Singles aus anderen Städten treffen?

von | 6. März 2010

Sollte man Singles aus anderen Städten treffen oder die Suche auf den Umkreis beschränken? Was tun, wenn der Online-Flirt in einer anderen Stadt wohnt?

Ich bin als Single in einer Großstadt theoretisch schon im Vorteil denjenigen gegenüber, die in Pusemuckel oder Hintertupfingen ihren Traummann finden wollen… (hey, nichts gegen das Landleben 😉 ) Kürzlich entschied ich mich aber, meine Suche nicht nur auf meine Heimatsstadt zu beschränken. Ich reise schon seit jeher gerne und dachte, warum nicht auch mal die heimischen Gefilden verlassen und Mobilität beweisen?

Ich meldete mich also auf einer internationalen Dating-Seite an. Zusätzlich suchte ich nun vorsätzlich nach Singles in anderen Städten in Deutschland. Es klappt, man schreibt sich und kommt schnell in Kontakt…man findet sich sympathisch und denkt, ja… lass uns mal treffen…

Treffen…? Der Haken: sowohl hier als auch bei der lokalen Single-Suche. Es scheint, man müsse schnell über das Schreiben und hin-und-her-chatten hinaus kommen, sonst wird es nichts.

Gerade das Überangebot von tausenden anderen Singles, die warten und die ständig in einem Nebenfenster hoch poppen, lenken die Aufmerksamkeit extrem ab vom virtuellen Gegenüber. Der Jäger ist auf der Pirsch, es könnte ihm ja noch ne andere Beute entgehen, während er da so hin und her chattet. Also, schwupps, auf die / den Nächste(n) geklickt und auch ein paar Zeilen geschrieben.

Verteilung der Aufmerksamkeit oder auch Multitasking zu neudeutsch, aber eigentlich bedeutet das: alles machen, aber nichts richtig. Und so fühlt es sich auch an, die Sätze werden belangloser, man antwortet nur noch schnell eben was, um gleich weiter zu surfen.

Ist die reale Welt schon eine flüchtige, ist es die Online-Welt umso mehr. Nur ein paar Sekunden Aufmerksamkeit, dann ist die Biene schon wieder zur nächsten Blüte geflogen… klar, jeder der hier ist, hat wohl noch mehrere Eisen im Feuer, denn erfahrungsgemäß muss man ja viele Frösche küssen…

Da ergeht es mir nicht anders. Wenn man also raus aus der Versenkung der Belanglosigkeit will, muss man sich schnell treffen. Tja, und da ist es wieder –das Problem bei den Singles in der nächsten Stadt.

Ich habe einen aus London angeschrieben, wir beide sind des anderen Favourites. Und nun? Sowohl mir als auch ihm scheint klar zu sein, dass wir nicht auf die Chance warten werden, uns zu treffen, sondern nebenher noch weiter daten. Man scheint den Leuten in der anderen Stadt weniger realistische Chancen einzuräumen. Und auch, so scheint es, möchte man nicht seine Zeit vertrödeln mit Nachrichten, die ja eigentlich für den virtuellen Papierkorb geschrieben sind. Und das, obwohl wirklich jeder dieser Singles auf seinem Profil angekreuzt hat: er würde für den anderen einen Umzug in Erwägung ziehen. Aber wie, wenn man sich bitte noch nicht mal kennen lernen kann? Da beißt sich doch der Hund selbst in den Schwanz.

Vielleicht würde ich den Hottie aus London ja mal treffen, sollte ich sowieso in London sein. Kann ja nicht schaden. Genauso den Sweetie aus München, Hamburg oder Berlin. Ist man sowieso in der anderen Stadt, ist das Risiko und der Aufwand relativ gering. Aber nur zu einem Date in die andere Stadt zu fahren. Hoppla, das ist dann doch zu viel Erwartungsdruck.

Und so denke ich, gebe ich wohl doch erstmal den Singles, den Vorzug, die in U-Bahn Reichweite sind. Sorry, Landladys, ihr habt die bessere Luft dafür!

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