SSW 39: Die neununddreißigste Schwangerschaftswoche

von | 18. Dezember 2018

  In der 39. Woche drückt das Kind schon mächtig nach unten. Es hat kaum noch Bewegungsfreiheit in Mamas Bauch, der einen stattlichen Umfang von ca. 1m hat.

39 SSW

Spätestens jetzt setzt bei vielen Schwangeren der sog. Nestbautrieb ein. Dieser verkündet oftmals die unmittelbar bevorstehende Geburt. Am liebsten würdest du nochmal das gesamte Haus putzen. Du nimmst die Vorhänge ab, scheuerst die Terrasse, sortierst ständig die Babykleidung und möchtest für die Ankunft des Kindes alles möglichst sauber und ordentlich haben. Schwangere sollten sich jetzt keineswegs übernehmen, sondern ihre Kräfte für die Geburt schonen.

Die kindliche Entwicklung in der SSW 39

Das Baby ist kurz vor der Geburt etwa 49 Zentimeter lang und wiegt um die 3250 Gramm. Allerdings fallen die Messungen beim Ultraschall in der Spätschwangerschaft oft ziemlich unterschiedlich aus und so manch ein groß geschätztes Kind kam viel kleiner zur Welt und umgekehrt. In deinem Bauch ist es wahrscheinlich ruhiger geworden. Die Aktivitäten deines Lieblings beschränken sich momentan auf Wachsen und Gewicht zulegen. Die Käseschmiere und auch die Lanugo-Haare sind zum großen Teil verschwunden und dein Kind hat wichtige Fettpölsterchen angelegt.

39. Woche: Der Körper der Schwangeren

Da dein Baby schon recht schwer ist, drückt es nach unten. Manchmal kann dieser Druck beim Sitzen oder Gehen unangenehm sein. Dann solltest du dich hinlegen und dir ein dickes Kissen unter die Knie legen. Diese Position entlastet den Beckenboden. Dein Kleines drückt dir vielleicht ganz schön auf die Blase und du musst häufiger als sonst zur Toilette. Bitte reduziere deshalb deine Trinkmenge nicht, sondern bleibe bei den 2 ½ Litern, die dir pro Tag empfohlen werden. Diese Menge ist nötig, um deinen Kreislauf stabil zu halten. Am besten für deinen Körper ist natürlich Wasser, Saftschorle, Getreidekaffee oder Tee. Doch Vorsicht: Einige Kräutertees, die Zimt, Nelken oder Eisenkraut enthalten, können Wehen auslösen. Soll die Geburt jetzt schon sanft eingeleitet werden, dann darfst du diese Tees trinken. Dein Bauch hat jetzt einen Umfang von etwa 1m erreicht. Die Haut ist gespannt und kann jucken. Verzichte jetzt lieber auf austrocknende Duschgels oder Seifen. Es genügt, deinen Bauch mit warmem Wasser abzuduschen und ihn bei stärkeren Spannungsgefühlen mit einem milden Öl zu verwöhnen. Grüner Tee kann übrigens auch gegen Juckreiz helfen. Dazu lässt du ihn mindestens 4 Minuten lang ziehen und reibst deinen Bauch damit ein.

Richtig atmen während der Wehen

Wer während der Wehen richtig atmet, kann Schmerzen entgegenwirken und die Geburt aktiv unterstützen. Die Adoula Nadine Wenger empfiehlt, bei Wehen tief Luft zu holen und in den Bauch zu atmen. Dann atmest du langsam und hörbar wieder aus. Forme deinen Mund zu einem O. Je lockerer du deinen Mund dabei öffnest, desto weicher wird auch dein Muttermund, denn diese beiden Muskelgruppen hängen zusammen. Du kannst dir beim Ausatmen auch vorstellen, wie sich der Geburtskanal in dem Moment weitet. So hilft das Ausatmen deinem Kind, auf sanfte Weise durch den Geburtskanal zu gleiten. Diese Atemtechnik trägt dazu bei, dich zu entspannen und Geburtsschmerzen, die aus einer Verkrampfung heraus entstehen, zu lindern. Du atmest dein Baby dabei regelrecht nach unten. Vielleicht direkt in deine Hände, die es liebevoll auffangen.

Quelle:
Kainer, Franz/Nolden, Annette (2014): Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag, München
Wenger, Nadine (2013): Natürliche Wege zum Babyglück. In Liebe geboren, ins Leben getragen, geborgen auf Erden. Verlag Neue Erde, Saarbrücken

Foto: © Kzenon – Fotolia.com

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