Fastenzeit: Verzicht mit Sinn

von | 1. März 2017

In der Fastenzeit verzichten nicht nur Katholiken auf sämtliche Dinge oder Angewohnheiten, die ihnen schaden. Hier einige Tipps für die Fastenzeit…

Die Fastenzeit beginnt nach dem Karneval am Aschermittwoch und dauert 40 Tage. Sie endet mit der Osternacht. Ursprünglich gilt die Fastenzeit als Vorbereitung für das Osterfest und traditionellerweise wurde in der Fastenzeit tatsächlich gefastet. Die Gläubigen nahmen nur kleine Mahlzeiten als Zeichen von Buße und Besinnung zu sich, verzichteten auf üppiges Essen. Man kann in der Fastenzeit nicht nur einfacher essen, sondern auch einfacher und vielleicht glücklicher leben indem man sämtlichen schädlichen Angewohnheiten entsagt.

Fastenzeit: Verzicht auf Schädliches

Wer sowieso den Neujahrsvorsatz, mit dem Rauchen oder Trinken aufzuhören, gefasst hat und dies bis dato noch nicht durchgezogen hat, kann die Fastenzeit dazu nutzen. Viele lassen in der Fastenzeit ihre Finger von Alkohol und Zigaretten. Manche betrachten Fleisch, Süßigkeiten, Kaffee, Fertiggerichte etc. als schädliche Einflüsse und wollen ihrem Körper etwas Gutes tun indem sie kurzerhand darauf verzichten. Wiederum andere verzichten aufs Autofahren und bringen ihren Körper auf Vordermann indem sie sich mehr bewegen. Auch zu viel Fernseh-, Computer-, oder Handyzeit kann uns schaden. All diese Dinge sind Zeit- und Energieräuber, von denen wir uns distanzieren können oder die Zeit, die wir mit all diesen Medien verbringen, deutlich einschränken. Die frei gewordene Zeit und Energie können wir für Menschen nutzen, die uns wichtig sind. Wie wäre es zum Beispiel, mit Freunden Sport zu treiben oder einen lieben Menschen zu einem Spaziergang einzuladen?
Fasten bedeutet also nicht nur Verzicht, sondern einen achtsameren Umgang mit seinem Körper und die sinnvollere Nutzung seiner Ressourcen.

Entrümpeln in der Fastenzeit

Für viele ist die Fastenzeit eine gute Möglichkeit, nicht nur ihren Körper von unnötigem Ballast zu befreien, sondern auch ihre direkte Umgebung. Sie entrümpeln mal wieder so richtig gründlich ihre Wohnung, verschenken oder verkaufen all die vielen unnötige Dinge, die sich im Laufe der Zeit so ansammeln. Dadurch kann man Freiraum für Neues schaffen oder man merkt, dass so manches gar nicht gebraucht wird und getrost darauf verzichtet werden kann.

Plastikfasten und Müllfasten

Ein neuer Trend im Sinne der aktuellen Zero-Waste-Bewegung ist Plastikfasten oder Müllfasten. Hier geht es darum, möglichst wenig oder gar keinen (Plastik-)Müll zu produzieren: Viele Lebensmittel wie Obst und Gemüse können lose und unverpackt gekauft werden. Zum Bäcker nimmt man einfach einen Stoffbeutel mit und lässt sich alles einpacken. Milch, Joghurt und Sahne bekommt man im Pfandglas, Getränke sowieso in Mehrwegflaschen. An vielen Käse- und Wursttheken bekommt man die Lebensmittel direkt in seine mitgebrachten Behälter und inzwischen gibt es in immer mehr Städten Läden, in denen man Nudeln, Reis, Müsli, Backzutaten, Kosmetik, Hygieneprodukte, Wasch- und Putzmittel etc. unverpackt kaufen kann. Man lebt nicht nur nachhaltiger, sondern belastet seinen Körper nicht mit Stoffen, die aus Plastik- oder anderen Verpackungen in die Lebensmittel und damit in unseren Körper gelangen können.

Alles andere wie Bücher, CDs, Kleidung, Elektroartikel, Haushaltswaren usw. bekommt man gebraucht und unverpackt in Second-Hand-Shops, auf dem Flohmarkt oder in Gebrauchtwarenhäusern. Diese dienen oft einem sozialen Zweck und so tut man doppelt Gutes.

Wer Tipps zum richtigen Entrümpeln und einfacher Leben braucht, wird in dem Bestseller „Simplify your life“ von Werner Tiki Küstenmacher (Campus Verlag) fündig. Und wer mal ausprobieren möchte, wie es ist, müllfrei oder müllarm zu leben, sollte sich das wunderbare Buch „Wie wir es schaffen, ohne Müll zu leben“ von Hannah Sartin und Carlo Krauss (mvg Verlag) kaufen.

Die Fastenzeit ist also eine super Gelegenheit um mal über seine schlechten Angewohnheiten nachzudenken und nach Wegen zu suchen, darauf zu verzichten. Im besten Fall nicht nur während der Fastenzeit, sondern auch danach.

Foto: detailblick-foto – Fotolia.com

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