Mein Kind hat Angst vor Monstern

von | 17. Dezember 2013

Ängste gehören zur normalen kindlichen Entwicklung dazu. So nehmen Eltern ihrem Kind die Angst vor der Dunkelheit, vor Monstern und anderen Ungetümen.

Childs NightmareAngst ist ein wichtiger Bestandteil der Entwicklung von Kindern. Doch nicht immer ist die Angst der Kleinen für die Großen nachvollziehbar. Viele Kinder haben in der Dunkelheit Angst vor Monstern und die Eltern fragen sich, wie sie ihren Kindern diese Angst nehmen können.

Kindliche Ängste verstehen

Säuglinge weinen, wenn ihre Bezugspersonen aus dem Blickfeld sind, da sie eine Kontakt-Verlust-Angst haben. Babys fremdeln und diese Angst ist wichtig, da sie so eine gewisse Skepsis fremden Menschen gegenüber entwickeln können. Angst vor Feuer schützt Kinder davor, sich zu verbrennen. Monster, Gespenster, Ungeheuer, Drachen oder andere gruslige Gestalten entstehen aufgrund entwicklungsbedingter Ängste im Alter von etwa zwei bis drei Jahren. Das Kind spürt, dass es zwar einerseits größer und stärker wird, aber es weiß auch, dass andere noch stärker sind und es somit verletzlich ist. Psychologen nennen dieses Phänomen „Vernichtungsangst“. Außerdem entwickelt sich zu der Zeit die kindliche Phantasie stark weiter, so dass Kinder oftmals nicht zwischen Wirklichkeit und Phantasie unterscheiden können. Egal, ob da ein Monster unterm Bett ist oder nicht – das Kind fürchtet sich, will nicht schlafen und es hilft nichts, wenn die Eltern erklären, dass das Monster nur Einbildung ist und das Kind keine Angst haben braucht. Im Gegenteil: Das Verleugnen kann die Notsituation des Kindes sogar noch verstärken. Ein Kind, das sagt, es habe Angst vor Monstern, ist kein Schwächling, sondern es besitzt die Stärke, zu seinen Ängsten zu stehen, über sie zu sprechen und sich Hilfe zu erbeten!

Kindern die Angst vor Monstern nehmen

Als sich mein Sohn Maxi das erste Mal nicht ins dunkle Zimmer traute, weil darin ein Monster war, sagte ich fröhlich: „Hallo Monster! Schau mal Maxi, das Monster macht gerade einen Handstand und winkt Dir zu… Oh, jetzt ist es wieder weg.“ Und Maxi antwortete genauso fröhlich: „Tschüss, Monster!“ So kann es Eltern von vornherein gelingen, das Monster als lustiges Wesen darzustellen. Wenn das Kind massivere Angst vor Monstern hat, fragen Sie Ihr Kind am besten, wie Sie ihm bei der Bewältigung seiner Angst helfen können. Viele Kinder haben schon eine Idee und möchten zum Beispiel vor dem Schlafengehen gemeinsam im Zimmer nachsehen, ob sich irgendwo solch ein Ungetüm versteckt. Manchmal hilft es, das Monster mit dem Staubsauger aufzusaugen, ein „Monster verboten“-Schild an die Kinderzimmertüre zu kleben, die Zimmertüre in der Nacht offen zu lassen oder das Kind im Elternbett schlafen zu lassen. Bitte schützen Sie Ihr Kind vor nicht-altersgerechten Fernsehsendungen oder Geschichten. Einigen Kindern hilft es, wenn das Haustier bei ihnen schlafen darf, denn Monster haben nämlich eine gewaltige Angst vor Katzen! Manche Kinder sagen vor dem Schlafengehen einen Spruch auf, mit dem sie das Monster verbannen. Wenn das Kind von Monstern träumt, kann es helfen, gemeinsam zu besprechen, wie der Traum positiv ausgehen könnte: Das Monster kitzeln, es selbst erschrecken, etc. Manchmal lassen sich Träume in diese Richtung beeinflussen.

Angst vor Monstern: Buchtipp

In Mathias Hütters reizendem Buch „Mitten in der Nacht“ kommen Drachen nachts ins Kinderzimmer, die das ängstliche Kind erschrecken wollen. Oder doch nicht..? Kaum versieht sich das Kind, spielt es schon Memory mit den Drachen und dazu gibt es Saft und Kekse. Eine richtig tolle Party beginnt, die möglichst bald wiederholt werden soll!

Foto: © lassedesignen – Fotolia.com

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