Veganuary: Veganer Januar

von | 27. Dezember 2019

Mehr als eine halbe Million Menschen haben bereits beim Veganuary teilgenommen und die vegane Ernährung für einen Monat ausprobiert.

vegan essen

Die Bewegung „Veganuary“ – was so viel wie veganer Januar bedeutet – startete 2014 und es geht darum, sich den gesamten Januar über vegan zu ernähren, um der Umwelt, den Tieren und seinem Körper etwas Gutes zu tun. An der Kampagne nahmen bereits mehr als 500000 Menschen teil, aber auch Unternehmen beteiligen sich beim Veganuary und bieten vegane Speisen und Getränke an. Sich einen Monat probeweise rein pflanzlich zu ernähren könnte ein guter Neujahrsvorsatz sein. Hier erfährst du alles Wissenswerte über den veganen Januar…

Definition Veganuary

Veganuary ist eine Kampagne und gleichzeitig eine gemeinnützige Organisation. Veganuary möchte Menschen auf der ganzen Welt einladen, sich einen Monat lang vegan zu ernähren. Und diese Einladung nahmen seit dem Start von Veganuary im Jahr 2014 in Großbritannien bereits mehr als eine halbe Million Menschen an. Jeder, der beim veganen Januar teilnehmen möchte, wird von Veganuary an die Hand genommen und mithilfe einer E-Mail-Serie bei seiner Ernährungsumstellung unterstützt. Veganuary startet nun auch in Deutschland und hofft auf viele Menschen, die an dem spannenden Programm teilnehmen.

Veganuary in Großbritannien

Der vegane Januar kann in Großbritannien große Erfolge feiern. Dort gibt es dieses Angebot bereits seit 2014 und im vergangenen Jahr haben in Großbritannien mehr als 500 Unternehmen teilgenommen, wie zum Beispiel Pizza Hut, die größte Bäckereikette Gregg’s oder die Hotelkette Hilton, die ein veganes Hotelzimmer eingerichtet hat. Vegan zu leben bedeutet nämlich nicht, sich nur auf die Ernährung zu beschränken. Vielmehr sind wir von vielen oft unnötigen tierischen Produkten umgeben, die sich gut durch andere natürliche Stoffe ersetzen lassen. Unternehmen weltweit können im Rahmen von Veganuary neue vegane Produkte einführen und so auf sich aufmerksam machen. Aber auch Sonderpreise auf vegane Produkte und Neuerungen auf der Speisekarte sollen die Kunden für Veganes interessieren.

Veganuary in Deutschland

Im Januar 2020 nimmt Deutschland erstmalig beim Veganuary teil. Die „Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt“ unterstützt den Veganuary hierzulande. Es gibt eine deutsche Homepage und die E-Mail-Serie auf Deutsch, damit möglichst viele Interessierte hierzulande mitmachen können. Weltweit sollen 2020 beim Veganuary nicht weniger als 350000 Menschen teilnehmen, die sich von der Kampagne zum veganen Lifestyle inspirieren lassen.

Die Vorteile des Veganuary

Vorteile für die eigene körperliche Gesundheit durch die rein pflanzliche Ernährung stehen für die Teilnehmer an oberster Stelle. Wer dauerhaft auf tierische Produkte verzichtet, wird von Zivilisationskrankheiten wie z.B. Demenz, Diabetes Typ II, Arthrose, Bluthochdruck, Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs eher nicht heimgesucht werden. Aber auch ethische Gründe sprechen für Veganismus, schließlich ist der Gewinn tierischer Produkte für die Ernährung bedenklich hinsichtlich der unethischen Massentierhaltung und Tötung von wehrlosen Lebewesen. Ein Verzicht auf tierische Produkte ist zum Wohl der Tiere und der Umwelt. Allerdings müssen Veganer beim Ersatz tierischer Produkte ebenfalls darauf achten, die Ressourcen und die Umwelt zu schonen. Lebensmittel, die von fernen Ländern importiert werden, sind nicht gerade umweltfreundlich. Deshalb ist es sinnvoll, sich bei der Umstellung auf einen veganen Lebensstil Gedanken zu machen und sich Tipps von Veganuary zu holen.

Vegane Ernährung für Schwangere und Kinder

Die Umstellung auf rein pflanzliches Essen ist für Erwachsene mit etwas Recherche relativ unproblematisch. Babys, Kinder oder Schwangere haben spezielle Bedürfnisse und sie sollten sich nicht uninformiert rein pflanzlich ernähren/ernährt werden. Doch mit etwas Vorwissen klappt das ganz gut. Viel Informatives über Nährstoffe hält das Buch „Die wichtigsten Nahrungsergänzungsmittel“ von Uwe Gröber aus dem Südwest Verlag bereit. Hier kann man sich zunächst einen guten Überblick über Nährstoffe und deren Vorkommen verschaffen. Der Nährstoffbedarf ändert sich im Laufe des Lebens immer wieder. Schwangere haben ganz andere Bedürfnisse als Nicht-Schwangere. Dennoch können sich werdende Mamis vegan ernähren und gesunde Kinder gebären. Carmen Hercegfi und Sarah Gebhardt geben schwangeren Frauen in ihrem Buch „Vegan in anderen Umständen“ (Grüner Sinn Verlag) viele wichtige Tipps. Und wenn das Baby erst mal da ist, finden Eltern alles Wissenswerte über die vegane Ernährung von Kindern, die heiß umstritten ist, in dem Buch „Vegan für unsere Sprösslinge“ von Carmen Hercegfi und Anna Maynert, ebenfalls aus dem Gründer Sinn Verlag.
Wer erfahren möchte, mit welchen Lebensmitteln sich Zivilisationskrankheiten vermeiden lassen und wie man sein Leben verlängern kann, dem empfehlen wir den internationalen Bestseller „How not to die“ von Dr. Michael Greger.

Willst du die vegane Ernährung im Rahmen des Veganuary ausprobieren? Dann solltest du dich hier kostenlos für das Projekt anmelden

Wir wünschen allen einen genussvollen und gesunden Start ins neue Jahr 2020!

Foto: Trang Duan von Pexels – Canva.com

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