Kinder vor dem Ertrinken schützen: Tipps für Eltern

von | 3. Juni 2019

Kinder lieben es zu baden, doch Ertrinken ist eine häufige Todesursache bei Kindern. Mit unseren Tipps schützen Eltern ihr Kind vor dem Ertrinken.

Schutz vor dem ErtrinkenGerade an heißen Tagen gibt es für Kinder fast nichts Schöneres, als im Wasser zu planschen. Schon Babys genießen das Spiel im Wasser. Doch Vorsicht: Ertrinken ist eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern! Hier liest du über die Gefahren des Wassers und wie du dein Kind davor schützen kannst, denn ihr sollt den Sommer im kühlen Nass unbeschwert genießen!

Wasserstellen als Gefahr für Kinder

Grundsätzlich sind alle Wasserstellen eine Gefahr für Kinder. Babys und Kleinkinder können in wenigen Zentimeter tiefem Wasser ertrinken, wenn sie Nase und Mund nicht mehr aus dem Nass bekommen. In Planschbecken, Babybecken, Gartenteichen, Regentonnen, Vogeltränken, auf Wasserspielplätzen, in Badewannen oder sogar in mit Wasser gefüllten Spielzeugeimerchen können Kinder ertrinken. Kurzum: Überall, wo Wasser ist, lauert auch die Gefahr!

Kinder ertrinken lautlos

Kinder können nicht schreien oder sich durch Fuchteln mit den Armen bemerkbar machen, wenn sie zu ertrinken drohen, denn zum einen sind sie in einem Schockzustand und handlungsunfähig, zum anderen fehlt ihnen die Orientierung und der im Verhältnis zum Körper schwere Kopf macht es Babys und Kleinkindern sowieso fast unmöglich, sich in dieser Gefahrensituation wieder aufzurichten. Außerdem werden die Stimmbänder unter Wasser blockiert. Das Kind kann in einer Gefahrensituation also nicht um Hilfe rufen und nach weniger als einer Minute werden die Kinder bewusstlos und müssen qualvoll ertrinken.

Sekundäres Ertrinken

Kinder können aber nicht nur durch Ertrinken im Wasser sterben, sondern es gibt noch das Phänomen des sekundären Ertrinkens, auch stilles Ertrinken, stummes Ertrinken oder verspätetes Ertrinken genannt. Kritisch wird es, wenn das Kind Wasser eingeatmet hat und das Wasser in die Lunge gelangt. Das kann sogar noch 24 Stunden nach dem Vorfall tödlich enden, denn es kommt zu schweren Atemstörungen und zum Lungenversagen. Sekundäres Ertrinken kann bei Tauchgängen in Babyschwimmkursen passieren und immer wenn ein Kind im Wasser untergeht, indem es zum Beispiel ins Wasser springt oder von einer Wasserrutsche schnell ins Wasser katapultiert wird. Leider werden Kinder sogar von ihrem eigenen Eltern spaßeshalber ins Wasser geworfen oder untergetaucht. Das ist nicht witzig, sondern kann tödlich enden!
Sekundäres Ertrinken kann sich durch Husten, Unwohlsein und Müdigkeit ankündigen. Dann sollte das Kind schnellstmöglich notärztlich behandelt bzw. in eine Klinik gebracht werden!

Tipps: So schützt man Kinder vor dem Ertrinken

Der beste Schutz vorm Ertrinken ist, sein Kind keine Sekunde aus den Augen zu lassen. Diese Tipps helfen außerdem:

  •  Schwimmhilfen benutzen, aber sich nicht darauf verlassen, denn ein sicherer Schutz ist nicht gewährleistet!
  • Schwimmtiere oder Luftmatratzen treiben schnell ins tiefe Wasser ab. Beim Spielen mit Badespielzeug dabei bleiben!
  • Niemals in unbekannte Gewässer gehen, sondern nur in ausgewiesene Badezonen!
  • Das Kind nicht untertauchen!
  • Gefahrenquellen wie Gartenteich, Regentonne usw. durch Oberflächengitter oder Umzäunungen sichern!
  • Sicherstellen, dass das Kind keinen Zugang zu Nachbars Wasserstellen im Garten hat!
  • Kinder niemals in der Badewanne alleine lassen, auch nicht für kurze Zeit!
  • Dem Kind schwimmen beibringen, sobald es körperlich dazu in der Lage ist. Wassersicher ist es aber erst mit dem Freischwimmerabzeichen!

Wie schützt du dein Kind beim Baden? Wir freuen uns auf deine Tipps!

Foto: AlcelVision – Fotolia.com

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