Trennung in der Schwangerschaft: Wenn Papa geht

von | 4. Februar 2012

Trennung trotz Schwangerschaft. Warum sich ein werdender Vater von seiner schwangeren Partnerin trennt und Kinder einen engagierten liebevollen Papa brauchen.

Schwangerschaft TrennungMarie ist schwanger und sitzt im Wartezimmer ihres Frauenarztes. Marie ist umringt von glücklichen Schwangeren und die werdenden Papas streichen liebevoll über die Babybäuche. Ihren Bauch streichelt nur sie, denn der Kindsvater hat sie verlassen. Volker kam mit der Schwangerschaft nicht klar: Er sei noch so jung, habe noch so viel vor und könne jetzt einfach keine Verantwortung übernehmen.

Marie bummelt alleine durch die Babyläden und beneidet all die werdenden Eltern, die gemeinsam Strampler und Mützchen aussuchen und sicherlich schon ein gemütliches Babyzimmer eingerichtet haben. Marie ist neidisch und fühlt sich irgendwie unvollständig. Sie hat sich zu einem Geburtsvorbereitungskurs nur für Frauen angemeldet, da fällt „es“ nicht so auf. Zum Infoabend in der Geburtsklinik nimmt Marie eine Freundin mit, denn sie kommt sich zwischen all den ehrfürchtig den Kreißsaal anblickenden Elternpaaren sonst verloren vor. Ihre Freundin wird bei der Geburt dabei sein.

Trennungsgründe für Papas während der Schwangerschaft

Papas, die ihre schwangere Partnerin verlassen, tun dies aus individuellen Gründen. Sie geben an, es sei jetzt einfach nicht der richtige Zeitpunkt, Vater zu werden. Sie fühlen sich zu jung oder zu alt. Manche befürchten, dass das Kind ihr Leben einschränken könnte und sie mit den finanziellen Einbußen nicht klar kommen. Andere haben Angst vor den Veränderungen im sexuellen Bereich. Es gibt auch Männer, die mit den Schwangerschaftsbeschwerden wie Übellaunigkeit, Stimmungsschwankungen, häufiges Heulen oder dem Nestbautrieb, der auf die Intensivierung der Paarbeziehung hindeutet, nicht klar kommen und die Flucht ergreifen. Und manche lassen ihre Partnerin alleine, weil diese ein behindertes Kind erwartet und sie sich vor dieser Aufgabe scheuen.

Einfluss des Vaters auf die Entwicklung des Kindes

Dabei können Väter einen positiven Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft nehmen und auch wenn sich manche von der engen Mutter-Kind-Dyade ausgeschlossen fühlen, so können sie dennoch Kontakt zum Baby im Mutterleib aufnehmen. Das Baby kennt Papas Stimme und genießt Massagen des Babybauches. Und Kinder entwickeln sich mit einem engagierten. liebevollen Vater einfach besser. Sie sind selbständiger, kompetenter und weniger ängstlich, haben bessere Noten, sind beliebter und zufriedener als Kinder, die ihren Vater nicht oder nur aus der Ferne kennen.

Falls Sie als werdender Vater über eine Trennung von Ihrer Partnerin nachdenken, sollten Sie zunächst die Ursachen analysieren und im Gespräch mit ihrer Partnerin, anderen Vätern, ihrem eigenen Vater oder einer Beratungsstelle nach Lösungswegen suchen. Es gibt auch ein Buch von Männern für Männer, das Ihnen Schwangerschaft und Geburt manngerecht erklärt und auf Ihre Sorgen und Ängste eingeht:

Richter, Robert/Schäfer, Eberhard (2005): Das Papa-Handbuch. Alles, was Sie wissen müssen zu Schwangerschaft, Geburt und dem ersten Jahr zu dritt. Gräfe und Unzer Verlag, München

Foto: © Dmitriy Melnikov – Fotolia.com

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7 Kommentare

  • Juliane

    8. Februar 2019 um 16:32 Uhr

    Auch wenn der Beitrag schon alt ist…
    Warum gibt es nicht einen Artikel darüber, wie Frau mit dem Alleinesein in der Schwangerschaft zurechtkommt, wenn SIE den Mann verlassen hat?
    Den Artikel finde ich zu einseitig und die Frau ist wieder das arme Hascherl, das verlassen wurde …
    Ich zum Beispiel habe (13.SSW) meinen bisherigen Freund und Vater meines Kindes verlassen.
    Nicht grundlos. Z.B. hat er neben finanziellen Schwierigkeiten (die er mir verschwiegen hatte) und vielen weiteren Unehrlichkeiten es nicht mal geschafft, sich über die Schwangerschaft zu freuen, hat sich nicht über die Entwicklung des Babys informiert, nicht sein Büro räumen wollen (3 Zi. Whg – das Büro muss natürlich dem Kinderzimmer weichen) usw….
    So viel dazu – die Dinge sind nicht immer schwarz oder weiß und die Väter sollten nicht rumheulen, dass sich Frauen angeblich so sehr verändern oder nach der Geburt das Kind im Vordergrund steht. All das ist schließlich nur natürlich.

    Antworten auf Juliane

  • Kiwi85

    24. Dezember 2018 um 07:50 Uhr

    Ich lese hier auf so vielen Plattformen, die Arme Frau die in Ihrer Schwangerschaft verlassen wurde und der Mann, der Unmenschlich und als jemand hingestellt wird, der keine Verantwortung übernehmen will!

    Liebe Frauen, es gibt auch die andere und absurde Seite, in denen Frauen, die werdenden Väter wie Dreck behandeln, Monatelang in der Luft hängen lassen, die Gefühle und das Vertrauen des werdenden Papas missbrauchen! Sich aber dann wundern, warum der Partner nach viel aufgebrachter Geduld und Chancen, die nicht ergriffen werden, dann die Beziehung beendet und das zu Recht! Was gibt einem Menschen das Recht, so mit einem umzugehen?

    Ich habe mich im November 18 nach Wochen langem in der Luft hängen lassen von meiner Partnerin getrennt, es gab kein Streit oder sonstiges, doch diese Frau ist egoistisch und einfach nur Krank. Sie enthält mir seit Beginn der Schwangerschaft, alle Informationen zum Kind vor, ich darf zu keinem Termin mitkommen wenn Sie zum Arzt geht. Ich war und bin mehr als bemüht, Sie zu unterstützen, dennoch blockt diese psychisch kranke Frau seit der Trennung ab. Sie sagt, Sie will nichts mehr mit mir zu tun haben ect. Und jeden Monat muss ich erneut per WhatsApp betteln, um Informationen über mein Kind zu bekommen. Nach 7 Tagen erhalte ich meistens erst einmal eine Antwort!

    Dieses Verhalten ist Krankhaft und so verhält sich keine werdende Mutter, vorallem wenn Sie einen Partner an Ihrer Seite hat, der in allen Lebenslagen für Sie da sein möchte, wenn Sie unterstützung braucht!

    Im März 19 kommt der kleine zur Welt und ich hänge immer noch in der Luft, ohne Infos, wie es danach weitergeht….. Das Jugendamt kann nichts tun und ab Januar 19 nehme ich mir einen Rechtsanwalt! Irgendwann ist meine Geduld am Ende.

    Antworten auf Kiwi85

      Jenny

      8. Februar 2019 um 19:09 Uhr

      Ganz im ernst warum nennst du die Mutter deines Kindes psychisch krank? So verhält sich kein verantwortungsbewusster Mann, kein wunder, warum sie dir nie antwortet! Das Kind tut mir wahnsinnig leid, schon von anfang an wird sich nur gestritten und das kleine bekommt dann alles mit richtig Klasse! *sarkasmushust*

      Antworten auf Jenny

  • Vega Pegasus

    10. Februar 2014 um 10:05 Uhr

    Liebes Redaktions-Team!

    Ich finde Eure Ratschläge und Hinweise generell gut (als werdender Vater). Aber auch ich habe mich nach einem heftigen Streit von meiner schwangeren Freundin getrennt.
    Aber sind wir ehrlich: Die Realität sieht gelebt anders aus. Frauen distanzieren sich während der Schwangerschaft und Männer kommen mit den Dingen, die sie dann erst zu hören bekommen, nicht klar. So ich. Auch ich werde mich auf monatliche Zahlungen beschränken. Das war´s. So eine Beziehung mit einem Tier an Mutter habe ich nicht gewollt.
    BG, Vega

    Antworten auf Vega

      match-patch

      10. Februar 2014 um 17:23 Uhr

      Lieber Vega Pegasus, Sie setzen ein Kind in die Welt und scheuen sich nun vor der Verantwortung? Dass Sie mit der Mutter nicht mehr zusammen sein wollen, ist das Eine. Aber wäre es nicht schöner für Ihr Kind, einen Papa zu haben? Nur weil Sie nicht mehr der Partner der Mutter Ihres Kindes sein wollen, muss dass doch nicht heißen, dass Sie kein guter Vater für Ihr gemeinsames Kind sein können. Ein Kind braucht Mutter und Vater und wird sicherlich (früher oder später) darunter leiden, keinen Papa zu haben oder zu erfahren, dass der eigene Vater nichts von ihm wissen wollte/will. Ihr Kind kann nichts dafür! Überlegen Sie sich das gut. Vielleicht finden Sie auch diesen Artikel hilfreich
      https://www.match-patch.de/ratgeber/familie/die-rolle-des-vaters-der-kindheit/
      LG Ihr match-patch Team

      Antworten auf match-patch

      Julia

      26. April 2017 um 14:22 Uhr

      Tier von Mutter? So abfällig sprichst du über die Frau die 9 Monate lang dein Kind unter ihrem Herzen trägt? Die morgens aufsteht und sich erstmal hinlegen muss weil der Kreislauf noch nicht da ist! Die sich alle 30 Minuten Übergeben muss weil ihr schlecht ist ohne das sie irgendetwas dagegen machen kann! Die Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen hat ohne Medikamente dagegen nehmen zu dürfen! Die ihr komplettes Essverhalten umstellt zum Wohle des Kindes! Die mitten in der Nacht 8 Mal auf Toilette rennt weil das Baby auf die Blase drückt! Deren Körper sich komplett verändert, mit Atemnot bei einfachsten Bewegungen zu kämpfen hat, Wassereinlagerungen, Krampfadern etc…..Und sich dann noch mit einem Partner auseinander setzen muss der es nicht schafft einfach mal 9 Monate lang die Faust in der Tasche zu ballen und seine Partnerin einfach zu unterstützen und diese Stimmungsschwankungen zu ertragen??? Du bist hier das Tier! Ein EgozenTier wenn es das gibt…

      Antworten auf Julia

  • apfelmus

    14. Februar 2012 um 15:40 Uhr

    Schlimmer, wenn die Väter bleiben und monatelang egozentrisch in der Wohnung herumirren und ihren Thron suchen, von dem man sie mit der letzten Presswehe gestoßen hat: das Kind wird einfach wichtiger. Wenn das Neugeborene nach 8 Stunden Schreien und 2x 20 Minuten Schlafen pro Tag denn endlich im Bett liegt, dann ist doch Putzen dran und Zeit fürs Geldverdienen hat frau doch dann auch. Was für viele Männer selbstverständlich ist, gilt nicht für alle. Es gab schon Söhne alter Frauen, die von der Kindsmutter noch Essensgeld oder die Hälfte der Miete kassierten – schließlich sei man emanzipiert und autark. Von nix kommt nix.
    Gegangen wird erst, wenn die Frau nun nen Job hat. Das Interesse am Kind muss am dem 3. Lebensjahr auch nicht mehr geheuchelt werden, denn dann ist der Unterhaltsanspruch endgültig passee.
    Gell, Paulpapa.
    Dein Sohn ist übrigens ganz normal hochbegabt, geht übrigens ab nächster Woche zur Schule und wir leben unter dem Existenzminimum. Spar schön weiter und lass es Dir gut gehen.

    Antworten auf apfelmus

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