Wir können einfach nicht richtig miteinander reden!

von | 3. Juni 2012

Positive Kommunikation ist die Basis für eine harmonische Partnerschaft. Wenn Sie nicht mehr richtig miteinander reden können, helfen diese Kommunikations-Tipps.

Frisch Verliebte reden nächtelang durch, quatschen über alles Mögliche, überschütten sich mit Komplimenten und Küssen. Jetzt liegen sie im Bett, starren an die Decke und führen seit Stunden wieder mal eine Grundsatzdiskussion. Spaß macht das nicht. Es belastet die Beziehung. Dabei haben Sie gelesen, dass Sie doch über Probleme ausführlich sprechen sollen, alles ausdiskutiert werden muss, beide ständig an einer Partnerschaft arbeiten müssen und wie wichtig eine offene Streitkultur ist.

Negative Kommunikation

Wenn Paare miteinander über Probleme sprechen, geht es oftmals um die Fehler und Schwächen des anderen. Der Fokus liegt auf dem, was in der Partnerschaft nicht stimmt. Selbstverständlich müssen Paare darüber reden, doch häufig entsteht dann ein Mechanismus: Die Paare verfallen in ein altes Muster, das sie hindert, Lösungen zu finden. Negative Beziehungsgespräche dauern zu lange und die Stimmung wird immer schlechter. Thema ist stets, was in der Partnerschaft fehlt und was als störend am Partner empfunden wird. Kein Wunder, dass sich der Partner angegriffen fühlt und frustriert zum Gegenangriff ausholt. Keiner gibt nach und im schlimmsten Fall werden noch alte Geschichten hervorgekramt. Das Paar entfernt sich vom ursprünglichen Problem, hat weitere Baustellen eröffnet und niemand fühlt sich verstanden.

Positive Kommunikation

Fangen Sie an, positiv zu kommunizieren. Manchmal ist das Problem weniger, dass Paare zu wenig miteinander sprechen, sondern dass sie überwiegend negative Gedanken austauschen. Manche Paare vergeuden Jahre damit, ihren Partner von etwas zu überzeugen. Das wird nicht funktionieren. Besser ist es, den anderen zu verstehen. Das kann eine spannende Reise in das Innere oder in die Vergangenheit des Partners werden. Statt also ständig auszudiskutieren, warum sie ständig shoppen geht, kann das Paar gemeinsam nach Erklärungen suchen. Vielleicht möchte die Partnerin stets den neuesten Schrei aus Angst, den Partner an eine Jüngere zu verlieren? Vielleicht kompensiert sie dadurch aber auch den Geiz ihrer Eltern und dass sie immer die Klamotten ihres Bruders auftragen musste. Oder schildern Sie ein Problem aus Ihrer Sicht und fragen Sie den Partner nach einem Rat, wie Sie damit umgehen könnten. Positive Kommunikation heißt auch, das Schöne am Partner zu würdigen.

Wünsche klar formulieren

Natürlich soll jeder Partner seine Bedürfnisse äußern und dabei auf offene Ohren stoßen. In Partnerschaften herrscht schließlich Verhandlungskultur. Formulieren Sie Wünsche an Ihren Partner möglichst klar. Männer lieben konkrete Ansagen, die sie auch selbst geben. Statt mehr Hilfe bei der Hausarbeit zu verlangen, könnten Sie darum bitten, mittwochs einzukaufen und den Flur zu saugen. Wenn Sie sich als Frau mal wieder eine Aufmerksamkeit wünschen, dann hilft es wenig, eine Andeutung zu machen wie „Birgit hat von Peter einfach so einen Rosenstrauß bekommen“. Ihr Partner wird sich mit Birgit freuen, aber dabei kaum einen Wunsch an ihn davon ableiten. Sie könnten ja hinzufügen „Das würde mich auch mal freuen“. Möchten Sie eine Verhaltensänderung beim Partner erwirken, so könnten Sie eine Win-Win-Situation vorschlagen: „Tausche waschstraßenfreien Samstagvormittag gegen aufgeräumte Küchenschubladen!“

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