Der internationale Frauentag am 8. März

von | 27. Februar 2017

Jedes Jahr feiern wir am 8. März den internationalen Frauentag. Der Weltfrauentag erinnert an die Gleichberechtigung von Frauen und Männern.

Frauentag

Der internationale Frauentag wird auch Weltfrauentag, Tag der Frau, Frauenkampftag oder internationaler Frauenkampftag genannt. Ursprünglich entstand er aufgrund einer Initiative sozialistischer Organisationen Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Es ging bereits damals um Gleichberechtigung, konkret um das Wahlrecht für Frauen und die gleiche Bezahlung von männlichen sowie weiblichen Arbeitskräften in denselben Positionen. Die Vereinten Nationen feierten 1975 erstmals am 8. März diesen wichtigen Feiertag und seitdem wird der internationale Frauentag in vielen verschiedenen Ländern unterschiedlich begangen.

Die Entstehung des Weltfrauentags

Bereits 1910 forderten die Sozialistinnen Käte Duncker und Clara Zetkin auf der zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen, etwas gegen die Ungleichbehandlung der Frauen zu unternehmen und als ein offizielles Zeichen einen Frauentag einzuführen. Dieser Tag sollte alle motivieren, für die Rechte der Frauen einzutreten. Es ging damals insbesondere um das Frauenstimmrecht. Die USA dienten hier als Vorbild, denn dort wurde bereits 1909 öffentlich für ein Frauenwahlrecht demonstriert und der Tag der Demonstration galt als erster Frauentag überhaupt. 1911 wurde der Frauentag am 19. März in Deutschland, Dänemark, Österreich-Ungarn und der Schweiz begangen. Dass der Weltfrauentag inzwischen am 8. März gefeiert wird, verdanken wir den am 8. März 1917 in Sankt Petersburg streikenden Arbeiter-, Soldaten- und Bauernfrauen. Zu ihren Ehren wurde der internationale Frauentag auf dieses Datum gelegt.

Themen des internationalen Frauentages

Ging es beim Frauenkampftag zunächst um die Erreichung gleichen Stimmrechts, so rückten bald andere Themen in den Vordergrund. Der Weltfrauentag war im Zuge des Ersten Weltkriegs zu einem Aktionstag gegen den Krieg geworden. Später forderten die Frauen Arbeitszeitverkürzungen bei gleicher Bezahlung, niedrigere Kosten für Lebensmittel, Schulspeisung für ihre Kinder, Abrüstung sowie keine erneute Wiederbewaffnung, die Legalisierung des Schwangerschaftsabbruchs und keine Benachteiligung homosexueller Frauen. Es geht außerdem immer wieder um Sexismus, Gewalt gegen Frauen und Mädchen, weibliche Genitalverstümmelung, Kinderheirat, Rassismus, Verbesserung der Bildungschancen für Mädchen, gleiche Bezahlung männlicher und weiblicher Arbeitskräfte etc.

Aktionen zum Weltfrauentag

Der internationale Frauentag wird unterschiedlich begangen. Es gibt Ausstellungen, Vorträge, Workshops usw., die sich mit aktuellen Themen, Problemen, Ungerechtigkeiten und der Rolle der Frau beschäftigen. In den ostdeutschen Bundesländern bekommen weibliche Angestellte von ihren Chefs zum Weltfrauentag eine Blume als Zeichen der Wertschätzung geschenkt. In der Volksrepublik China haben die Frauen am 8. März einen halben Tag arbeitsfrei. Und in Angola, Burkina Faso, Eritrea, Kasachstan, Laos, Moldawien, Russland, Serbien und anderen Ländern ist der Weltfrauentag sogar als gesetzlicher Feiertag verankert.

Forderungen zum Weltfrauentag am 8. März 2017

Seit Jahrzehnten und auch dieses Jahr wieder kämpfen Frauenrechtlerinnen für bessere Arbeitsbedingungen, equal Pay und die Gewerkschaft ver.di fordert die eigenständige Existenzsicherung von Frauen. Zwar sind seit den Anfängen des Weltfrauentages immer mehr Frauen erwerbstätig, doch die Arbeitsbedingungen sind oftmals prekär: Frauen leiden unter niedrigen Löhnen, unfreiwilliger Teilzeit, Verhinderung von Teilzeitarbeit, unflexiblen Arbeitszeiten, Minijobs und befristeten Arbeitsverträgen. Ver.di fordert ein Mitbestimmungsrecht für Arbeitszeiten, einen Rechtsanspruch auf befristete Teilzeit und gleichzeitig ein Recht auf die Rückkehr aus Teilzeit zur ursprünglichen Arbeitszeit sowie eine geschlechtergerechte Bezahlung aller Arbeitnehmer. Frauen sollen eigenständig ihre Existenz über alle Lebensphasen hinweg sichern können und gleichberechtigt am Arbeitsmarkt teilhaben.

Der 8. März ist also ein wichtiges Datum für alle, das uns zum Nachdenken über aktuelle Missstände anregen soll: Was ist dir als Frau wichtig und was forderst du? Und was kannst du als Mann tun damit alle gleichberechtigter leben können?

Foto: VRD – Fotolia.com

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