SSW 40: Die vierzigste Schwangerschaftswoche

von | 23. März 2019

Das Baby drückt nach unten und in der 40. Woche achten Schwangere verstärkt auf solche Anzeichen für die Geburt. Es kann schließlich jeden Tag so weit sein…

40 SSW

Laut Lehrbüchern ist die SSW 40 gleichzeitig die letzte Schwangerschaftswoche. Doch nicht immer halten sich die Kleinen im Bauch an diesen Termin. Die Kinder wissen, wann es so weit ist. Vorsichtshalter werden Schwangere bei Terminüberschreitung jeden zweiten Tag zur Vorsorge gebeten. Das Überschreiten des ET ist kein Grund zur Beunruhigung. Solange es der werdenden Mutter und ihrem Kind gut gehen, muss die Geburt nicht eingeleitet werden.

Die Entwicklung des Kindes in der 40. Woche

Durchschnittlich wiegt ein Baby in der SSW 40 3500 Gramm und misst um die 51 Zentimeter. Sein Kopfumfang beträgt etwa 35 Zentimeter. Viele Schwangere haben Angst vor dem Durchtritt des relativ großen Köpfchens. Doch die Schädelknochen des Kindes können sich während des Geburtsvorganges verschieben, da sie noch nicht fest verwachsen sind. So wird der Kopfumfang reduziert und dein Liebling passiert den Geburtskanal sanfter. Falls sich das Köpfchen dadurch etwas verformt, ist das kein Grund zur Beunruhigung: Spätestens nach ein paar Tagen nimmt der Kopf eine runde Form an. Falls dein Baby in der Schädellage liegt, drückt sein Köpfchen in den mittlerweile erweichten Gebärmutterhals. Dadurch entsteht ein Druck auf den Muttermund. Leichte Bewegung wie Spazierengehen verstärken diesen Druck und sind eine gute Geburtsvorbereitung.

Die werdende Mama in der SSW 40

Du wartest wahrscheinlich schon auf erste Anzeichen der bevorstehenden Geburt. Jedes Ziehen und Drücken nimmst du nun verstärkt wahr und vor allem Erstgebärende sind verunsichert, ob es sich etwa schon um Wehen handelt. Wenn dir beim Arzt oder von der Hebamme bestätigt wurde, dass der Muttermund inzwischen verstrichen ist, dauert es nicht mehr lange bis zur ersten Wehe. Die Ungewissheit, wann das Baby endlich kommt, ist schon eine Geduldsprobe. Es kann einer Schwangeren ziemlich auf die Nerven gehen, wenn dann auch noch täglich Verwandte und Freunde anrufen, um sich zu erkundigen, ob es denn schon so weit ist. Wenn dich das stört, sage ganz klar, dass du dich meldest, sobald das Baby da ist. Du brauchst jetzt deine ganze Energie für die Geburt und Anspannung schadet dir und deinem kleinen Liebling nur. Ein wohltuendes Bad, Yoga-Übungen, ein gutes Essen, Lesen und schöne Gedanken an dein Baby lassen dich entspannen.

Kontrolluntersuchungen bei Terminüberschreitung

Ist der errechnete Geburtstermin überschritten, wirst du jeden zweiten Tag oder sogar täglich zur Kontrolluntersuchung gebeten. Das ist als Einladung zu verstehen und keine Verpflichtung. Dennoch ist es sinnvoll zu schauen, wie sich beispielsweise die Fruchtwassermenge verhält. Ist diese vermindert, kann sich das nachteilig auf die Durchblutung der Nabelschnur auswirken. Dann kann die Sauerstoffversorgung deines Kindes beeinträchtigt sein. Du kannst zur Kontrolluntersuchung in die Arztpraxis oder zur Hebamme gehen. Ärzte machen in der Regel einen Ultraschall und sofern alles in Ordnung ist, muss nicht unbedingt ein CTG geschrieben werden. Einen Wehenbelastungstest halten Mediziner inzwischen für überflüssig, da er mehr schadet als nützt und die Gefahr einer unnötigen Geburtseinleitung besteht. Hebammen machen keinen Ultraschall, sondern tasten deinen Bauch ab, kontrollieren den Muttermund und hören die Herztöne des Kindes ab.
Entspanne dich nun – es dauert gewiss nicht mehr lange, bis du deinen Schatz in den Armen hältst!

Quelle der medizinischen Hintergründe: Kainer, Franz/Nolden, Annette (2014): Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag, München

Foto: © Superingo – Fotolia.com

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