Wenn das Baby nicht schläft: Tipps für Mamas

von | 11. Juli 2011

So manche Mutter verzweifelt an ihrem Baby, das nachts mehr schreit als schläft. Mit Elizabeth Pantley's liebevollem Einschlafbuch verbringen Sie ruhigere Nächte.

Nachts werden viele Frauen quasi zu „alleinerziehenden Müttern“: Der Papa muss früh raus, die Mama stillt sowieso oder das Baby lässt sich nur von ihr beruhigen. Viele Mamas verzweifeln an ihrem schlaflosen Baby.

Ich selbst bin seit sechs Monaten eine glückliche Mami – mit schlaflosen Nächten. Ich habe die Ratgeberliteratur gewälzt und kann das 10-Schritte-Programm der amerikanischen Familienberaterin und vierfachen Mutter Elizabeth Pantley empfehlen.

Das Baby schläft nicht durch

Ein Baby schläft durch, wenn es mehrere Monate alt ist und mindestens fünf Stunden am Stück schläft. Es gibt Babys, die öfter pro Nacht aufwachen. Manchmal hat das körperliche Ursachen, die Sie mit Ihrem Kinderarzt besprechen müssen. Meistens werden Babys wach, wenn sie hungrig sind, eine volle Windel oder Schmerzen haben. Zudem gibt es entwicklungsbedingte Gründe, denn Babys nehmen ihre Umwelt immer mehr wahr und verarbeiten die Erlebnisse im Schlaf. Der sinnvollste Grund fürs Aufwachen ist der Schutz vor dem plötzlichen Kindstod, denn Babys atmen noch unregelmäßig und schrecken hoch, wenn sie eine längere Atempause haben. Babys wissen nicht, wie sie wieder einschlafen können. Kein Baby ist schuld daran, dass es nicht schlafen kann!

Soll ich mein Baby schreien lassen?

Nein, niemals! Die Verfechter dieser Methode propagieren schnelle Erfolge, doch nur sehr wenige Eltern haben „gute Erfahrungen“ gemacht. Es zerreißt einem das Herz, sein weinendes, hilfloses, am ganzen Körper zitterndes Baby im Gitterbett liegen zu lassen. Manche Babys weinen so heftig, dass sie sich erbrechen. Sie lernen so nicht zu schlafen, sondern resignieren und Babys verfallen in ungewöhnlich tiefen Schlaf nachdem sie ein Trauma erlebt haben. Die Gehirnforschung hat nachgewiesen, dass Babys beim Schreien in Panik geraten und Stresshormone ausschütten, die das kleine Gehirn verletzen und dauerhaft schädigen können. Andere Studien zeigen, dass das ungestillte Bedürfnis eines Kindes nach Trost zur Übererregung führt und daraus können sich Asthma, Herzkrankheiten, Ess- und Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen etc. entwickeln. Übrigens hat Dr. Ferber, der die grausame „Schreien-lassen-Methode“ medienwirksam vermarktet hat, zurückgerudert und gesagt, er hätte so etwas nie von sich geben dürfen.

Dem Baby das Einschlafen erleichtern

Ein Einschlafritual ist wichtig, z. B. das Baby warm baden, massieren, leise Musik vorspielen, ein Schlafliedchen singen und sanft wiegen. Die letzte Stunde vor dem Zubettgehen soll ruhig ablaufen mit gedämpftem Licht. Babys brauchen feste Bettgehzeiten und das Bettchen muss sicher und bequem sein, am besten direkt neben dem Elternbett. Die Nähe beruhigt.

Was, wenn mein Baby aufwacht?

Babys haben einen lebhaften Schlaf und geben Geräusche von sich. Lauschen Sie, ob es Wach- oder Schlafgeräusche sind. Ist das Baby wach und hat Hunger müssen Sie es zügig stillen oder das Fläschchen geben mit möglichst wenig Licht. Hat es keinen Hunger, hilft Händchenhalten, Streicheln, beruhigendes Zuflüstern oder sanftes Wiegen, eine volle Windel wechseln. Nach Pantley sollen die Babys wieder hingelegt werden bevor sie tief schlafen. So merken sie, auch alleine weiterschlafen zu können.

Stört Sie eigentlich das Schlafmuster Ihres Babys oder fordern andere, Sie sollten das Kind doch endlich zum Durchschlafen bringen? Manchmal lassen sich Eltern Schlafprobleme einreden oder stellen Vergleiche an. Jede Familie ist anders, aber eins haben sie gemeinsam, nämlich die wichtigste und schönste Aufgabe: dem Kind Sicherheit und Geborgenheit geben, tagsüber genauso wie nachts.

Mehr Tipps finden Sie bei Elizabeth Pantley „Schlafen statt Schreien. Das liebevolle Einschlafbuch“ mit Geld-zurück-Garantie, erschienen 2009 im Trias Verlag in Stuttgart.

Zu müde zum lesen? Kein Problem, es gibt bald das Hörbuch.

Viel Erfolg und ruhige Nächte!

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