Der Nikolaus kommt!

von | 1. Dezember 2014

Der heilige Nikolaus lebte im 4. Jahrhundert in der heutigen Türkei. Er war ein Bischof mit großem Herz für Kinder und Arme. Brauchtum und Geschenkideen...

Weihnachtsplätzchen im NikolausstrumpfAm 6. Dezember feiern wir den Nikolaustag. Für Kinder ist das ein großartiges Ereignis wenn alte Bräuche wiederbelebt werden, der Nikolaus an die Tür klopft und wahrhaftig vor einem steht. Dann ist so manch ein kleiner Frechdachs richtig ehrfürchtig. Kinder lieben Rituale und den Nikolausabend zu feiern ist ein schöner Brauch auch für atheistisch erzogene Kinder.

Wer war der heilige Nikolaus?

Der heilige Nikolaus hat nichts mit dem Weihnachtsmann oder mit Santa Claus zu tun. Letztere sind lediglich Märchenfiguren. Der heilige Nikolaus aber hat tatsächlich im 4. Jahrhundert in der heutigen Türkei gelebt. Er war ein Bischof, der ein großes Herz für Kinder und Arme hatte. Er soll hungernden Kindern das Leben gerettet haben, indem er das Gold seiner Kirche veräußerte und den Erlös notleidenden Familien zukommen ließ. Außerdem soll er in Hungerszeiten kirchliche Kornspeicher geöffnet haben, damit die armen Menschen Brot backen konnten. Bischof Nikolaus wurde nach seinem Tod am 6. Dezember 345 heiliggesprochen und zum Schutzpatron der Kinder ernannt.

Brauchtümer am Nikolausabend

Klassischerweise legt der Nikolaus den Kindern in der Nacht zum 6. Dezember Äpfel, Mandarinen und Nüsse in die Stiefel. Meistens finden die Kinder noch einen Schokoladennikolaus und ein kleines Geschenk. In vielen Regionen und bei traditionelleren Familien kommt der Nikolaus ins Haus sobald die Kinder alt genug (ca. 2-3 Jahre) sind und keine Angst vor dem Nikolaus haben. Manchmal hat der Nikolaus einen Helfer dabei, der Knecht Ruprecht, Krampus, Beelzebub, Hans Muff oder Bullerklas sein kann. Der Nikolaus kommt in seiner Bischofstracht und hat ein goldenes Buch dabei, in dem die guten und die schlechten Taten der Kinder verzeichnet sind. Dann sagen die Kinder ein Gedicht wie „Drauß vom Walde komm ich her…“ auf oder singen „Lasst uns froh und munter sein…“ vor. Der Nikolaus verabschiedet sich mit einem Geschenk aus seinem großen Sack.

Das goldene Buch: Die guten und die schlechten Taten

Die guten und die schlechten Taten der Kinder liest der Nikolaus vor der Familie vor. Ursprünglich hatte das eine pädagogische Funktion. Die Kinder sollten für ihre guten Taten gelobt und mit Geschenken belohnt und für ihre schlechten Taten nicht selten durch Haue mit der Rute vom bösen Helfer bestraft werden. Heutzutage wird hoffentlich kein Kind derartig bestraft. Doch eine pädagogische Funktion hat der Nikolaus nach wie vor. Eltern sollten sich allerdings bewusst sein, dass sie ihr Kind durch das Vorlesen der vermeintlich schlechten Taten beschämen. Der Nikolaus sollte das Kind keinesfalls dafür tadeln, dass es noch nicht sauber ist, nicht alleine im Bett schläft oder nicht in den Kindergarten will. Dafür kann das Kind schließlich nichts und sich dafür auch noch schämen zu müssen, ist sehr schmerzhaft. Ich finde es besser, wenn der Nikolaus nur die guten Taten vorliest oder schlechte Taten umformuliert. Mein damals zweijähriger Sohn hat sich kurz vor dem Nikolausabend beim Einkaufen von meiner Hand losgerissen und ist in der Menschenmenge verloren gegangen. Der Nikolaus hat aber nicht mit ihm geschimpft, sondern er hat ihn gelobt, weil er fast immer so schön an der Hand geht. Mein Sohn war mächtig stolz und hat seitdem meine Hand nicht mehr losgelassen. Manchmal agiert der Nikolaus auch als eine Art „Schnullerfee“, indem er den Kindern den Schnuller wegnimmt und ihnen dafür ein Geschenk dalässt.

Geschenkideen zum Nikolaus

Nüsse, Mandarinen, Äpfel und ein Schokonikolaus sind die klassischen Geschenke. Viele Eltern möchten ihren Kindern zum Nikolaus noch eine Kleinigkeit schenken. Socken, eine schöne Mütze oder ein Buch kann man neben den Stiefel legen oder dem Nikolaus in den Sack stecken. Besonders schön finde ich das Buch „Fröhliche Weihnachten Pauli“ von Brigitte Weninger und Eve Tharlet und die Hörspiel-CD „Weihnachten mit Astrid Lindgren“. Beide Geschenkideen passen wunderbar in die besinnliche Zeit und sie gefallen den Kleinen den und Großen!

Foto: © S.H.exclusiv – Fotolia.com

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