Vorsorge für den Notfall

von | 31. Januar 2022

In Notfallsituationen müssen wir gut bevorratet sein, um uns über mehrere Tage oder Wochen selbst versorgen zu können. So sorgst du vor...

LebensmittelvorratNaturkatstrophen, Lieferengpässe sowie Stromausfälle sind Notsituationen, die sich in letzter Zeit häuften und uns noch vermehrt betreffen werden, warnen Klimaexperten, Ökonomen und Stromversorger. Wie können wir uns am besten auf einen Ausfall der Strom-, Wasser-, Heiz- und Lebensmittelversorgung vorbereiten?

 

Lebensmittel bevorraten

Du solltest Essen und Getränke für mindestens 10 Tage zu Hause haben. Neben haltbarer Trockenware wie Nudeln, Reis, Müsli, Mehl usw. lassen sich auch bestimmte frische Lebensmittel, zum Beispiel Kartoffeln, Zwiebeln, Wurzel- und Kohlgemüse an einem kühlen Ort (in Sand) gelagert, aufbewahren. Obstsorten wie Äpfel oder Birnen sind ebenfalls über mehrere Wochen hinweg haltbar, vor allem wenn es sich um ältere Sorten handelt. Damit du gut mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt bist, solltest du Nüsse, Trockenobst, Öle und Samen in deiner Vorratskammer haben. Auch Eier halten sich (in einem Eimer mit Kalk) viele Wochen. Geräuchertes wie Fleisch, Wurst und Fisch ist an einem kühlen Ort ebenfalls lange haltbar. TK-Ware und Kühlprodukte solltest du nur so viel zu Hause haben, wie du bei einem Stromausfall verbrauchen kannst.
Zudem brauchst du genügend Wasser. Pro Woche benötigt ein Mensch etwa 14 Liter Flüssigkeit zum Trinken.
Denk bitte auch daran, Tierfutter zu lagern!
Grundsätzlich solltest du Lebensmittel bevorzugen, die nicht oder nicht allzu lange erhitzt werden müssen, wenn der Strom knapp ist.

Kochen ohne Strom

Du musst nicht tagelang nur Kaltes essen und trinken. Ein Holzofen mit Kochfeld ist praktisch, denn er heizt zusätzlich. Ansonsten leg dir einen Spirituskocher, ein Gaskochfeld, einen Campingkocher oder einen guten Grill zu, um Speisen und Getränke zuzubereiten. Außerdem benötigst du genügend Brennmaterial und Zündhölzer, Feuerzeuge etc. Denk bitte daran, dass diese Geräte oftmals nur im Freien verwendet werden dürfen!

Heizen bei Stromausfall

Fällt die Heizung in der kalten Jahreszeit aus, helfen warme Kleidung, Decken und Wärmflaschen. Haushalte mit Öfen können sich solidarisch gegenüber Nachbarn zeigen. Es gibt aber auch Petroleumheizgeräte, Gasheizungen oder du besitzt einen mobilen Stromerzeuger – dann kannst du nicht nur deine Elektroheizung damit bedienen, sondern auch kochen und hast elektrisches Licht. Alternativ verwendet du Kerzen, Kurbeltaschenlampen, Solarleuchten, Öllampen oder batteriebetriebene Leuchtmittel.

Hygiene im Krisenfall

Sorge für ausreichend Hygiene, um Unannehmlichkeiten vorzubeugen. Solange das Wasser noch läuft, solltest du die Badewanne und andere Gefäße befüllen. Wichtig sind Seife zur Körperpflege, Zahnputzutensilien, Desinfektionsmittel usw. Ein wahrer Alleskönner ist Kokosöl, denn es wirkt pflegend und keimtötend. Mit Kokosöl kannst du Zähne putzen, dich eincremen und sogar den Babypo abwischen. Apropos: Fürs Baby solltest du genügend Windeln zu Hause haben. Leg dir auch einen Vorrat an Wasch- und Reinigungsmitteln zu. Außerdem brauchst du Toilettenpapier und Artikel für die Monatshygiene. Wichtig für die Hygiene sind zudem ein Wasseraufbereiter oder Tabletten, um kontaminiertes Wasser reinigen zu können.

Medikamente für den Notfall

Du benötigst alle Medikamente, die regelmäßig eingenommen werden müssen sowie Schmerzmittel, Salben bei Verletzungen und zur Wunddesinfektion, Mittel gegen Erkältung und Durchfall sowie Kräutertees. Denke auch an ein Fieberthermometer, Pflaster und Verbände. Apotheken beraten dich gerne und halten oftmals Notfallpakete bereit. Frage auch nach homöopathischen Mitteln, vor allem wenn Kinder mit im Haushalt leben.

Weitere Tipps zur Vorratshaltung und das richtige Verhalten im Krisenfall findest du im Ratgeber für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen.

Mit der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz Warn-App NINA, erhältst du wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen wie zum Beispiel Wetterwarnungen und Hochwasserinformationen.

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Foto: Canva.com

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