Die Mutter-Sohn-Beziehung

von | 10. September 2013

Die Mutter ist für einen Jungen die erste weibliche Bezugsperson. Die Mutter-Sohn-Beziehung beinflusst das spätere Beziehungsverhalten. Der Mutterkomplex...

Mutter Sohn BeziehungDie Beziehung zwischen Mutter und Sohn ist vielfach eine andere als die zwischen Mutter und Tochter. Häufig neigen Mütter dazu, ihre Söhne mehr zu verwöhnen. Einige Experten konstatieren sogar, dass Jungs häufiger und länger gestillt werden als Mädchen und sie bleiben länger im „Hotel Mama“. In der Regel gelingt die Abnabelung zwischen Mutter und Sohn sehr gut, aber manchmal wird aus dem kleinen Prinz ein Muttersöhnchen. Muttersöhnchen haben es in Partnerschaften schwerer als Söhne mit einer gesunden Mutter-Sohn-Beziehung.

Bezugspersonen für Jungs

Jungs sind in ihren ersten Lebensjahren häufig überwiegend von Frauen umgeben: Die Mutter ist natürlich ihre wichtigste weibliche Bezugsperson. In Krabbelgruppen, beim Kinderturnen, im Kindergarten und in der Grundschule sind es mehr Frauen als Männer, die ihnen neben dem Spielen und Lernen auch ein bestimmtes Rollenbild vorleben. Deshalb ist es für Jungs besonders wichtig, dass sie genug Kontakt zu männlichen Bezugspersonen haben, um nicht nur von Frauen erzogen zu werden. Mit Papa, Opa oder anderen bedeutenden Männern in ihrem Leben gehen Jungs anders um. Sie spielen andere Spiele und sprechen über andere Dinge. Vor allem Kinder, die ohne ihren Vater aufwachsen, haben häufig eine gewisse Sehnsucht nach einem männlichen Vorbild und sie hängen manchmal ganz besonders an ihrem Fußballtrainer, einem männlichen Pädagogen oder einem anderen Mann in ihrem Umfeld. Alleinerziehende Mütter eines Sohnes sollten deshalb darauf achten, dass ihr Sprössling eine männliche Vertrauensperson hat. Das kann der leibliche Vater genauso sein wie der Bonusvater oder ein anderer Mann aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis. Die Kinder suchen sich ihre Bezugspersonen sowieso irgendwann selbst aus.

Die Liebe zur Mutter und die Liebe zur Partnerin

Wie der Mann seine Mutter behandelt, so behandelt er auch seine Partnerin heißt es landläufig. Das stimmt nicht immer, denn gerade Muttersöhnchen vergöttern ihre Mutter, übernehmen auch im Erwachsenenalter noch ihre Meinung und lassen sich häufig in ihre Partnerschaft reinreden – sofern sie überhaupt eine Partnerin haben, die es mit der Mutter aufnehmen kann oder will. Die Mutter ist selbstverständlich die erste weibliche Person im Leben eines Sohnes, die sie lieben. Und ein liebevoller Umgang zwischen Mutter und Sohn wird ihn auch im Verhalten zu anderen Menschen prägen. Für eine gelungene Beziehung zwischen Mutter und Sohn ist die innige Liebe genauso wichtig wie das Loslassenkönnen. Das beginnt schon damit, die ersten selbständigen Schritte des Sohnes zu unterstützen und ihm gleichzeitig das Gefühl zu geben, immer für ihn da zu sein. Möchte sich der Sohn beispielsweise alleine waschen, die Tür zum Badezimmer schließen oder ohne Mutti zum Kindergeburtstag seines Freundes, sollte die Mama das tolerieren und sich über ihre und die neu gewonnene Freiheit des Sohnes freuen.

Der Mutterkomplex

Das erste Liebesobjekt eines Kindes ist seine Mutter, zu der es eine intensive körperliche und seelische Nähe sucht. In einer gesunden kindlichen Entwicklung wird sich ein Kind langsam aus dieser Bindung lösen und anfangen, auch andere Menschen zu lieben. Während der Pubertät wird ein Jugendlicher von anderen sexuell angezogen und neue Beziehungen werden angestrebt. Gelingt diese Ablösung nicht, wird der Mutterkomplex zum seelischen Störfaktor. Man unterscheidet zwischen einem positiven und einem negativen Mutterkomplex. Männer mit einem positiven Mutterkomplex lieben ihre Mutter und mütterliche Frauen. Sie fühlen sich von mütterlichen Charakteristika angezogen. Männer mit einem negativen Mutterkomplex bleiben der Psychotherapeutin Verena Kast zufolge in der Beziehung zu ihrer Mutter fast klebrig und haben nie das Gefühl, zu anderen zu gehören. Dabei haben sie ein Urmisstrauen und Angst. Nach der Jungschen Psychologie kann ein Mann, der unter einem negativen Mutterkomplex leidet, seinen Hass auf die Mutter sogar auf andere Frauen übertragen.

Quelle: Kast, Verena (2005): Vater-Töchter. Mutter-Söhne. Wege zur eigenen Identität aus Vater- und Mutterkomplexen. Kreuz Verlag, Freiburg im Breisgau

Foto: mma23 – Fotolia.com

2 Kommentare

Nicki

6. August 2016 um 16:52

Mein ex schläft mit seiner Mutter im Bett er is 51 und seine Mutter 80 sie hat sich benommen wie ne extra Freundin die Kuh is das normal

Antworten auf Nicki

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