchschnittsgröße eines ungeborenen Kindes in der 36. Schwangerschaftswoche beträgt 46 Zentimeter und das Durchschnittsgewicht liegt bei 2700 Gramm. Dein Baby nimmt jetzt noch kräftig zu. Das können um die 200 Gramm pro Woche bis zur Geburt sein. Die meisten Kinder haben in der 36. Woche ihre Geburtsposition bereits eingenommen und liegen in der sog. Schädellage. Dein Baby hat seine Käseschmiere inzwischen zum Teil abgelegt und es zeigt sich die rosige Babyhaut, die du bald streicheln kannst.

Die werdende Mama in der 36. Woche

Die Gebärmutter befindet sich am Rippenbogen und du spürst die Bewegungen deines Kindes dort nun ganz intensiv. Wenn sich dein Baby bewegt, verformt sich auch dein Bauch. Das sieht manchmal ganz schön lustig aus! Um die SSW 36 herum beginnen die ersten Senkwehen, die in unregelmäßigen Abständen auftreten. Sie helfen dem Kind, tiefer ins Be cken zu rutschen. Einige Frauen verspüren schmerzhafte Senkwehen, wiederum andere merken kaum etwas davon oder nichts. Was jedoch alle in der nächsten Zeit feststellen ist die Tatsache, dass sich der Bauch senkt.

Das Kind im Mutterleib wenden

Zunächst ist es möglich, ein Kind aus sämtlichen Geburtspositionen heraus zu gebären. Dennoch kommen die meisten Kinder mit dem Kopf voran auf die Welt, was offenbar die günstigste Startposition ist. Es kann durchaus sein, dass sich dein Kind in der 36. Woche noch spontan von einer Beckenendlage (BEL) oder Querlage heraus in die Schädellage dreht. Falls nicht, gibt es einige Möglichkeiten, dein Kind im Mutterleib zu wenden oder zum selbständigen Drehen anzuregen. Du selbst kannst versuchen dein Kind zum Drehen zu bringen, indem du eine eingeschaltete Taschenlampe auf deinem Bauch langsam vom Köpfchen deines Kindes zum Schambeim führst. Du kannst diese Übung einige Minuten wiederholen bis dein Baby einen Purzelbaum macht und mit seinem Kopf voraus im Becken landet. Du kannst dein Kind nach dieser Methode auch mit einem Glöckchen nach unten locken. Die indische Brücke ist ebenfalls eine Methode der sanften Wendung: Lege dich mit 2 Kissen unterm Po auf den Rücken und lagere deine Unterschenkel auf einem Hocker. Das Becken wird nun so gekippt, dass einige Kinder in die Schädellage rutschen. Hebammen oder Heilpraktiker können versuchen, das Kind mittels Moxibution zur Drehung anzuregen. Es gibt auch die Möglichkeit der äußeren Wendung, die in einer Klinik vollzogen wird. Ein Arzt versucht das Kind von außen zu drehen, indem er den Kopf und den Steiß des Babys umfasst und das Kind in die Schädellage schiebt. Diese Methode ist allerdings mit einigen Risiken verbunden. Wenn sich durch die äußere Wendung die Herztöne des Kleinen verschlechtern, wird sofort ein Kaiserschnitt durchgeführt. Also besprich lieber einige sanfte Methoden mit deiner Hebamme oder akzeptiere, dass dein Liebling in einer besonderen Geburtsposition zur Welt kommt.

Hier geht es weiter zur SSW 37

Quelle:
Kainer, Franz/Nolden, Annette (2014): Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag, München

Foto: © Günter Menzl – Fotolia.com

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