SSW 21: Die einundzwanzigste Schwangerschaftswoche

von | 29. Februar 2016

21 SSWIhr Baby sieht im 6. Monat fast so aus wie bei der Geburt, sogar die Wimpern sind schon in Ansätzen da. Das Kind muss nur noch wachsen, an Gewicht zunehmen und seine Muskulatur stärken sowie die Organentwicklung abschließen. Dann ist es gut gerüstet, um das Licht der Welt zu erblicken.

Entwicklung des Kindes in der SSW 21

Die Größe des Kindes wird ab sofort vom Scheitel bis zur Ferse und nicht mehr vom Scheitel bis zum Steiß gemessen. Das Baby ist etwa 25 cm groß und damit ca. halb so groß wie bei der Geburt. Im Vergleich zur Körpergröße ist das Kind noch sehr leicht, denn es wiegt etwa 300 Gramm. Sein Gewicht wird das Kind in den letzten Wochen quasi noch verzehnfachen! Zur Lanugo-Behaarung gesellen sich die ersten festeren Haare, die als Terminalhaare bezeichnet werden. Wimpern und Augenbrauen zeichnen sich schon ab. Auch die Finger- und Zehennägel werden fester sowie das Skelett insgesamt. Das merkt die werdende Mama an den stärker werdenden Tritten. Die Nieren sind in der 21. Woche so weit ausgebildet, dass sie die Fruchtwasserproduktion alleine bewerkstelligen können. Dafür war bis jetzt die Plazenta zuständig.

Körperliche Veränderungen der Mutter in der 21. Woche

Spätestens im 6. Monat fühlen Sie sich so richtig schwanger und die sog. Konkretisierungsphase der Schwangerschaft beginnt: Die spürbaren Kindsbewegungen in der fortgeschrittenen Schwangerschaft lassen die Vorstellung, bald ein kleines Baby in den Armen zu halten, deutlicher werden. Die Brüste beginnen mit der Produktion von Kolostrum. Die Vormilch kann bei einigen Frauen schon jetzt herauströpfeln oder sich in Form eines Strahls den Weg nach draußen bahnen. Deshalb ist es nicht verkehrt, schon mal Stilleinlagen bereit zu halten, welche die Milch im BH aufsaugen. Kolostrum ist die erste und wichtigste Nahrung drei bis fünf Tage nach der Geburt und dann beginnt der Milcheinschuss. Einige Schwangere werden jetzt schon bewegungsunfähiger. Schuld daran ist nicht unbedingt der gewachsene Bauch alleine, sondern Wassereinlagerungen können so manche Bewegung erschweren. Spätestens im 6. Monat sollten Sie darauf achten, nichts Schweres mehr zu heben oder zu tragen. Mediziner empfehlen ein Maximalgewicht von 5kg, doch das ist im Alltag kaum durchhaltbar. Sie werden es aber merken, sobald Sie sich übernommen haben, denn schwere Lasten können zu Wehen führen. Diese müssen nicht gleich bedenklich sein, wenn Sie sich wieder schonen.

Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft

Im Mama- und Babybuch des Dorling Kinsley Verlages ist zu lesen, dass fast alle Schwangeren Dehnungsstreifen bekommen. Diese sind harmlos und verschwinden nach der Geburt wieder oder werden nahezu unsichtbar. Ob eine Schwangere Dehnungsstreifen bekommt, hängt weniger von teuren Cremes ab als von ihrer Genetik. Wer sich mit ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt, hält seine Haut elastischer. Teure Spezialcremes können Sie sich in der Regel sparen. Einfache Hausmittel helfen mindestens genauso gut, um die Haut geschmeidig zu halten. In Italien und Griechenland massieren Schwangere ihren Bauch mit Olivenöl, Berberfrauen benutzen Arganöl und Schwangere in Polynesien und Mikronesien benutzen Tamanu-Nussöl. Eine tägliche Bauchmassage mit einem natürlichen Öl tut nicht nur der Haut, sondern auch dem Baby und der Mama gut.

Hier geht es weiter zur SSW 22

Quelle:

Das Mama- und Babybuch. Schwangerschaft, Geburt und erste Lebensjahre (2014). Dorling Kinsley Verlag, München
Kainer, Franz/Nolden, Annette (2014): Das große Buch zur Schwangerschaft. Umfassender Rat für jede Woche. Gräfe und Unzer Verlag, München

Foto: Fotolia.com

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