Die Körpersprache beim Flirten

von | 2. Januar 2011

Die Körpersprache beim Flirten zu verstehen, ist eine komplexe Angelegenheit, zumal die Signale oft unbewusst gesendet werden. Ein paar Anhaltspunkte...

Drei Freunde mit Sekt in Bar oder CasinoFlirten ist gar nicht so einfach, bedarf Mut und unterliegt bestimmten Regeln. Die Rituale sind verzwickt und die Signale nicht leicht zu deuten. Das macht es schwierig, das Interesse des Flirtpartners zu erkennen und darauf angemessen zu reagieren, abgesehen von der Angst vor Zurückweisung. Meist ist auch die Zeit zu knapp, um sich einen passenden Spruch auszudenken, die Aufregung groß und der Erwartungsdruck (meist an einen selber) lässt so manchem die Chance verpassen. Es kommt aber nicht nur darauf an, was man sagt, sondern das Wie (Sprechstil, Mimik, Gestik, Aussehen) ist sogar entscheidender. Hier spielt das Unterbewusstsein eine Rolle und deswegen kann lockeres Flirten auch einfach sein.

Männliche und weibliche Flirtsignale

Die ersten Sekunden entscheiden, ob aus einer zufälligen Begegnung ein Flirt wird. Flirttrainer haben herausgefunden, dass es männliche und weibliche Flirtsignale gibt. Männer würden beispielsweise ihren Körper aufrichten, die Muskeln anspannen, eine offene Beinstellung einnehmen, den Oberkörper zur Frau hinwenden und sie kurz und eindringlich anblicken. Frauen würden mit offenem Mund lächeln, den Kopf nach hinten werfen und dabei den Nacken zeigen, den Kopf zur Seite legen, das Gesicht mit weit geöffneten Augen verlegen abwenden, eine Haarsträhne zwirbeln und die Beine in Richtung des Mannes übereinander schlagen. So eindeutig dies erscheint, so knifflig ist die Sache, denn diese Signale können auch anders gedeutet werden: Sie schlägt die Beine übereinander, weil es ihr so bequemer ist und sie wirft den Kopf zurück, um sich von einer störenden Haarsträhne zu befreien. Er steht aufrechter da, weil er seinen Rücken entspannt und blickt sie eindringlich an, weil er überlegt, ob sie die Freundin seines Chefs ist.

Unbewusstes Flirten

Doch man muss diese Zeichen nicht hin- und herinterpretieren, denn ist es zwischen den Flirtpartnern stimmig, reagieren sie völlig unbewusst aufeinander. Das wird Synchronisation genannt. Die Flirtpartner spielen sich aufeinander ein und ein individuelles Ritual entsteht: der Blickkontakt kommt zustande, gefolgt von einem einladenden Lächeln und einem verlegenen Abwenden. Oft spielt man mit einem Gegenstand oder streicht sich durch die Haare, schaut immer wieder zum Flirtpartner bzw. zur Flirtpartnerin und geht schließlich aufeinander zu. Männer mögen es übrigens, wenn die Frau den „ersten Schritt“ macht und Frauen müssen in der Regel keine Angst vor einem Korb haben. Dass Männer angeflirtet werden kommt seltener vor und deswegen freuen sie sich darüber.

Authentisch flirten

Wichtig ist, nichts zu überstürzen und die Körpersprache nicht über zu betonen. Wer versucht, bestimmte Gesten und Mimiken zu produzieren, wird feststellen, dass das nicht funktioniert. Der oder die Angeflirtete erkennt, dass die Körperbotschaften nicht authentisch sind und zieht sich irritiert zurück. Eine Übung können Sie allerdings vor dem Spiegel machen: Halten Sie Ihren Kopf gerade und Sie sehen, dass Sie ein offenes Gesicht haben. Dann senken Sie Ihren Kopf nur wenige Zentimeter nach unten. Das wirkt eher demütig, oder? Wenn Sie Ihren Kopf jetzt um einige Zentimeter von der Ausgangsposition heben, dann werden Sie feststellen, dass Ihr Gesichtsausdruck eher hochnäsig und unnahbar wirkt. Vielleicht achten Sie beim nächsten Flirt auf ein offenes Gesicht.

Gegensignale des Flirtpartners abwarten

Es ist schwierig, eine allgemeine Flirtsprache mit erlernbaren Vokabeln zu definieren. Dazu ist die Körpersprache zu individuell, komplex und kontextbezogen. Es gilt beim Flirten aber: Gehen Sie nicht zu offensiv vor, achten Sie auf die Reaktion Ihres Gegenübers: Wenn er oder sie interessiert schaut, sich Ihnen zuwendet, zurücklächelt, den Augenkontakt hält und sich nicht ablenken lässt, dann haben Sie freie Bahn. Ein Flirt gelingt am besten, wenn Ihnen gar nicht bewusst ist, dass Sie gerade flirten. Bevor Sie etwas merken oder es sich gar vornehmen, sind Sie schon mitten drin und können sich von der Flirtstimmung treiben lassen. Ein freundliches Lächeln ist der beste Einstieg hierfür.

Foto: Kzenon – Fotolia.com

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