Novent, der neue schwedische Weihnachtstrend

von | 31. Oktober 2026

Die Adventszeit ist so gemütlich, vergeht aber viel zu schnell. Ein neuer Trend aus Schweden verlängert diese besondere Zeit.

Wir freuen uns sehr auf Weihnachten, doch leider ist die Adventszeit so kurz, dass wir häufig in Stress geraten und die stimmungsvollen Wochen gar nicht richtig genießen können. Novent lässt die Vorweihnachtszeit bereits im November beginnen. Somit bleibt viel Zeit, um ganz entspannt in Weihnachtsstimmung zu kommen und die Vorbereitungen fürs Fest ausgiebig zu zelebrieren.

Was ist Novent?

Novent ist ein Kofferwort aus November und Advent. Novent verlängert die Weihnachtszeit, indem wir bereits Anfang November beginnen, die Wohnung gemütlich zu dekorieren, erste Plätzchendüfte durchs Haus ziehen lassen, dabei Weihnachtsmelodien summen, am Glögg nippen, unzählige Weihnachtsfilme gucken und uns ganz in Ruhe auf Weihnachten einzstimmen. Novent soll eine Zeit ohne Pflichtgefühle oder Anforderungen sein. Sie gehört uns und unseren Liebsten. Wenn man nämlich nur durch den Dezember hetzt, um alles für den Heiligabend recht zu machen, verpasst man schließlich einen ganzen Monat! Der Weihnachtsstress überlagert die Weihnachtsstimmung. Im Novent steht alleine die magische Zeit im Mittelpunkt und der Genuss.

Novent gegen Novemberblues

Novent bedeutet, es sich so richtig hyggelig zu machen: Kerzen anzünden, ausgiebige warme Bäder nehmen, stimmungsvolle Lichterketten aufhängen, duftende Tees und knusprige Kekse servieren, es sich mit Decken, Kissen und einem guten Buch gemütlich machen und darüber nachdenken, was einem selbst und seinen Lieben gut tut. Wir sorgen für ein behagliches Zuhause und freuen uns über mehr Ruhe und Wohlbehagen im Alltag. Somit verliert der November als düsterer Monat seinen Schrecken, denn die Gedanken sind bei schönen Momenten und das sorgt für die Ausschüttung vieler positiver Hormone, die dem Novemberblues keine Chance lassen.

Ideen für den Novent

Im Novent geht es gar nicht so sehr darum, mehr Zeit zu haben, um mehr für Weihnachten vorzubereiten. Wichtiger ist, sich in Ruhe mehr Gedanken zu machen, wie sich die Vorweihnachtszeit besser genießen lässt. Kerzen am Frühstückstisch, Kochen mit jazzigen Weihnachtsliedern, Weihnachtsgeschirr benutzen, leckeren Punsch kreieren, das Telefon auszuschalten, Feuerschalen im Garten entzünden, kleine Geschenke auf einem frühen Adventsmarkt besorgen, endlich mal alle Lieblingsweihnachtsfilme anschauen, Weihnachtskarten schreiben usw.

Im Novent macht man Dinge, weil man es will und nicht, weil man es muss. Kleine Schummeleien sind durchaus erlaubt und machen die Vorweihnachtszeit angenehmer. Du hasst es, Stollen zu backen? Hol dir einen beim Lieblingsbäcker. Geschenke kaufen stresst dich total? Verschenk Erlebnisse. Die Lichterkette an den Baum zu fummeln nervt dich? Frag jemanden, ob er dir hilft oder kauf endlich diese kabellosen Baumkerzen. Statt das Weihnachtsessen langwierig alleine vorzubereiten, könntest du ein buntes Buffet veranstalten, zu dem jeder Gast etwas mitbringt. Mach das, was du gut kannst oder dir Spaß macht selbst und für alles andere überlegst du dir schöne Alternativen.

Einige dieser und noch viel mehr Inspirationen findest du in dem wunderbaren Buch „Novent&Julprassel“ von Helena Lyth (DK Verlag). Die Autorin findet, es geht bei Weihnachten nicht darum, wie viele um den Tisch sitzen oder was auf dem Tisch steht, sondern darum, gemeinsame Erinnerungen zu erschaffen. In diesem Sinne: Frohen Novent!

Foto: depositphotos.com

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