Partner mit Kindern: Wie sich Stiefkinder fühlen und wie die neue Partnerin helfen kann

von | 2. Februar 2012

Mit einem Partner mit Kindern zur Patchwork-Familie zusammenzuwachsen, ist für Bonusmutter und Stiefkinder eine Herausforderung. Tipps für die neue Partnerin.

Partner mit Kindern Stellen Sie sich vor, Ihr Partner bringt eine neue Frau mit ins Haus, das Sie jetzt mit ihr teilen müssen. Die „Neue“ kann zwar gut kochen, wäscht Ihre Kleidung und ist nett, aber werden Sie sie mögen? Wohl kaum, sondern als Rivalin betrachten. So ähnlich fühlen sich Kinder, deren neue Partnerin des Vaters auf einmal in ihr Leben kommt. Sie sind eifersüchtig, sehen sie als Bedrohung und haben Angst davor, Papas Liebe und Aufmerksamkeit zu verlieren. Die Kinder mussten die Trennung ihrer Eltern akzeptieren und sich jetzt mit einer neuen Bonusmutter arrangieren. Das alles sind Entscheidungen der Erwachsenen, denen sie sich fügen müssen. Kein Wunder, dass das nicht leicht fällt. Doch Sie können ihnen helfen.

Patchwork-Familie ist keine biologische Familie

Indem Sie den Kindern die Chance geben, Sie in Ruhe kennenzulernen, tun Sie ihnen einen großen Gefallen. Es muss nicht Liebe auf den ersten Blick zwischen Ihnen und den Stiefkindern sein. Sie sind sich fremd und es ist normal, dass Sie erst aus kritischer Distanz beobachtet werden. Für die Kinder hat die biologische Familie eine lange gemeinsame Geschichte und in der Patchworkfamilie müssen die Rollen anders definiert werden. Das ist nicht einfach und kann Jahre dauern. Und es ist normal, dass die Bande zu ihren eigenen Kindern (falls Sie welche haben) enger sind als zu den Stiefkindern. Stiefkinder sollten wissen, dass Sie den Platz ihrer leiblichen Mutter nicht einnehmen möchten, denn diese hat einen ganz anderen Stellenwert. Kinder haben oft Angst, dass sie ihrer Mutter untreu werden, wenn sie die Bonusmutter mögen. Nehmen Sie grundsätzlich alle Ängste und Sorgen der Kinder ernst und sprechen Sie mit ihnen, soweit die Kinder das zulassen. Gut ist auch, wenn die Kinder etwas Zeit alleine mit Papa verbringen. So fühlen sie sich nicht ständig als fünftes Rad am Wagen.

Therapeutische Geschichte für Stiefkinder

Für Stiefkinder hat die australische Psychologin Doris Brett eine therapeutische Geschichte entwickelt. Anna Mutter heiratet einen neuen Mann. Das Mädchen ist unglücklich und traurig, fühlt sich ausgeschlossen und hasst Peter, da ihre Eltern jetzt nie mehr heiraten können. Der Alltag mit Peter klappt einfach nicht. Anna ist sogar ihrer Mutter gegenüber zickig. Doch eines Nachts erscheint die „Wenn-doch-bloß-Fee“ bei Anna. Mit ihrer Hilfe lässt Anna ihren Stiefvater kurzerhand verschwinden. Doch jetzt ist ihre Mutter traurig und Anna natürlich auch. Daraufhin wünscht sich Anna, dass ihre Eltern wieder zusammenkommen, doch die streiten sich wieder. Alle sind traurig. Dann hat die „Wenn-doch-bloß-Fee“ eine gute Idee. Welche, wird natürlich nicht verraten, doch letztendlich erfährt Anna, dass es drei Menschen gibt, die sie lieben und das ist doch besser statt nur zwei!

Die Anna-Geschichte können Sie auf Ihre Familiensituation abgestimmt ihren Bonuskindern vorlesen. Das ist ein guter Ansatz, um miteinander ins Gespräch zu kommen und Lösungen für sämtliche Probleme zu finden.

Brett, Doris (2010): Anna zähmt die Monster. Therapeutische Geschichten für Kinder. Iskopress, Salzhausen

Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de

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