Die besten Frühlingsbücher 2020

von | 8. April 2020

Aktivitäten außer Haus werden stark eingeschränkt, viele denken über die aktuellen Ereignisse nach und haben jetzt Zeit und Muße für richtig gute Bücher.

Bücher 2020Schon kleine Kinder merken den Umschwung und das Umdenken, das sich vollzieht. Globalisierung wird kritischer betrachtet, die Familie rückt zusammen und Gedanken über das Jetzt und die Zukunft beschäftigen uns. Diese Bücher sind genau richtig für diese Zeit…

Frühlingsbücher für Vorschulkinder

Frühlingszeit ist Pflanzzeit und schon kleine Kinder können mit einbezogen werden, so wie Tinka. Sie bekommt von ihrem Opa Tomatenpflänzchen geschenkt. Autorin Sanne Dufft erzählt in „Tinkas Tomaten“, wie hingebungsvoll sich Tinka um die Pflanzen kümmert und mit einer reichen Ernte belohnt wird. So viele Tomaten kann sie gar nicht aufessen. Da hat Tinka eine Idee, mit der sie andere Menschen glücklich machen wird. Die bezaubernde Geschichte ist bei Urachhaus erschienen.

Teilen, Gerechtigkeit und die Natur sind wichtige Themen für Kleinkinder. Kleine Lesemäuse fiebern mit dem Fliegenpilz Henri mit, der einen Notruf vom Ahornbaum bekommt – dieser soll abgeholzt werden, damit ein Einkaufszentrum gebaut werden kann. Unverschämtheit! In „Wie Fliegenpilz Henri das Laufen lernte, um einen Baum zu retten“ beschreibt Daniel Napp, wie die Waldbewohner zusammen helfen, dieses Unterfangen aufzuhalten.

Bücher für Kinder ab 8 Jahren

Der Lesefrühling 2020 wird spannend für viele Buchhelden, wie zum Beispiel „Pembo“, dem Mädchen, das nach Deutschland kommt und schreckliches Heimweh hat. Hier scheint alles schief zu laufen. Ayse Bosse und Ceylan Beyoglu nehmen junge Leseratten mit in die Gefühlsachterbahn Pembos. Ob die Fahrt für das Mädchen wieder in ihrem Heimatland endet?

Auf eine spannende Reise begeben sich auch Amanda und ihre Freunde in „Schokuspokus. Wahnsinnig vanillig“ von Maja von Vogel und Franziska Harvey. In der Geschichte jagen die Kinder der zweiten Geheimzutat für den Glückskakao nach. Beeilung ist angesagt, denn sie sind nicht die einzigen, die hinter der wertvollen Zutat her sind.

In Christian Thielmanns Buch „Freaky Fahrstuhl. Goldrausch, Digga!“ sollte Jove eigentlich nur mal Milch holen. Doch der Fahrstuhl katapultiert ihn zum 8. Stock, wo er mitten im Wilden Westen landet und die Mission bekommt, Goldstaub zu finden und die Sicherung des kaputten Fahrstuhls zu löten. Ob ihm das mit Hilfe der sprechenden Ratte Detlef gelingt?

Alle drei Bücher sind bei Carlsen erschienen.

Jugendbücher für den Frühling

Was macht Jugendliche glücklich? Björn Lengwenus hat das inspirierende Buch „Glück“ bei Carlsen herausgebracht. Er zeigt Jugendlichen, wie sie lernen, sich in jeder noch so widrigen Situation, selbst glücklich zu machen.

Lennard aus dem Roman „Um 180 Grad“ von Julia C. Werner (Urachhaus) betrachtet es zunächst nicht als Glück, Vorlesepate im Pflegeheim für die bettlägerige Frau Silberstein zu sein. Aber er muss seine Strafe für Graffiti sprühen in Form dieser Lesepatenschaft abarbeiten. Doch Lennard hofft nur kurze Zeit, dass die Vorlesestunden schnell vergehen, denn zum einen tritt Lea in sein Leben und zum anderen erfährt er, dass Frau Silberhorn als Jüdin das KZ Ausschwitz überlebt hat und nun jemanden braucht, der sie in der nächsten schlimmen Zeit ihres Lebens begleitet. Und das sind Lennard und Lea!

Frühlingsbücher für Erwachsene

Erwachsene benötigen Bücher, die ihnen in dieser Zeit die Augen öffnen und Mut machen. Eckhart Tolle kann das in „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ (Kamphausen). Er zeigt, wie man gedanklichen Ballast abwirft, Ängste ablegt und das Hier und Jetzt genießt. Das tut momentan verdammt gut!

Viele setzen sich jetzt kritisch mit den Schattenseiten der Globalisierung auseinander. Benjamin Pütter klärt uns in „Kleine Hände – großer Profit“ über das riesengroße Problem Kinderarbeit auf und Gisela Burckhardt bringt uns in „Todschick“ die erschreckenden Hintergründe der Kleiderproduktion näher. Beide Bücher aus dem Heyne Verlag sind absolut lesenswert und regen zum Umdenken an, wenn unsere Welt nach der Corona-Krise besser werden soll!

Die Welt verbessern geht auch durch einen (teilweisen) Rückzug aus der Konsumgesellschaft wie das moderne Aussteiger in „Back to the Land“ (Christian Verlag) tun. Die Aussteiger genießen ihr stressfreieres Leben und ihre saisonal und regional produzierten Lebensmittel. Die grandiosen Fotos und individuellen Lebensgeschichten sind sehr inspirierend.

Dass die gewohnte Vollversorgung mit allen Lebensmitteln schnell ins Wanken geraten kann, spüren wir gerade. Die Welt muss umdenken und es ist wichtig, sich verstärkt mit regionalen Lebensmitteln zu versorgen. Um diese lecker zuzubereiten, empfiehlt sich das Kochbuch „Die neue Landküche“ von Tanja Major und Harry Bischof, ebenfalls bei Christian erschienen.

Foto: CandiceP–3031318 – Canva.com
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