Wohin beim ersten Date?

von | 11. Juni 2011

Wohin geht man man beim erste Date und wie kann man unangenehme Schweigepausen vermeiden? Lesen Sie, wie man peinliche Situationen beim ersten Date umgehen kann.

Nein, danke! Ich esse nie beim ersten Date.

Es gibt diese tolle Szene in Quentin Tarantinos Film Pulp Fiction. Mia Wallace und Vincent Vega sitzen bei Burger und Milchshakes im Jack Rabbit Slim’s und Mia fragt Vince, ob er ungemütliches Schweigen auch so hasst. Natürlich handelt es sich hierbei um kein offizielles erstes Date. Schließlich führt Vince die Frau vom Boss aus. Weshalb die Beiden dann auch lieber tanzen und sich zuballern.

Trotzdem, die Szene im Diner spricht mir aus dem Herzen. Sich anzuschweigen – das ist nichts fürs erste Date. Genauer betrachtet, ist gemeinsames Schweigen etwas, das man sich innerhalb einer Beziehung erst schwer erarbeiten muss. Beim ersten Date ginge das eigentlich nur, wenn der Geräuschpegel um einen herum eine Unterhaltung im normalen Dezibelbereich unmöglich macht. Aber dann würde das Speisen zu zweit sowieso keinen Spaß bringen. Ich stelle mir vor, wie ich mein Date im Due Forni treffe. Das ist die lauteste Pizzeria, die ich in Berlin kenne. „Was hast du gesagt?“, würden wir uns ständig zurufen. Das sind doch keine Tischmanieren.

Wie auch immer, worauf ich hinaus will: Es gibt nichts Schlimmeres als sich beim ersten Date anzuschweigen. Das passiert im Kino und beim Essen aber zwangsläufig. Dennoch folgen viele Singles anscheinend gerne dieser mir rätselhaften Dating-Choreografie. Zuerst Abendessen, dann einen Film. In dieser Reihenfolge. Dem kann ich nichts abgewinnen. Denn es kommt immer zu diesem einen peinlichen Moment der Stille. Schon beim Essen zwischen den ersten zwei Bissen. Geht ja nicht anders. Schließlich muss das, was auf dem Teller liegt, irgendwie weg. Die kauende Stille ist nicht nur unausweichlich, sondern geht mit Popcorn im Kino direkt weiter.

Deshalb verlege ich mein erstes Date lieber ins Konzert. Weit und breit lauert keine Gefahr der peinlichen Stille. Auch umgehe ich so ein Nudelproblem wie bei Loriot oder unschönen Spinat oder Kräuter zwischen den Zähnen. Und mit Musik geht sowieso alles besser, das gilt auch für das Kennenlernen einer neuen Flamme. Meine Nervosität kann ich geschickt hinter der Musik verstecken. Und seine Körpersprache beim gemeinsamen Tanzen erzählt mir tausend Mal mehr von ihm als alle seine Antworten auf einen Dating-Fragenkatalog a la „Und was machst du so?“. Wenn er mich dann auf der Tanzfläche auch noch anlächelt, weiß ich Bescheid. Das Einzige, worum ich mir höchstens noch Sorgen machen muss, ist meinen Drink nicht vor lauter Begeisterung zu verkleckern.

Essengehen und Kino wird es folglich auch in Zukunft nicht bei mir geben. Also sicherlich nicht beim ersten Date. Das hebe ich mir lieber fürs zweite Treffen, besser noch fürs dritte auf – einfach, weil man sich dann schon ein wenig kennt… Moment, da fällt mir ein: Ich habe mal einen sehr netten Typen bei einem Essen kennengelernt. Im Anschluss an diese Dinnerparty bot er sich quasi als Dessert an. Wir hatten eine Zeit lang eine schöne Geschichte und ins Kino haben wir es zwischendurch auch geschafft. Zählt das jetzt?

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